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Auf Burg Falkenstein bei Aschersleben können sich Kinder wie zu Ritterzeiten fühlen. Ein Ausflug für Familien lohnt sich. Auch Wandern kann man vor Ort. Bildrechte: imago images/Shotshop

KulturtippsAschersleben, Bernburg, Köthen: Tipps für Kultur im Februar

Stand: 03. Februar 2022, 04:00 Uhr

Der Februar kommt meist eher ereignisarm daher, erst recht in der Corona-Pandemie. Dabei gibt es in der Region Salzlandkreis, Anhalt-Bitterfeld und Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt auch im Winter viel Kultur zu entdecken – von einer Neo-Rauch-Ausstellung in Ascherleben über Burgen im Harz bis zur Bach-Gedenkstätte in Köthen. Eine Auswahl an Tipps für Ausflugsziele.

Aschersleben: Neo Rauch-Ausstellung

In der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben wird seit 2012 jährlich eine Ausstellung gezeigt, die in unterschiedlichen Konstellationen um das Werk des Künstlers kreist. In der aktuellen Schau "Vorder-Mittel-Hintergrund" sind vor allem Arbeiten auf Papier zu sehen – von großformatigen Bildern über Skizzen bis zu Grafiken.

Das Besondere an der Ausstellung: Neo Rauch hat den Maler Hartwig Ebersbach – einen Kommilitonen seines Vaters Hanno Rauch – sowie seinen ehemaligen Meisterschüler Stefan Guggisberg eingeladen. Alle drei leben und wirken in Leipzig – in Aschersleben stehen die Werke der drei Künstlergenerationen erstmals nebeneinander.

Weitere Informationen

Die Ausstellung "Vorder-Mittel-Hintergrund" ist noch bis zum 20. März 2022 in der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben zu sehen.

Wilhelmstraße 21-23
06449 Aschersleben

Beteiligte Künstler: Hartwig Ebersbach, Stefan Guggisberg, Neo Rauch

Öffnungszeiten:
Freitag bis Sonntag, jeweils 10 bis 16 Uhr

Darüber hinaus ist es möglich, sich Mittwoch und Donnerstag telefonisch oder per Mail für einen Besuch oder auch für eine Exklusivführung anzumelden. Anmeldung bis spätestens am Sonntag zuvor, 16 Uhr.

Für den Besuch gilt die 2G-Regelung

Harz: Museum in der Burg Falkenstein

Ritterrüstungen, eine Falknerei, ein Museum – all das findet sich in der Burg Falkenstein mitten im Harz. Besucher und Besucherinnen können in der Dauerausstellung mehr über die Geschichte der mittelalterlichen Burg erfahren oder bei einer Führung durch die spätgotische Küche und die hochmittelalterliche Burgkapelle die Räume so erleben, wie sie damals genutzt wurden.

Den Museumsbesuch mit einer Wanderung durch das umliegende Naturschutzgebiet zu verbinden, bietet sich an: Entlang der Selke gibt es Wanderwege zur Burg Falkenstein, die auch für Familien geeignet sind – als typische Ritterburg ist die Anlage, die in über 30 Filmen als Kulisse genutzt wurde, bei Kindern ohnehin sehr beliebt.

Die Burg Falkenstein liegt mitten in einem Naturschutzgebiet im Harz. Bildrechte: imago images/Shotshop

Weitere Informationen

Burg Falkenstein
Pansfelde, Burg Falkenstein 1, 06543 Falkenstein (Harz)

Aktuell werden zwei Zeitfenster zum Besuch angeboten:

Dienstag bis Sonntag (Montags geschlossen)
1. Zeitfenster 10 bis 13 Uhr
2. Zeitfenster 13 bis 16:30 Uhr

Letzter Einlass: 16:00 Uhr
Die Tickets für die Zeitfenster sind vorzugsweise vorher online zu erwerben.

Im Rahmen des Harzer KulturWinter werden geführte Rundgänge durch die Burg Falkenstein angeboten. Termine: 13., 16., 17. und 18. Februar um 11 Uhr. Karten sind vor Ort an der Kasse erhältlich.

In der Burg gilt die 2G-Regel, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie die AHA-Regel.

Falknerei:
Die Greifvögel machen Winterpause! Ab dem 1. April 2022 finden wieder täglich außer montags Vorführungen des Falkenhofes statt.

