Art brut aus Sachsen Der Visionär in der Hubertusburg: Karl Hans Janke und seine fantastischen "Erfindungen"

Atom-Lokomotiven, Raumschiffe - die weder Strom noch Benzin brauchen - Rasierklingenschärfer und Tauchkugeln: Karl Hans Janke glaubte an Technik und mit ihr an die Vision von einer besseren Welt. Mit allergrößter Akribie fertigt er über 4.000 Zeichnungen und Modelle. Sein Aufenthaltsort: eine psychatrische Klinik auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf in der Nähe von Leipzig. Dort verbrachte der Forscher, Erfinder und Künstler die Hälfte seines Lebens.

Einen ganz besonderen Schatz entdeckt Peter Grampp – Chefarzt des Psychiatrischen Krankenhauses Wermsdorf zwischen Oschatz und Grimma – zufällig auf dem Dachboden von Schloss Hubertusburg. Im Jahr 2000 findet er, in einer Kammer verborgen, Mappen und Koffer mit faszinierenden Zeichnungen und Skizzen. Es ist der vergessene Nachlass des Erfinders und Visionärs Karl Hans Janke.

Erstaunen, Erschrecken, Verwunderung. Ich glaube, es war eine Mischung aus allen Gefühlen, die man als Entdecker haben kann. Wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal einen Goldschatz glaubt gefunden zu haben.

Dr. Peter Grampp, Chefarzt des Psychiatrischen Krankenhauses Wermsdorf bei Dreharbeiten zu DER OSTEN
Hubertusburg
Schloss Hubertusburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das sächsische Fachkrankenhaus gehört zu den ältesten psychiatrischen Kliniken Deutschlands. Sein gewaltiges Haupthaus, das Schloss, ist schon von weitem sichtbar. Wer sich ihm nähert, ist fasziniert von seiner barocken Schönheit. Noch heute atmet das Schloss mit angrenzendem Park Geschichte, von der Chefarzt Grampp begeistert schwärmt.

Das Haus hat schon eine gigantische Tradition. Es war das Schloss Sachsens, nicht ein Schloss Sachsens, sondern es war die nach außen verkörperte Macht. Es war fast genauso wichtig wie Dresden, weil man hier den Herbst verbrachte, die anderen Jahreszeiten residierte man dann eher in Dresden.

Dr. Peter Grampp

Vom Jagdschloss zum Krankenhaus

August der Starke - Kunst und Macht
Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733) bekannt auch als "August der Starke" Bildrechte: MDR/Staatliche Kunstsammlungen Dresden/Elke Estel/ Hans-Peter Klut

"August der Starke" lässt das barocke Jagdschloss ab 1721 – genau vor 300 Jahren – für sich und seinen Sohn, Friedrich August II, den späteren sächsischen Kurfürsten und König von Polen erbauen.

Doch der fürstliche Glanz in Schloss Hubertusburg währt nicht lang. Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) befiehlt Preußens König "Friedrich der Große" das Schloss zu plündern und zu zerstören. Sächsische Landsknechte hatten zuvor preußische Schlösser ebenfalls nicht verschont und so wird die Zerstörung der Hubertusburg zur folgenschweren Vergeltung.

Siebenjähriger Krieg

Im Siebenjährigen Krieg kämpft Österreich im Bündnis mit den meisten europäischen Mächten gegen Preußen um den Wiedergewinn Schlesiens. Die österreichischen und russischen Kriegsvorbereitungen bewegen den Preußenkönig Friedrich II. zu einem Präventivkrieg. Er fällt mit 61.000 Mann in Sachsen ein. Die sächsische Armee kapituliert am 17. Oktober 1756 kampflos. Preußen geht aus dem Krieg siegreich hervor und festigt seine Position als europäische Großmacht.

Nach allgemeiner Erschöpfung der kriegführenden Parteien kommt es am 05. Februar 1763 zum "Friede von Hubertusburg". Friedrich II. von Preußen kann seine Vormachtstellung gegenüber Sachsen behaupten. Das Kräftespiel zwischen Preußen und Österreich bestimmt fortan das politische Geschehen in Mitteleuropa. Sachsen spielt keine entscheidende Rolle mehr.

Der Glanz von einst ist dahin und kehrt auch nicht zurück, als im Schloss 1763 der "Friede von Hubertusburg" unterzeichnet wird. In den folgenden Jahrzehnten dient das Anwesen als Steingutfabrik, Magazin, Getreidelager, Lazarett, Strafanstalt und als Krankenhaus. Immer mehr psychisch kranke Menschen kommen Mitte des 19. Jahrhunderts ins Schloss.

