Trauer Thüringer Künstler Hans-Peter Mader gestorben

Der Thüringer Künstler Hans-Peter Mader.
Der Thüringer Künstler Hans-Peter Mader stellte weltweit bei über 150 Ausstellungen aus. Bildrechte: Grafikmuseum Stiftung Schreiner

Der Künstler Hans-Peter Mader aus Hohenfelden ist tot. Wie die Thüringer Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte starb Mader am 24. August. Erst wenige Tage zuvor, am 16. August, wurde der Künstler 70 Jahre alt.

Über Thüringens Grenzen hinaus bekannt

Blick in die Ausstellung "Durchsichten - Einblicke" im Museum für Angewandte Kunst in Gera, die am 17.02.2004 eröffnet wird (Aufnahme vom 16.02.2004). Im Vordergrund ein Kugelobjekt aus Keramik von Hans-Peter Mader aus dem Jahr 1992.
Mit seinen einzigartigen Keramik-Arbeiten zog der Thüringer Künstler viel Aufmerksamkeit auf sich. Bildrechte: dpa

Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff bezeichnete Mader als einen der "bedeutendsten Künstler Thüringens". Mader war in vielen Bereichen tätig, unter anderem als Architekt, Landschaftsgestalter und Restaurator. Besonders viel Aufmerksamkeit erlangte er für seine individuellen Keramiken: Er arbeitete mit traditionellen japanischen Technik des Raku-Brandes, mit der er geometrische Keramik-Formen herstellte. Diese bearbeitete er mit Malereien und Ritztechnicken weiter. So entstand eine einzigartige Spannung von klarer Form und naturnahen Mustern. Damit habe er weit über die Grenzen des Freistaates hinaus Menschen mit "seinem vielfältigen keramisch-plastischen Schaffen" Menschen erreicht, so Hoff weiter.

Über 150 Ausstellungen weltweit

Hans-Peter Mader wurde 1951 im thüringischen Nordhausen geboren. Er ließ sich zunächst in Weimar zum Architekten ausbilden und studierte später an der Berliner Kunsthochschule Weißensee Plastik und Keramik. Seine Arbeiten wurden in mehr als 150 Ausstellungen weltweit gezeigt und sind in Thüringen auch im öffentlichen Raum zu finden. In Hohenfeld hatte sich der Künstler mit seiner Frau ein Atelier eingerichtet und auf dem Gelände seine eigenen Arbeiten gezeigt. Der Garten und sein Schauraum war "ein lebendiger und sehr persönlicher Ort der Kunst und der Begegnung, den ich stets als Bereicherung empfunden habe", erklärt Benjamin-Immanuel Hoff in seiner Beileids-Bekundung.

Kunst in Thüringen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 01. September 2021 | 15:30 Uhr

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