Das neue theater in Halle in der Frühlingssonne
Das Neue Theater in Halle/Saale Bildrechte: MDR/Marco Prosch

Ergebnis der Aufsichtsratssitzung Bühnen Halle: Geschäftsführer Stefan Rosinski bleibt vorerst im Amt

Das neue theater in Halle in der Frühlingssonne
Das Neue Theater in Halle/Saale Bildrechte: MDR/Marco Prosch

Stefan Rosinski, der Geschäftsführer der Theater, Opern und Orchester Halle GmbH (TOOH), bleibt vorerst im Amt. Nach Informationen, die MDR KULTUR vorliegen, hat das der Aufsichtsrat der TOOH am Freitag in seiner Sitzung entschieden. In einem Monat wolle man dann weiter sehen, so der Aufsichtsrat. Der Geschäftsführer, Opernintendant Florian Lutz und Schauspielchef Matthias Brenner sollen zudem künftig professionell zusammenarbeiten.

Der Schauspieler Matthias Brenner schaut in die Kamera.
Matthias Brenner, Intendant des Neuen Theaters Halle Bildrechte: dpa

Außerdem begrüße es der Aufsichtsrat ausdrücklich, in Vertragsverhandlung mit Schauspielchef Brenner einzutreten. Brenner hatte dem Aufsichtsrat zuvor ein Ultimatum gestellt und eine klare Richtungsentscheidung in der Sitzung am 12. April gefordert.

Die Entscheidung im Aufsichtsrat fiel nach einer über vierstündigen Sitzung. In einer Stellungnahme auf die Entscheidung schreibt Brenner, er nehme das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung "schockiert zur Kenntnis" und breche die Vertragsverhandlung ab.

Ich breche alle Verhandlungen zu dem mir vorliegenden Vertragsverlängerungsangebot mit sofortiger Wirkung ab.

Matthias Brenner in einer Pressemitteilung

Hintergrund: Der Bühnenstreit in Halle An den Bühnen Halle streiten sich seit längerem die künstlerischen Leiter mit der Geschäftsführung. Die künstlerischen Leiter fordern mehr Unabhängigkeit von der Geschäftsführung. Infolgedessen ist es intern zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen.

Im Februar wurde dann der Vertrag des Opernintendanten Florian Lutz nicht verlängert. Lutz muss damit spätestens nach der Spielzeit 2020/2021 die Bühnen Halle verlassen. Zwar erntete er von anderen Intendanten aus Deutschland viel Lob für seine Inszenierungen, allerdings gab es intern heftige Kritik an seiner Person. Zuletzt hatte sich der Orchestervorstand öffentlich gegen ihn gestellt.

Der Vertrag mit dem Intendanten des Neuen Theaters Halle, Matthias Brenner, wurde hingegen vom Aufsichtsrat der Theater, Opern und Orchester GmbH Halle (TOOH) bis zur Spielzeit 2025/2026 verlängert. Allerdings wirft er dem Geschäftsführer des TOOH, Stefan Rosinski, Mobbing vor und hat auch schon mit seinem Rücktritt gedroht, sollte es nicht zu konstruktiven Gesprächen kommen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 12. April 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. April 2019, 19:30 Uhr