Konzertsaison 2018/2019 - Reihe 1

2. Konzert "Reihe Eins" | Schostakowitsch

Sa, 20.10.2018 20:00 Uhr

Leipzig, Gewandhaus

  • Jimmy López: "Perú Negro" für Orchester
  • Peter Tschaikowski: Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester op. 33
  • Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
  • MDR-SINFONIEORCHESTER
  • Alban Gerhardt | Violoncello
  • Klaus Mäkelä | Dirigent

„Er war ein hochsensibler Mann, dessen Musik nicht auf reine Gefühlsduselei reduziert werden sollte“, sagt Alban Gerhardt über Peter Tschaikowski. „Für mich sind die Zwischentöne mindestens genauso wichtig“, betont der Cellist und fügt an: „Insbesondere bei den Rokoko-Variationen, die äußerst intim angelegt sind.“ Tatsächlich steckt in den virtuosen Variationen über ein Rokokothema op. 33 viel von einer intimen musikalischen Liebe: „Mozart verdanke ich, dass ich mein Leben der Musik widmete“, bekannte Tschaikowski. „Von ihm erhielt ich die erste Anregung, er zwang mich, die Musik über alles zu lieben.“ Äußerst sensibel reagierte auch Dmitri Schostakowitsch auf die vernichtende Kritik, die man von offizieller sowjetischer Seite über ihm ausgoss. Seine Sinfonie Nr. 5 gibt eine erschütternde Antwort auf den stalinistischen Terror: „Was in der Fünften vorgeht, sollte meiner Meinung nach jedem klar sein. Der Jubel ist unter Drohungen erzwungen“, soll laut Solomon Volkow der Komponist zu seiner beeindruckenden Sinfonie geäußert haben. „So, als schlage man uns mit einem Knüppel und verlange dazu: Jubeln sollt ihr! Jubeln sollt ihr! Und der geschlagene Mensch erhebt sich, kann sich kaum auf den Beinen halten. Geht, marschiert, murmelt vor sich hin: Jubeln sollen wir, jubeln sollen wir.“