Porträt des Dirigenten Alexander Shelley
Bildrechte: Alexander Shelley

Konzertsaison 2018/2019 - Reihe 1

3. Konzert "Reihe Eins" | 1918

Sa, 03.11.2018 20:00 Uhr

Leipzig, Peterskirche

  • Max Reger: "Totenfeier" - Satz eines unvollendeten lateinischen Requiems op. 145a
  • Rudi Stephan: Musik für Orchester (in einem Satz)
  • Walter Braunfels: Auf ein Soldatengrab op. 26
  • Gustav Holst: Ode to Death op. 38
  • Ernest Farrar: Heroic Elegy op. 36
  • Samuel Barber: Agnus Dei op. 11 für Chor a cappella (nach dem 2. Satz Adagio aus dem Streichquartett Nr. 1 h-Moll op. 11)
  • MDR-SINFONIEORCHESTER
  • MDR-RUNDFUNKCHOR
  • Alexander Shelley | Dirigent
  • Samuel Hasselhorn | Bariton

Am 11. November 1918 atmet die Welt auf: Ein erster Waffenstillstand beendet Kriegshandlungen von bis dato ungekannter Brutalität und Grausamkeit. Der 1. Weltkrieg, der vier Jahre lang seinen Tribut gefordert hat, ist zu Ende. Not, Elend und Schmerz hat er über Europa gebracht. 17 Millionen Menschen sind ihm zum Opfer gefallen. Der Schrecken und die Schockstarre, die er bei der Bevölkerung auslöste, finden jedoch längst noch kein Ende und wollen auf allen Ebenen verarbeitet werden. Nicht wenige Künstler jener Generation, die den Krieg teils aktiv an der Front miterleben mussten, widmen sich in ihren Werken dieser Traumatisierung durch den Krieg. „Dir brach die Nacht schon ein“, vertont nach Hermann Hesse etwa Walter Braunfels bereits im ersten Kriegsjahr – im Angesicht des Sterbens, das er selbst als Soldat mit ansehen muss. 1919 widmet Gustav Holst seinen im Krieg gefallenen Freunden eine „Ode to Death“, die jedoch die Zuversicht ausstrahlt, dass nicht zuletzt Toleranz die Menschheit heilen kann. Mit einem ebenso erschütternden wie eindringlichen Programm erinnern MDR-Rundfunkchor und MDR-Sinfonieorchester an das Ende des 1. Weltkrieges vor genau 100 Jahren.

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Kultur

Dirigent Alexander Shelley 34 min
Bildrechte: Alexander Shelley