Man strukturierte zwischen 1840 und 1860 dieses Haus komplett um, zu dem, was es über ein Jahrhundert bleibt: eine der größten Psychiatrien oder lange Zeit sogar die größte Psychiatrie in Sachsen.

Dr. Peter Grampp

NS-Euthanasie

Psychisch kranke Menschen werden hier nicht nur verwahrt, sondern es gibt erste Ansätze zu ihrer Betreuung und Beschäftigung. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts ist damit Schluss. Im Ersten Weltkrieg wird die sächsische Klinik durch mangelnde Versorgung mehr oder weniger "ausgehungert". Die Übersterblichkeit in der Hubertusburg ist enorm.

Noch größere Gefahr droht nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. 1939 erlässt Hitler die Anordnung zur Ausrottung "lebensunwerten Lebens". Gemeint ist die systematische Tötung von Menschen mit Behinderung und psychisch Kranker. Nach und nach werden heimlich Patienten aus der Hubertusburg abtransportiert. Dokumente belegen: Fast alle werden in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein überstellt und dort ermordet.

NS-Euthanasie und die Aktion T4

Rund eineinhalb Jahre nach Kriegsende beginnen die Nürnberger Ärzteprozesse. Prominente NS-Mediziner müssen sich wegen ihrer Verbrechen verantworten, unter ihnen auch die führenden Köpfe der sogenannten NS-Euthanasie, die unter dem Decknamen "Aktion T4" ("T4" steht für die Adresse der damaligen Zentraldienststelle T4 in Berlin, Tiergartenstraße 4 ) durchgeführt wurde. Mit Euthanasie (übersetzt: "der gute Tod") hatten diese Verbrechen nichts zu tun, in Wahrheit handelte es sich um massenhafte Tötung von psychisch Kranken und Menschen mit Behinderung.

Die Mordaktion unter dem Decknamen "Aktion T4" wird gründlich vorbereitet. In allen Psychiatrie-Anstalten Deutschlands müssen Ärzte spezielle Fragebögen für jeden Insassen ausfüllen. Anhand dieser Formulare fällen jeweils drei Gutachterärzte das Urteil: Ein rotes Kreuz steht für den Tod, ein blaues Minus für Weiterleben. dabei fällt die Auswahl nach ganz pragmatischen Leistungskriterien: Wer länger als fünf Jahre in einer psychiatrischen Einrichtung war, galt als Dauerpatient und damit als Dauer-Kostenfaktor. Ebenso wer nicht arbeiten konnte oder wollte. Die größten Überlebenschancen hatten Patienten, die in der Lage waren, außerhalb eines Krankenhauses zu arbeiten.

Klinikum auch in der DDR

Mit Kriegsende 1945 entsteht in der Hubertusburg wieder ein Krankenhaus. Es wird in den folgenden Jahren eine der größten Gesundheitseinrichtungen im damaligen Bezirk Leipzig.

Arzt untersucht Patient
Behandlung im Klinikum der Hubertusburg zu DDR-Zeiten Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mit Somatik, mit Chirurgie, mit Gynäkologie, mit Innerer, später dann mit Neurologie, Kinderklinik und natürlich auch mit Psychiatrie. Die Psychiatrie hat das Gros gestellt, mit bis zu 1.400 Patienten.

Dr. Peter Grampp, Chefarzt Psychiatrie Wermsdorf

Auf fünfzehn Stationen sind bis zu 35 Patienten in einem Raum unftergebracht. Psychisch Kranke, depressive und aggressive Patienten – Bett an Bett. Rückzugsmöglichkeiten gibt es kaum. Mitten in diesen beengten Verhältnissen lebt Karl-Hans Janke. Ein Mann, der keine auffälligen Symptome zeigt.

Ich fand ihn immer ganz anders als die anderen Patienten, die ich so von dieser Station her kannte. Weil er immer ein ganz anderes Auftreten hatte. Er war immer ganz ruhig, höflich und er hatte immer so einen "Touch" an sich. Da habe ich manchmal gedacht, wieso ist der im Schloss?

Rosel Lingren, Krankenschwester

Ein Mann
Karl Hans Janke Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der höfliche Herr Janke schafft sich auf der Hubertusburg in Sachsen seine eigene Realität. Ein Visionär, der Raketen – er nennt sie Trajekte – und Raumstationen erfindet und zeichnet. Sein Leben und Werk erinnert – bei aller Unterschiedlichkeit – an das des Schweizer Künstlers Adolf Wölfli, der auch sein Leben in einer Nervenheilanstalt verbrachte oder an Henry Darger, ein menschenscheuer Chicagoer Hausmeisters, der mit seinem über 15.000 Seiten umfassenden und mit Zeichnungen und Aquarellen reich illustrierten Manuskript, im Geheimen die Geschichte der "Vivian Girls" erschuf. Es ist die Kunst von zurückgezogen Lebenden, von Unangepassten, die man heute als Vertreter von "Outsider Art" oder "Art brut" bezeichnet.