Köthen: Historisches Museum mit Bach-Gedenkstätte

Das Schloss Köthen hat seine Bekanntheit vor allem dem Komponisten Johann Sebastian Bach zu verdanken, der hier von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister gewirkt hat. Musikinstrumente, Notendrucke, zeitgenössische Portäts und Stiche in der Bachgedenkstätte im Kellergeschoss des Schlosses gewähren einen Einblick in das Lebens des Komponisten am Musenhof Köthen.

Doch nicht nur für Bach-Fans lohnt sich ein Besuch: Die Gedenkstätte ist Teil des Historischen Museums im Ludwigsbau des Schlosses, das mit Schlosskapelle, Spiegelsaal und Apothekengewölbe auch architektonisch interessant ist. Zu sehen ist dort außerdem eine Ausstellung zu Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und der von ihm mitbegründeten ersten großen deutschen Sprach- und Gelehrtenakademie.

Bildrechte: Michael Moser

Weitere Informationen

Historisches Museum und Bachgedenkstätte
Schlossplatz 5
06366 Köthen (Anhalt)

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Für den Besuch gilt die 2G-Regel.

Bernburg: Kunst am Bau in der Schlosskirche

Auch wenn das Museum im Schloss Bernburg derzeit geschlossen ist, lohnt sich ein Ausflug auf das mittelalterliche Burggelände direkt neben der Saale. Denn der Eulenspiegelturm ist ebenso wie die Schlosskirche weiterhin geöffnet. Seit 2016 ziert ein Bilderzyklus des Hallenser Künstlers Moritz Götze das Innere der Kirche St. Aegidien, der ehemaligen Hofkirche der Fürsten von Anhalt-Bernburg. Über zehn Jahre hat Götze an den 320 Emaille-Tafeln gearbeitet, auf denen sich biblische Stoffe mit der regional geprägten Landschaft verbinden. Dabei lohnt sich bei einem Besuch nicht nur ein genauer Blick auf die bunten Seitenwände der Kirche – sondern auch nach oben an die Decke.

Der Maler und Grafiker Moritz Götze steht in der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg an seinem Bilderzyklus aus Emailletafeln. Bildrechte: dpa

Weitere Informationen

Schlosskirche St. Aegidien
Schloßstraße 7, 06406 Bernburg

Öffnungszeiten Eulenspiegelturm:
Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 16 Uhr
Freitag von 10 bis 13 Uhr
Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr

Öffnungszeiten Schlosskirche:
Samstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr (bzw. bis Eintritt der Dunkelheit)
Außerdem kann zu Bürozeiten auf Anfrage Einlass in die Kirche gewährt werden.

Anfahrt:
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Elbe-Saale-Bahn und Harz-Elbe-Express z.B. aus Güsten, Könnern, Köthen und Calbe.

Mit dem Auto:
Autobahn A14 Halle in Richtung Magdeburg bis Ausfahrt 10 (Bernburg / Güsten / Aschersleben). Von dort in Richtung Bernburg und über die Krumbholzallee in die Stadt. Alternativ über die Bundesstraßen B6n, B71 und B185 die in Bernburg zusammentreffen.

PKW können gebührenfrei auf dem Schlosshof geparkt werden.

Bernburg: Schmuck-Ausstellung in der NS-Gedenkstätte

In der Gedenkstätte Bernburg informiert normalerweise eine Dauerausstellung über die Geschichte der Euthanasie im Nationalsozialismus. Derzeit ist dort außerdem eine Schmuck-Ausstellung zu sehen, die an die Opfer der Anstalt in Sachsen-Anhalt erinnert. Künstlerin Mareen Alburg Duncker hat dafür im Rahmen des Heimatstipendiums Schmuckstücke individuell gestaltet und einzelnen Opfern der Anstalt gewidmet. Hier wird gezeigt, dass auch kleine Museen und Gedenkstätten mit neuen Formen der Erinnerungskultur überraschen können.

Weitere Informationen

"IN MEMORIAN - Gedenkschmuck"
Von Mareen Alburg Duncke
21. November 2021 bis 27. Februar 2022

Gedenkstätte Bernburg
Olga-Benario-Straße 16/18
06406 Bernburg (Saale)

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr
Jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 16 Uhr

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Es gilt die 2G-Regelung.

