Neues Bündnis "Artists for Future": Künstler unterstützen Schülerproteste für Klimaschutz

Hunderte Künstler haben sich in einer Stellungnahme mit den "Fridays for Future"-Demonstranten solidarisiert, darunter Michael "Bully" Herbig, Volker Pispers, Konstantin Wecker und Nora Tschirner. In der Erklärung der "Artists for Future" heißt es, sie wollten so den Druck auf die Politik erhöhen. Die Forderungen der Schüler seien einfach, ohne die Komplexität des Problems zu verleugnen. Man wolle sie in ihrer Haltung bestärken und Unterstützung einbringen.

Kunst reflektiert und schafft gesellschaftliche Realitäten. Oder stellt sie in Frage. Deshalb tragen wir eine Mitverantwortung für das, was gesellschaftlich als normal wahrgenommen wird.

Aus der Stellungnahme der "Artists4future"

Beim Thema bleiben

Die Unterzeichner erklärten, sie empfänden Teile der öffentlichen Debatte über die Proteste als irritierend: Man erlebe "ablenkende Diskussionen zum Thema Schulpflicht, die hetzerische Diffamierung von Beteiligten in den sozialen Netzwerken und leicht durchschaubare Versuche einiger Politiker*innen, die Proteste ohne erkennbaren Handlungswillen in Lob zu ersticken".

Im Gegensatz dazu haben sich tausende Wissenschaftler*innen an die Seite der jungen Menschen gestellt: 'Sie haben recht!' Die Wissenschaft darf hiermit nicht allein bleiben.

Aus der Stellungnahme der "Artists4future"

Auch verschiedene Künstler aus Mitteldeutschland gehören zu den Erstunterzeichnern, etwa der Leipziger Autor André Herrmann, der in Dresden lebende Schauspieler und Sänger Christian Friedel oder die aus Weimar stammende Sängerin Alin Coen.

Fridays for Future

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 16. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. April 2019, 14:27 Uhr