Ein Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine lächelnde Frau mit hochgebundenen Haaren.
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Kripo live | 22.07.2018 | 19:50 Uhr Die Polizei bittet um Hilfe bei Langzeitfahndungen

Bereits 1997 wurde Barbara Zürner, hier in einem Archivbild zu sehen, Opfer eines brutalen Überfalls. Auch bei einem 2013 im Liepnitzsee gefundenen Torso bitten die Ermittler erneut um Hinweise aus der Bevölkerung.

Ein Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine lächelnde Frau mit hochgebundenen Haaren.
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Rätselhafter Fund: Angler findet Torso im Liepnitzsee

Bei der Suche nach der Identität einer Leiche, die ein Angler Ende 2013 im Liepnitzsee nördlich von Berlin gefunden hatte, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Der Torso ohne Kopf und Extremitäten war stark verwest. Eine rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass der Tote etwa 30 Jahre alt und 1,60 m groß war. Auch sein DNA-Profil konnte bestimmt werden. Die Experten können nicht ausschließen, dass die Leiche mehrere Jahrzehnte in dem See gelegen hat.

Eine nasse und verschmutzte Hose liegt ausgebreitet auf einem Obduktionstisch.
Diese Hose gehört zu den Fundstücken. Bildrechte: rbb/MDR

Die gefundene Kleidung stammt aus DDR-Produktion und ist der Mode der 1960er- bzw. 1970-er Jahre zuzuordnen. Das untermauern die Analysen von Experten des Sächsischen Textilforschungsinstituts in Chemnitz. Die Hose wurde indstriell gefertigt und die Nähte mit einer Haushaltsmaschine enger gesetzt. Vermutlich passte dem Träger keine gängige Konfektionsgröße.

Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Barnim, Tel.: 03338 3610.

Grausames Verbrechen: 67-Jährige zu Tode geprügelt

Eine Frau mit zugebundenen Haaren steht neben einem Wohnblock.
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Am 30. Oktober 1997 wurde die damals 67-jährige Barbara Zürner das letzte Mal kurz nach 18 Uhr an der Pinnower Chaussee in Berlin lebend gesehen. Die Umweltaktivistin war wie so oft mit ihrem Fahrrad unterwegs, um Müll einzusammeln. An der Bushaltestelle Leegebrucher Weg hatte sie das Zweirad abgestellt. Einen Tag später wurde sie von einer Spaziergängerin bewusstlos und mit schweren Verletzungen in der Nähe von Velten in Oberhavelland entdeckt. Sie wies Verletzungen im Brust- und Bauchbereich, Schädelbruch und schwere innere Verletzungen auf. Ihre Identität wurde später durch die Polizei ermittelt. Barbara Zürner starb vier Jahre später, ohne jemals wieder bei Bewusstsein gewesen zu sein.

Wer hat Barbara Zürner am 30. Oktober auf ihrem Weg von Velten zum S-Bahnhof Borgsdorf gesehen? In Velten hatte die promovierte Tierärztin ihre Tour begonnen, nachdem sie dort - wie seit 33 Jahren dreimal wöchentlich - in einer Schmiede Pferden die Hufe beschlagen hatte. Die 67-Jährige setzte sich zeitlebens für Tierschutz und die Umwelt ein. Viele Umweltpreise bekam sie dafür. Doch gab es auch Kritiker, diese beschimpften sie auch als "Drecksau". Könnte der Streit um ihr Engagement eskaliert sein und in ihrem Tod gegipfelt haben?

Ein Fahrrad steht angelehnt an einem Mast neben einer Straße.
Barbara Zürner war war Tierärztin, Hufschmiedin und Umweltaktivistin. Mit ihrem Rad fuhr sie herum und sammelte herumliegenden herrenlosen Müll ein. Der rote Pfeil zeigt den Tatort. Bildrechte: rbb/MDR

Hinweise bitte an die Polizei Neuruppin, Tel.: 03391 3540

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2018, 19:50 Uhr