Tipps Diese Ausstellungen sind aktuell in Sachsen zu sehen

Die Museen in Sachsen bleiben bis einschließlich Februar geschlossen. Unsere Übersicht lädt deshalb ein, verborgene Museumschätze zu entdecken und schon mal den nächsten Museumsbesuch für die Zeit nach dem Lockdown zu planen. Außerdem gibt es Tipps für virtuelle Rundgänge.

Sonderschau Sixtinische Madonna
Sachsens Kunstschätze sind derzeit nur virtuell zu betrachten. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

"800 Jahre Licht im Walde" – Ausstellung in Schloss Lichtenwalde

Ein Besuch im Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz ist immer ein lohnenswerter Ausflug. Allein schon wegen des eindrucksvollen Barockgartens, aber auch wegen des Museums im aufwendig sanierten Schloss selbst. Eine Schatzkammer, in der man sinnlich inszeniert Kunst- und Kultobjekte aus Nepal, Tibet, China und Japan sowie aus Westafrika bewundern kann. Was bisher jedoch fehlte, war eine umfassende Darstellung der wechselhaften Schloss- und Parkgeschichte. Jetzt endlich widmet sich eine Sonderausstellung dieser Reise durch "800 Jahre Licht im Walde".

Informationen zur Ausstellung: "800 Jahre Licht im Walde"
Sonderausstellung im Schloss Lichtenwalde

17. Oktober 2020 bis 26. September 2021

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr


Dresden: "ROT, GELB, BLAU"

Farbe ist für Mark Lammert plastische Masse; ein Mittel, um die Grenzen der Malerei zu erforschen. Aus Menschen werden dabei Torsi. Figürlich oder abstrakt, das ist hier nicht seine Frage. Um Sein oder Nicht-Sein geht es Mark Lammert! Der Zeichner, Maler und Bühnenbildner wurde 1960 in Ostberlin geboren und gilt heute als einer der prägendsten Künstler seiner Generation. Seine Werke sind derzeit in der Schau "ROT, GELB, BLAU" im Leonhardi-Museum Dresden zu sehen.

Informationen zur Ausstellung Mark Lammer: "Rot, Gelb, Blau"
Bis 28. Februar 2021

Leonhardi-Museum Dresden
Grundstraße 26
01326 Dresden

Öffnungszeiten
Di - Fr: 14-18 Uhr
Sa / So : 10-18 Uhr

Mark Lammert war von 1989 bis 1992 Meisterschüler von Werner Stötzer an der Berliner Akademie der Künste. Heute bildet er selbst Studenten und Studentinnen aus, als Professor an der Universität der Künste Berlin.


Dresden: "Eine Million Rosen für Angela Davis"

Die Ausstellung "Eine Million Rosen für Angela Davis" ist in der Kunsthalle Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse zu sehen. Erzählt wird die Geschichte der amerikanischen Philosophie-Professorin, die vor 50 Jahren weltweit bewundert und unterstützt wurde. Der Black-Power-Bewegung nahe stehend, setzte sie sich gegen Gewalt und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in den USA ein. Die Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler u.a. von Basquiat geht der Frage nach Engagement und Hoffnung aus vielen Perspektiven nach.

Informationen zur Ausstellung "Eine Million Rosen für Angela Davis"
10.10.2020-24.01.2021

Öffnungszeiten
täglich 11-17 Uhr, Montag geschlossen

Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden
Georg-Treu-Platz 1
01067 Dresden


Leipzig: "Fantastische Tierwelten"

Zu sehen ist ein Chinesischer Papierdrachen ebenso wie der Grüffelo. Fabelhafte Tierwesen päsentiert diese Familienausstellung im Völkerkundemuseum des GRASSI. Kombiniert werden Objekte aus den Sammlungen mit Elementen aus Mythologie oder Popkultur. Ein Kinderkuratorium hat die Ausstellungsobjekte kommentiert und ein umfangreiches Begleitporgramm gibt es auch zur Schau. Entstanden ist es in Kooperation mit dem Verein für Vergleichende Mythologie e.V., den Lesepat_innen vom LeseLust e.V., dem Leipziger Wildpark und dem Leipziger Furry-Stammtisch.