Derenburg: Glasmanufaktur "Harzkristall"

Als eine der letzten aktiven Glashütten Deutschlands gewährt die Glasmanufaktur "Harzkristall" in Derenburg spannende Eindrücke in die Glasproduktion. Beim Erlebnisrundgang "Manufaktour" können Besucherinnen und Besucher mehr über die Entstehung und Verarbeitung des Rohstoffs Glas erfahren und erleben, wie die mundgeblasene Kunst entsteht. Im Anschluss kann man unter Anweisung eines Glasbläsers selbst loslegen und Kugeln, Fensterbilder, Trinkgefäße und andere gläserne Kunstobjekte herstellen.

Mehr Informationen

Glasmanufaktur Harzkristall
Im Freien Felde 5
38895 Blankenburg
OT Derenburg

Öffnungszeiten:
Täglich von 9:30 bis 17:30 Uhr, auch sonn- und feiertags.

Die Führungen werden täglich angeboten und dauern etwa 40 Minuten.

Hettstedt: Mansfeld-Museum zeigt Ausstellung über das Glück

Im Hettstedter Humboldt-Schloss können sich Besucherinnen und Besucher derzeit auf die Suche nach dem großen Glück begeben. In der Mitmach-Ausstellung "Glück. Vom Sammeln und Teilen" im Mansfeld-Museum warten Exponate und multimediale Porträts rund um das Thema Glück. Zudem lädt die Schau Besucherinnen und Besucher ein, sich auch interaktiv mit dem Thema zu befassen.

Die Ausstellung ist Teil des Kulturprojekts "Glück auf! Wohin? Die Region Mansfeld-Südharz findet sich neu", einer Initiative des regionalen Museumsverbunds Erlebniswelt Museen. Die Schau im Hettstedter Schloss bildet den Auftakt einer Wanderausstellung und ist im Mansfeld-Museum bis Ende März zu sehen. Danach wird sie unter anderem nach Sangerhausen ins Spengler-Museum und in den Kunsthof Liwet in Molmerswende ziehen.

Im Mansfeld-Museum in Hettstedt dreht derzeit alles rund ums Glück. Die Ausstellung "Glück. Vom Sammeln und Teilen" ist interaktiv und lädt Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen ein. Bildrechte: Verein Erlebniswelt Museen e. V.

Mehr Informationen

Ausstellung "Glück. Vom Sammeln und Teilen"
Vom 22. Januar bis 27. März 2022

Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss Hettstedt
Schloßstraße 7
06333 Hettstedt OT Burgörner-Altdorf 

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag: 11 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 13 bis 17 Uhr

Für den regulären Besucherverkehr ist das Mansfeld-Museum unter den derzeit geltenden Regelungen geöffnet.

Blankenburg: Burgruine Regenstein

Laut einer Sage wurde die Burg Regenstein im Jahr 479 von einem Ritter errichtet. Erstmals erwähnt wurde sie 1162. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war sie Herrschaftsitz der Grafen zu Regenstein. Einer von ihnen, Graf Albrecht II., fiel negativ als Raubritter auf. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben, die Grafen zogen vom Regenstein ins Blankenburger Schloss. Heute sind die denkmalgeschützten Ruinen der Burg auf einem 290 Meter hohen Sandsteinfelsen zu besichtigen.

Vom Mauerwerk sind nur die Reste eines Turms vorhanden. Auch von der späteren kurbrandenburgischen Festung blieben nur Ruinen. Dennoch lohnt sich der Besuch schon wegen der Aussicht. Spektakulär sind außerdem die großteils zugänglichen Sandstein-Höhlen im Heers und die Regenstein-Mühle. Für wetterfeste Wanderfreunde bietet sich eine große oder kleine Rundtour über die Höhlen zur Regenstein-Mühle und Burg an.

Ein Ausflug zur Burgruine Regenstein lohnt schon allein wegen der Aussicht. Bildrechte: dpa

Mehr Informationen

Burg und Festung Regenstein
Am Platenberg, 38889 Blankenburg (Harz)
Für Kinder geeignet, aber Vorsicht ist geboten – teils steiles Gelände.

Öffnungszeiten:
November bis März: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr
April bis Oktober: Täglich von 10 bis 18 Uhr

Weitere Ausflugsziele in Sachsen-Anhalt

Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 20. November 2021 | 08:45 Uhr