Kultururelle Bildung und Teilhabe Dresdner Projekt Fabmobil mit Kulturlichter-Preis ausgezeichnet

Ein schwarz lackierter Reisebus mit der Aufschrift - Fabmobil.
Das Fabmobil war mal ein Tourenbus - jetzt fördert es Jugendliche Bildrechte: Fabmobil

Fabmobil aus Dresden wurde mit "Kulturlichter" ausgezeichnet, dem Deutschen Preis für kulturelle Bildung", speziell mit dem "Preis der Länder". Der Preis wurde erstmals verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung fördert Projekte, die digitale Instrumente in der kulturellen Bildung und der Kulturvermittlung innovativ einsetzen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Über das Projekt Fabmobil

Zwei Personen betrachten einen Gegenstand.
Sebastian Piatza leitet einen Schüler an Bildrechte: Fabmobil

Wenn Menschen nicht zu den Angeboten kommen können – weil eben keine Busse mehr fahren – müssen die Angebote zu den Menschen. Das übernimmt seit 2017 das Fabmobil, die fahrende Kunst- und Digitalwerkstatt für den Ländlichen Raum, des Constitute e.V. Fabmobil kommt direkt zu den Schulen oder soziokulturellen Jugendzentren und ermöglicht dort vor Ort Workshops und Kurse.

Innenansicht eines umgebauten Busses mit Tischen und Regalen.
Ein Blick in den Innenraum des Fabmobils Bildrechte: Fabmobil

Der umfunktionierte Doppeldeckerbus ist eine mobile Technologiewerkstatt und ein fahrendes Kunst-, Kultur- und Zukunftslabor zugleich. Fabmobil vermittelt das Grundverständnis für digitale Technologien. Der Bus ist z. B. ausgestattet mit 3D-Drucker, Mikroelektronik, Robotik, Werkzeugmaschinen, man kann Synthesizer programmieren, mit VPR-Kameras spielen – kurz: Schülererinnen und Schüler können sich an computergesteuerten Hightech-Geräten ausprobieren und bekommen dabei Unterstützung. In einigen Orten hat das so gut funktioniert, dass sich inzwischen so genannte Makerspaces gebildet haben, in denen Schüler andere Schüler anleiten.

Wir sind wie so eine schwarze Black Box, eine Überraschungskiste, und sobald man mit ihr aufschlägt, glänzt und glitzert alles.

Sebastian Piatza, Leiter und Mitbegründer von Fabmobil

Ein Bus auf einer Landstraße - Aufnahme aus der Luft.
Fabmobil unterwegs in den ländlichen Raum Bildrechte: Fabmobil

Weiterer Kulturlichter-Preis für Sachsen

Der Preis des Publikums geht an ASA-FF e.V. - Netzwerk für Kultur und Jugendarbeit in Chemnitz für das Projekt "Wandertag im Weltraum". Dahinter steckt ein digitales interaktives Live-Theaterstück, das während des ersten Lockdowns entstand. Die Macher fliegen mit Schülern auf die Raumstation ISS und entdecken von dort aus mit einer Wissenschaftlerin und einem Alien die Erde.

Der Preis des Bundes geht an die "Lernplattform für Jewish Places" vom Jüdischen Museum Berlin. Er wird verliehen von Staatsministerin Monika Grütters und ist mit 20.000€ dotiert.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 11. März 2021 | 06:15 Uhr