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Zu den schönsten Aussichtspunkten in Sachsen-Anhalt gehört das Josephskreuz im Südharz. Bildrechte: dpa

Bauwerke, Skulpturen, TürmeSchönster Ausblick: Acht besondere Aussichtspunkte in Sachsen-Anhalt

Stand: 05. November 2022, 04:00 Uhr

In Sachsen-Anhalt ist der Brocken nicht der einzige Aussichtspunkt, an dem sich ein grandioser Ausblick genießen lässt: Im Harz ist der kleine Bruder des Eiffelturms ein Highlight, in Ferropolis lockt ein Bagger mit einer neuen Aussichtsplattform und auch am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra geht es hoch hinaus. Ob Kultur, Architektur, Familienabenteuer oder Naturerlebnis – diese acht Ausflugsziele von Stendal bis Halle garantieren eine fantastische Aussicht.

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Bitterfeld: Panoramablick vom Bitterfelder Bogen

Auf dem Bitterfelder Berg erhebt sich seit 2006 der Bitterfelder Bogen – eine schwungvolle stählerne Bogenkonstruktion, die aus der Ferne an eine Brückenarchitektur erinnert. Verantwortlich für die 28 Meter hohe und 81 Meter lange Konstruktion ist der Frankfurter Künstler Claus Bury, der die Form der Bewegung einer Baggerschaufel nachempfunden hat. Symbolisch steht das Kunstwerk für den Wandel der Region, von den Altindustrieanlagen zum modernen Chemie-Park und vom Braunkohletagebau zur gestalteten Landschaft. Ein Aufstieg des Bogens lohnt sich unbedingt: Die oberste Rampe endet an einem Balkon, von dem aus man einen einzigartigen Panoramablick über Bitterfeld, den Goitzschesee, auf Pouch und Wolfen genießen kann.

Das Bauwerk Bitterfelder Bogen gilt als Wahrzeichen der Stadt Bitterfeld-Wolfen. Bildrechte: MDR/Thomas Meyer

Mehr InformationenAdresse:
06808 Bitterfeld-Wolfen

Aussichtsplattform in 21 Metern Höhe
540 Meter langer Aufstieg

Öffnungszeiten:
Rund um die Uhr geöffnet

Gräfenhainichen: Ferropolis von oben entdecken

Ferropolis liegt auf einer Halbinsel in Gräfenhainichen, östlich von Dessau-Roßlau. In dem ehemaligen Braunkohle-Tagebau Golpa-Nord stehen heute noch fünf stählerne Bagger-Giganten. Besucherinnen und Besucher können die einstigen Bergbau-Geräte besichtigen und teilweise sogar besteigen. Auf dem größten Tagebaugerät mit dem Spitznamen Medusa wurde erst im Mai 2022 eine Aussichtsplattform in 20 Metern Höhe eröffnet. Diese erreicht man über einen imposanten gläsernen Fahrstuhl – oben angelangt, bietet sich ein einmaliger Blick über die frühere Bergbaulandschaft mit dem heutigen Gremminer See.

Ferropolis, die Stadt aus Eisen, lässt sich bei Führungen von oben entdecken. Bildrechte: imago images/Steffen Schellhorn

Mehr InformationenAdresse:
Ferropolisstraße 1, 06773 Gräfenhainichen

Aussichtsplattform auf dem Bagger Medusa in 20 Metern Höhe

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag, Sonntag, feiertags: 10 bis 19 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 8 Euro / ermäßigt 5 Euro
Kinder unter 6 Jahren sind frei.
Familienkarte 20 Euro

Öffentliche Führungen finden samstags und sonntags, jeweils um 11, 13 und 15 Uhr statt.

Nebra: Hoch hinaus am Fundort der Himmelsscheibe

Schon von weitem ist auf dem Mittelberg in unmittelbarer Nähe zur Fundstelle der Himmelsscheibe von Nebra ein markanter Aussichtsturm zu erkennen. Dieser ragt schief aus dem Wald hervor: Der 30 Meter hohe Turm ist um 10 Grad geneigt, da er als Zeiger einer Sonnenuhr dient. Ein senkrechter Schnitt am Bauwerk markiert die Sichtachse zum Brocken, so dass man hier heute noch beobachten kann, wie die Sonne zur Sommersonnenwende untergeht – vor 3.600 Jahren ließ sich auf diese Weise die Himmelsscheibe einnorden und als Sonnenkalender nutzen. Auf der Turmspitze können Besucherinnen und Besucher die bronzezeitlichen Himmelsbeobachtungen nachvollziehen oder einfach nur den fantastischen Ausblick auf das Kyffhäusergebirge und den Harz genießen.