Informationen zur Ausstellung "Fantastische Tierwelten"
01.10.2020-17.01.2021

Öffnungszeiten:
täglich 10-18 Uhr, Montag geschlossen

GRASSI Museum Leipzig
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig


Dresden: Die Welt hinter Gittern

Die Sonderausstellung "Im Gefängnis – Vom Entzug der Freiheit" in Dresden zeigt, wie sich Menschen hinter Gittern einrichten. Ihr Alltag wird bestimmt von Macht, Gewalt und Kreativität – wie skurrile Exponate zeigen, etwa ein Schachspiel aus Seife oder ein selbstgebautes Handy-Ladegerät. Darüber hinaus sind Fotografien aus dem Gefängnisalltag und über Gefängnisarchitektur zu sehen, Besucher können Videointerviews sehen, zum Beispiel mit einem Rechtswissenschaftler über das Thema Resozialisierung. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée des Confluences Lyon und dem Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum Genf – bis Ende Mai macht sie in Dresden Station.

Informationen zur Ausstellung Ausstellung "Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit"
26. September bis 31. Mai 2021

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden


Dresden: "Inspiration Handwerk"

Welchen Wert hat das mit der Hand gefertigte Werk in unserer schnellen, digitalen Welt? Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen dem Handwerk eine eigene Sonderausstellung und versammeln dafür kunstvolle historische Exponate aus den eigenen Beständen und zeitgenössisches Handwerk. Im Japanischen Palais sind u.a. wunderschöne Kunstblumen, die Geschichte des Blaudrucks und faszinierende Videoinstallationen zum handwerklichen Prozess zu sehen, die sichtbar machen, wie nah Handwerk und Kunst beieinander liegen.

Informationen zur Ausstellung "Inspiration Handwerk"

5. September 2020 bis 21. Februar 2021

Japanisches Palais
Palaisplatz 11
01097 Dresden


"Krieg Macht Nation" im Militärhistorischen Museum Dresden

Zum 150. Jahrestag des deutsch-französischen Krieges zeigt das Militärhistorische Museum Dresden mit "Krieg Macht Nation" eine Schau über den kriegerischen Weg, der zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches führte. Und die Ausstellung verdeutlicht: Die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich waren auch Kriege der Bilder. Medien spielten eine große Rolle, genauso wie Waffentechnik, Eisenbahnen und Telegrafen.

Informationen zur Ausstellung: "Krieg Macht Nation" im
Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden

Zu sehen bis zum 31. Januar 2021

MHM
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden


Japanisches Palais Dresden: "Tot wie ein Dodo" zeigt Artensterben

Die Ausstellung "Tot wie ein Dodo" in Dresden zeigt die Ausrottung von Tierarten durch den Menschen, von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Bis zu einer Million der weltweit geschätzten acht Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht, so der Bericht des Weltbiodiversitätsrats aus dem Jahr 2019. Arten wie der Dodo, die Stellersche Seekuh oder der Riesenalk sind für immer verloren.

Informationen zur Ausstellung "Tot wie ein Dodo - Arten.Sterben.Gestern.Heute."

3. Juli 2020 bis 17. Januar 2021

Japanisches Palais
Palaisplatz 11 01097 Dresden


Hygiene-Museum Dresden: Ausstellung zum Essen der Zukunft

Essen gehört in unserer Gesellschaft inzwischen zum Lifestyle, volle Teller zählen zu den beliebtesten Motiven in sozialen Netzwerken. Die Ausstellung "Future Food" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden befasst sich mit vielen Aspekten des Essens und seiner gesellschaftlichen Rolle. Vor allem aber geht es um die Frage, wie sich unser Essverhalten in Zukunft ändern könnte – oder ändern müsste, damit die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann.

Informationen zur Ausstellung "Future Food. Essen für die Welt von morgen"

30. Mai 2020 bis 21. Februar 2021

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Museums- und Ausflugstipps für Sachsen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 10. Dezember 2020 | 17:10 Uhr