Art brut

Die Bezeichnung Art brut geht auf den französischen Künstler Jean Dubuffet (1901-1985) zurück. Diese Kunstrichtung wird auch gelegentlich als "Outsider Art" bezeichnet. Zu den Urhebern von Werken der Art brut zählen sowohl Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung als auch Strafgefangene, Außenseiter oder einfach gesellschaftlich Unangepasste.

Diese "unverbildete, rohe (brut)" Kunstströmung wurde 1945 begründet, und sieht sich abseits von etablierten Kunstströmungen oder Kunstformen. Sie ist frei von akademisch-künstlerischer Konventionen und entsteht aus einem inneren Ausdrucksbedürfnis. Die Autodidakten arbeiten in erster Linie für sich selbst und nicht für ein Publikum.

Karl Hans Janke: Sein Leben auf der Hubertusburg

Mann an einem Tisch
Ein "Genie im Wahnsinn“: Karl Hans Janke lebt fast 40 Jahre in der Psychiatrie, .... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann an einem Tisch
Ein "Genie im Wahnsinn“: Karl Hans Janke lebt fast 40 Jahre in der Psychiatrie, .... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Hubertusburg, Detailaufnahme
... die sich im Schloss Hubertusburg befindet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alte Flügeltür
Das weitläufige Gelände mit Schloss und seinen zahlreichen Nebengebäuden beherbergt damals ein großes Krankenhaus samt Psychatrie... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
Ob moderne Heizungsanlagen... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
Janke hält in der Hubertusburger Klinik auch Vorträge vor Ärzten und Patienten, spricht über Zukunftsforschung und alternative Energiegewinnung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Alte Aufnahme zeigt Personen auf einer Veranda.
Und das alles in einer sehr eingeschränkten Umgebung mit wenig Privatsphäre. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Akte
Noch 1947 betreibt der kauzige Eigenbrötler im sächsischen Großenhain eine kleine Werkstatt. Weil er kein Material bekommt, schimpft und lästert er öffentlich über den Staat. Janke wird verhaftet, dann aber in die Psychiatrie überstellt. Schizophrenie lautet die Diagnose. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Arzt untersucht Patient
Schließlich landet er in der Hubertusburg. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mann in Zelle
Hier erschafft sich Jahnke sein eigenes Universum.... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
...oder den Vorgänger eines Stadtrollers.. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zeichnungen von Karl Hans Janke
...Trajekte, mit denen man problemlos ins All fliegen kann... Bildrechte: Karl Hans Janke Museum, Hubertusburg
Foto von Flugzeugmodell
...oder visionäre Flugzeugmodelle... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
Janke zeichnet unermüdlich.... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
....und will doch nur eins: Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
...Technik zum Wohle der Menschheit erfinden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Skizze
So entstehen im Laufe der Jahre... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Diagnose Schizophrenie

Noch 1947 betreibt der kauzige und eigenbrötlerische junge Mann im sächsischen Großenhain eine kleine Werkstatt. Weil er kein Material bekommt, schimpft und lästert er öffentlich über den Staat. Janke wird verhaftet, dann aber in die Psychiatrie überstellt. Schizophrenie lautet seine Diagnose. Schließlich landet er 1948 auf der Hubertusburg.

Zunächst glaubt Janke an einen Irrtum und rechnet fest mit seiner Entlassung. Doch er wird schnell in die Anstalt eingegliedert und der Kohlenkolonne zugewiesen. Janke beschwert sich nicht, sondern zeichnet, entwirft und konstruiert für das Schloss eine neue Heizungsanlage. Die soll ohne Braunkohle und ohne hohen Arbeitsaufwand funktionieren. Eine geniale Idee, aber niemand nimmt ihn ernst.

Immer wieder Ablehnung

Skizze
Jankes Stadtroller: vor vielen Jahren erfunden und gezeichnet Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Janke zeichnet und erfindet unentwegt: industrielle Hühnerfarmen, genauso wie umweltfreundliche Stadt-Roller, die verblüffend den heute in vielen Städten anzutreffenden E-Rollern ähneln. Der geniale Tüftler sendet seine Erfindungen und Blätter an Patentämter und Universitäten. Er korrespondiert mit Behörden, Firmen und Fachzeitschriften. Anfangs kommen begeisterte Antworten, dann folgen Ablehnung und Absagen. Sein Manko: Er ist Patient einer Psychiatrie.