Am Fundort der Himmelsscheibe von Nebra ist der Aussichtsturm einen Aufstieg wert. Bildrechte: imago/STAR-MEDIA

Mehr InformationenAdresse:
An der Steinklöbe, 06642 Nebra (Unstrut)

Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe

Öffnungszeiten:
Rund um die Uhr geöffnet

Für Gruppen werden auf Anfrage geführte Wanderungen zum Fundort angeboten.

Das Besucherzentrum Arche Nebra ist aufgrund von Sanierungsarbeiten bis Ende Juni 2023 geschlossen.

Stendal: Ausblick vom größten Trojanischen Pferd der Welt

Vor den Türen des Winckelmann-Museums in Stendal steht das größte Trojanische Pferd der Welt. Die begehbare 15,6 Meter hohe Skulptur aus Lärchenholz und Stahl ist im Rahmen einer großen Troja-Ausstellung vor rund 20 Jahren entstanden und gilt seitdem als Besuchermagnet. Über zwei Wendeltreppen im Inneren des Pferdes gelangen Besucherinnen und Besucher zum Rumpf – dort bieten Gucklöcher einen tollen Ausblick über die Innenstadt von Stendal. Details über die griechische Sage, der das Trojanische Pferd in Stendal nachempfunden ist, kann man in der aktuellen Sonderausstellung "Das Pferd in der Antike" im Winckelmann-Museum erfahren. Für Kinder gibt es im Museumspark außerdem ein Hörtheater, eine Spielstraße und ein Labyrinth zu entdecken.

In Stendal bietet das größte begehbare Trojanische Pferd der Welt einen tollen Ausblick über die Stadt. Bildrechte: dpa

Mehr InformationenAdresse:
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal

Aussichtspunkt in 15 Metern Höhe

Öffnungszeiten Winckelmann-Museum:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Eintritt (Nur Museumspark mit Trojanischem Pferd)
Erwachsene 3,50 Euro / Ermäßigt 2,50 Euro
Familienkarte 6 Euro

Die Ausstellung "Das Pferd in der Antike – von Troja bis Olympia" ist bis zum 12. Februar 2023 zu sehen.

Schönebeck: Einzigartige Aussicht auf die Börde

Der Kunsthof Bad Salzelmen ist ein Museumsprojekt in Schönebeck, das sich mit der langen Salz-Bergbau-Tradition der Region beschäftigt. Im historischen Gradierwerk samt Soleturm und Schausiedehaus sowie einem Ausstellungsraum werden noch heute die Traditionen des alten Handwerks und des mittelalterlichen Pfannensiedens am Leben erhalten – auch Besucherinnen und Besucher können Salz sieden, probieren und kaufen. Bei Führungen lassen sich die Höhen des imposanten Gradierwerks und Soleturms erklimmen und ein toller Ausblick auf den Kurpark und die Bördelandschaft genießen. Außerdem lohnt sich ein Abstecher zur St. Johannis Kirche in Schönebeck – die zwei hohen Kirchtürme wollten die Salzgrafen, die sogenannten Pfänner, im Mittelalter höher bauen lassen als die des Magdeburger Doms.

Der Kunsthof in Bad Salzelmen lohnt allein wegen der Aussicht einen Besuch. Bildrechte: Andreas Silber, Solepark Schönebeck/Bad Salzelmen

Mehr InformationenAdresse:
Badepark 1, 39218 Schönebeck (Elbe)

Soleturm in 32 Metern Höhe
Gradierwerk in 20 Metern Höhe

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, Feiertag: 13:30 bis 17 Uhr (Wintersaison)

Führung über den Kunsthof mit Soleturm und Gradierwerk (Dauer: 1 Stunde)
Preis: Erwachsene 7 Euro / ermäßigt 5 Euro

