Preis der Sächsischen Akademie der Künste Sächsischer Kunstpreis für Sandra Vásquez de la Horra

Sandra Vasquez
Sandra Vásquez de la Horra hatte schon Einzelausstellungen in Florenz, Süd-Korea, New York, Paris und Los Angeles. Bildrechte: IMAGO / GlobalImagens

Die Sächsische Akademie der Künste ehrt in diesem Jahr die 54-jährige chilenische Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra mit dem Hans-Theo-Richter-Preis. Sie gehöre zu den bemerkenswertesten Zeichnerinnen der Gegenwart, so die Akademie am Donnerstag in Dresden. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Am 10. September soll die Übergabe an die Künstlerin im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden stattfinden. Im Zuge der Preisverleihung soll eine Ausstellung mit Werken der Preisträgerin in der Sächsischen Akademie der Künste eröffnet werden.

Ihre gänzlich eigenständige, zutiefst bewegende poetische Bildwelt entwächst dem persönlichen Erleben.

Aus der Jurybegründung der Sächsischen Akademie der Künste

Die Akademie sieht ihr Werk wurzeln "in Traditionen und Mythen ihrer chilenischen Herkunft und schöpft ebenso aus Quellen der europäischen Kulturgeschichte". In ihren Zeichnungen beschäftigt sie sich mit Grenzerfahrungen, Weiblichkeit, Angst und Tod, aber auch Poesie.

Von Chile nach Deutschland

Sandra Vasquez
Sandra Vásquez de la Horra Bildrechte: IMAGO / GlobalImagens

Die 1967 in Chile geborene de la Horra lebt und arbeitet heute in Berlin. Von 1989 bis 1994 hat sie an der Hochschule für Gestaltung in ihrer Heimatstadt Viña del Mar studiert und zog dann den Angaben zufolge nach Deutschland, um an der Kunstakademie Düsseldorf und danach an der Kunsthochschule für Medien in Köln zu studieren.

Werke der Künstlerin sind vertreten in zahlreichen internationalen Sammlungen.

Der Hans-Theo-Richter-Preis

Der Hans-Theo-Richter-Preis wird in Zusammenarbeit mit dem Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Hildegard-und-Hans-Theo-Richter-Stiftung vergeben. Er existiert seit 1998 und wird in der Regel alle zwei Jahre verliehen. Erster Preisträger war Max Uhlig, weitere Geehrte sind Jiří Kolář (1999, Prag), Peter Graf (2001, Dresden), Thomas Ranft (2003, Chemnitz) oder Marlene Dumas (2017, Kapstadt/Amsterdam). Der Namensgeber Hans Theo Richter (1902-1969) war ein deutscher Maler und Grafiker, dessen Leben und Wirken eng mit der Stadt Dresden verbunden ist, so war er für zwei Jahrzehnte und bis zu seinem Tod Professor für Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Juli 2021 | 12:30 Uhr

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