Länderübergreifende Polizeiaktion gegen grenzüberschreitende Kriminalität

Mit einer gemeinsamen Kontrollaktion ist die Polizei in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gegen Grenzkriminalität vorgegangen. An der sogenannten Komplexkontrolle von Dienstagabend bis Donnerstagnachmittag waren auch der Zoll und die Bundespolizei beteiligt. Insgesamt waren über 3.100 Beamte im Einsatz. Im Fokus standen auffällige Personen und Fahrzeuge, die mit Diebstählen und Autoverschiebungen in Verbindung stehen könnten.

Gestohlene Fahrzeuge sichergestellt, zahlreiche Verkehrsverstöße

Die Beamten errichteten entlang der deutsch-polnischen Grenze Kontrollstellen an Autobahnen und Bundestraßen, überprüften ca. 9.000 Fahrzeuge sowie 12.500 Personen und stellten 130 Straftaten fest. Dabei wurden mutmaßlich gestohlene Fahrzeuge sichergestellt. Ermittelt wird unter anderem auch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz sowie Urkundenfälschung.

Polzist bei Verkehrskontrolle
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Wie Sven Bogacz, Leiter der Polizeidirektion Brandenburg Süd, dem MDR sagte, versuchten mindestens zwei Autofahrer, sich der Kontrolle zu entziehen. Sie durchfuhren technische Sperren und flüchteten mit hoher Geschwindigkeit.

Auch in Sachsen entzog sich ein Autofahrer der Kontrolle und verursachte einen Unfall. Außerdem registrierte die Polizei zahlreiche Verkehrsverstöße, beispielsweise Handys am Steuer, überhöhte Geschwindigkeit und Fahren unter Betäubungsmitteln. In 27 Fällen standen die Namen der kontrollierten Personen auf der Fahndungsliste, in zwei der Fälle lagen Haftbefehle zugrunde.

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Öffentliche und verdeckte Maßnahmen

Einen konkreten Anlass für die Kontrollen gab es nicht. Man wolle in regelmäßigen und unregelmäßigen Abständen immer wieder solche Aktionen durchführen, "um den Tätern klarzumachen, dass die Entdeckungsgefahr ziemlich groß ist", so Bogacz, der als Polizeiführer die länderübergreifende Aktion koordinierte. Die Kontrollen fanden mit öffentlichen und verdeckten Maßnahmen statt. Alleine von der sächsischen Polizei waren für die Aktion rund 700 Beamte im Einsatz.

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 18:26 Uhr