Gradierwerksführung (Dauer: 30 Minuten)
Preis: 5 Euro / ermäßigt 4 Euro

Stolberg: Den Eiffelturm des Harzes erklimmen

Im Südharz, an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt, ist der kleine Bruder des Pariser Eiffelturms zu bewundern: das Josephskreuz auf dem 580 Meter hohen Auerberg bei Stolberg. Es ist mit 38 Metern Höhe das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Namensgeber war sein Auftraggeber Graf Joseph von Stolberg. Das Josephskreuz wurde 1896 durch die Braunschweiger Dampfkessel- und Gasometerfabrik nach dem Vorbild des Pariser Eiffelturms gebaut. Die Konstruktion wird von 100.000 Nieten zusammengehalten. Über 200 Stufen kann man die Spitze erklimmen. Von hier aus hat man bei gutem Wetter einen einzigartigen Blick zum Brocken, zum Inselsberg, zum Kyffhäuser und bis hin zu den Turmspitzen des Magdeburger Domes.

Das Josephskreuz im Südharz gilt als der kleine Bruder des Pariser Eiffelturms. Bildrechte: dpa

Mehr InformationenAdresse:
Großer Auerberg

200 Stufen bis zur Aussichtsplattform in 38 Metern Höhe

Aktuelle Öffnungszeiten zum Besteigen:
November bis März: Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 4 Euro
Gäste mit Kurkarte und Gruppen 3 Euro
Kinder und ermäßigt und Gruppen 2,50 Euro
Kindergruppen 2 Euro

Bei starkem Regen, Gewitter, Sturm oder Nebel bleibt das Josephskreuz aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Wernigerode: Terrassenblick vom Märchenschloss

Ganz gleich, aus welcher Himmelsrichtung man sich dem malerischen Harz-Städtchen Wernigerode nähert – schon von weit her grüßt das Schloss auf dem Agnesberg. Seine heutige prunkvolle Gestalt bekam es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, jedoch gab es hier schon im Mittelalter eine Burg. Der Weg zum Schloss lädt zum Wandern ein, kann aber auch mit der Bahn abgekürzt werden. Oben angekommen, kann man von der Terrasse am Eingang des Schlosses aus einen grandiosen Ausblick über die Stadt genießen. Bei klarem Wetter sind der Brocken und die Harzer Berge gut zu erkennen. 

Das Schloss Wernigerode ist immer einen Ausflug wert – auch wegen der herrlichen Aussicht. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Mehr InformationenAdresse:
Am Schloß 1, 38855 Wernigerode

Schloss und Terrasse in 350 Metern Höhe

Öffnungszeiten:
7. November bis 23. Dezember 2022:
Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr
Samstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

Die Terrassengärten sind zu den Öffnungszeiten des Schlosses frei zugänglich.

Schkopau: Sicht bis zum Leipziger Völkerschlachtdenkmal

Das größte begehbare öffentliche Gebäude Sachsen-Anhalts ist nicht etwa ein Kirchturm, sondern das Kraftwerk Schkopau. Das aus zwei Blöcken bestehende Braunkohlekraftwerk zwischen Halle und Merseburg erzeugt elektrische Energie für das öffentliche Netz und die Chemieindustrie – 2033 soll es stillgelegt werden. Besucherinnen und Besucher können bei Gruppenführungen die in 136 Metern gelegene Aussichtsplattform besteigen, von der aus selbst das Leipziger Völkerschlachtdenkmal zu sehen ist. Der MDR-Youtube-Kanal #hinREISEND zeigt, ob sich der Ausblick lohnt und warum auch die Hausmannstürme hoch über Halle einen Ausflug wert sind.

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Mehr InformationenKraftwerk Schkopau
An der Bober 100
06258 Schkopau

Aussichtsplattform in 136 Metern Höhe

Führungen werden für Gruppen ab zehn Personen auf Anfrage angeboten.

Quelle: Eigenrecherche MDR KULTUR, MDR-Youtube Kanal #hinREISEND / Redaktionelle Bearbeitung: Valentina Prljic

Ausflugstipps für Sachsen-Anhalt

Dieses Thema im Programm:MDR S-ANHALT | Unterwegs in Sachsen-Anhalt | 29. Oktober 2022 | 18:15 Uhr