Zeichnungen von Karl Hans Janke
Eines von Jankes "Trajekten" Bildrechte: Karl Hans Janke Museum, Hubertusburg

Doch Janke gibt nicht auf, hält in der Klinik bei Leipzig Vorträge vor Ärzten und Patienten, spricht über Zukunftsforschung und alternative Energiegewinnung. Zu einer Zeit, als vor allem die Atomkraft als Schlüsseltechnologie propagiert wird. Seine Vision: Energie gewinnen aus dem All, aus der uns umgebenden Atmosphäre. Energie, die man nur einfangen und komprimieren müsse. Praktisch eine unerschöpfliche Quelle ohne Emissionen.

Immer wieder kämpft Janke auch um seine Entlassung, spricht mit Ärzten, schaltet einen Rechtsanwalt ein, schreibt Briefe. Auf Ablehnungen reagiert er gereizt, wird anderen Patienten gegenüber aggressiv. So entsteht ein Teufelskreis. Die Logik: Wer so reagiert ist krank und muss bleiben, wo er ist.

Refugium in der Dachkammer

Dann droht neues Ungemach: seine Modelle und Zeichnungen sollen aus Platzgründen verschwinden. Manfred John überlegt, wie er seinem technisch-versierten "Kollegen" helfen kann und findet eine kleine Kammer auf dem Dachboden des Schlosses. Diese Bodenkammer wird von da an zu Jankes Refugium. Hier tüftelt er weiter an seinem Bild der Welt und an einer umfassenden Theorie eines Cybermodells von Mensch und Technik.

Mann mit grauem Haar
Manfred John Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Eines Tages stand er in der Tür und weinte. Für mich war er ein alter Mann damals. Ich war ein bisschen über Zwanzig und seine ersten Worte waren so sinngemäß: Man will mein Lebenswerk vernichten.

Manfred John, Technischer Leiter Krankenhaus Hubertusburg

Jankes Vermächtnis

Mann auf Dachboden
Dr. Peter Grampp auf dem Dachboden Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am 15. Februar 1988 stirbt Karl Hans Janke im Alter von fast 80 Jahren. Es gibt keine Nachkommen oder Erben. Sein Lebenswerk wird zu einem Teil achtlos vernichtet, zum anderen in der Bodenkammer des sächsischen Schlosses vergessen. Letztlich eine glückliche Fügung, denn im Jahr 2000 findet der neue Chefarzt Peter Grampp dort Jankes Koffer und öffnet sie.

Man war völlig gebannt, völlig überwältigt. Langsam eröffnete sich uns eine Welt, eine Welt eines Menschen, der ein bisschen anders war als die anderen. Vor dessen Werk man mehr oder weniger atemlos und sehr andächtig, aber auch sehr bescheiden steht und sich fragte: Was war das wirklich für ein Mensch, der das geleistet hat?

Dr. Peter Grampp
Backsteingebäude mit Ausstellungsplakat
Das Janke-Museum auf der Hubertusburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auf der Hubertusburg gibt es heute ein kleines Museum, dass das Andenken an den berühmten Patienten dieser Anstalt bewahrt. Liebevoll eingerichtet und betreut, wird es vom Verein Rosengarten. Der hat auch die beiden Patente entdeckt, die im Patentamt Dresden seit über sieben Jahrzehnten liegen. Sie waren ihrer Zeit weit voraus, wie sich bei der Begutachtung im Institut für Luft-und Raumfahrt der Technischen Universität Dresden herausstellt.

Wie würde man heute mit den Ideen und Erfindungen von Karl Hans Janke umgehen? Gäbe es einen ernstzunehmenden Austausch mit anderen Fachleuten und Wissenschaftlern? Oder wäre er - damals wie heute - abgestempelt, als Schizophrener, als psychisch Kranker?

Vielleicht reicht es für den Augenblick, sein Werk zu bewahren und in Ausstellungen zu zeigen. Möglicherweise erschließt sich zu einem späteren Zeitpunkt die ganze Tragweite seiner Erfindungen. Ganz so, wie er es in seinem Testament vermerkt:

Ich bitte, die Alben aufzubewahren, mit den vielen Zeichnungen, die ich für Euch Menschen geschaffen habe.

Karl Hans Janke

Informationen zum Museum In der Hubertusburg zeigt der Verein Rosengarten e.V. die Arbeiten von Karl Hans Janke.

Schloss Hubertusburg
Haus 21
04779 Wermsdorf

Öffnungszeiten:
Freitag von 13-17 Uhr
Samstag und Sonntag von 12-17 Uhr.

Aufgrund der Corona-Lage ist eine Voranmeldung und ein negativer Test nötig.

Für Nachfragen sind die Betreiber unter (034364) 54 98 40 oder ausstellung@karl-hans-janke.de zu erreichen.

Kultur in Sachsen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Der Osten - Entdecke wo du lebst | 27. April 2021 | 21:00 Uhr

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