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Ostberlin, Ostdeutschland, 1964, aus der Serie Die Deutschen, Bromsilbergelatine-Abzug, Vintage Print Bildrechte: René Burri / Magnum Photos

EmpfehlungenSehenswerte Ausstellungen in Thüringen – von Malerei über Bauhaus bis Fotografie

21. November 2023, 11:13 Uhr

Unsere aktuellen Tipps für Ausstellungen in den Museen von Thüringen: In Erfurt zeigt die Kunsthalle 200 Arbeiten des Schweizer "Magnum"-Fotografen René Burri, der sich über Jahrzehnte den Deutschen widmete, auf dem Petersberg fängt eine Austellung das Nachtleben ein, und in Apolda sind Druckgrafiken von Marc Chagall zu sehen. Unsere Übersicht mit aktuellen Empfehlungen enthält auch Service-Informationen für Ihren Besuch, wie Adressen, Eintrittspreise und Öffnungszeiten.

Erfurt: Fotograf René Burri blickt auf "Die Deutschen" | bis 11. Februar 2024

Zahlreiche historische Schlüsselmomente des 20. Jahrhunderts hat der Schweizer Magnum-Fotograf René Burri (1933–2014) mit seiner Kamera festgehalten. Mit seinen ikonischen Schwarz-weiß-Porträts von Pablo Picasso oder Che Guevara wurde er weltbekannt. In der Erfurter Kunsthalle ist nun seine weniger bekannte Werkserie "Die Deutschen" zu sehen. Sein unbefangener Blick auf das damals frisch geteilte Deutschland und seine fotografische Bestandsaufnahme der Nachkriegszeit wurden damals etwas unterkühlt aufgenommen. Zeit für einen neuen Blick auf sein Werk, passend zu den aktuellen Debatten um Identität in Ost und West.

Service-Informationen zur Ausstellung

"René Burri: In Deutschland"
Bis zum 11. Februar 2024

Kunsthalle Erfurt
Fischmarkt 7
99084 Erfurt

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag von 11 bis 22 Uhr
Geschlossen am 24. und 31. Dezember, am 25. Dezember und am 1. Januar von 13 bis 18 Uhr
Geöffnet am 26. Dezember von 11 bis 18 Uhr geöffnet

Eintritt
Erwachsene: 6 Euro
Ermäßigte: 4 Euro

Am ersten Dienstag im Monat ist der Eintritt frei.

Nach dem 11. Februar soll die Ausstellung in weiteren Museen in Deutschland und Frankreich Station machen.

Apolda: Druckgrafiken von Marc Chagall | bis 17. Dezember 2023

Der Künstler Marc Chagall (1887-1985) wurde im russischen Witebsk geboren, doch Paris wurde seine große Liebe. Hier fand seine Kunst zu ihrer Blüte und es gelang ihm, sein jüdisches Erbe mit den Formen und der Ausdruckskraft der Moderne zu verbinden. Chagalls späte Lithografien gehören zum umfassendsten und bedeutendsten druckgrafischen Werk der Moderne neben Picasso. Das Kunsthaus Apolda zeigt unter dem Titel "Marc Chagall. Von Witebsk nach Paris" das druckgrafische Spätwerk des Künstlers und präsentiert circa 70 Grafiken aus den Jahren 1952 bis 1985.

Service-Informationen zur Ausstellung

"Marc Chagall. Von Witebsk nach Paris"
17. September bis 17. Dezember 2023

Kunsthaus Apolda
Bahnhofstraße 42, 99510 Apolda

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 8 Euro

Erfurt: Ausstellung über Nachtleben und Drogenkonsum | bis 10. Dezember 2023

Eine Sonderausstellung in der Defensionskaserne auf dem Erfurter Petersberg widmet sich den Gefahren des Rauschmittelkonsums. Die Ausstellung mit dem Titel "On a Night Trip" beschäftigt sich unter anderem mit dem Nachtleben in Clubs. Es ist das erste Projekt der im vorigen Jahr gegründeten Stiftung "Haus der Versuchungen". Die Stiftung hat sich auf die Fahnen geschrieben, junge Menschen aufzuklären – mit Hilfe von Wissenschaft und Kunst. Bis 2026 soll in Erfurt ein Ausstellungshaus der Stiftung entstehen.

Die Ausstellung "On a NIght Trip" beschäftigt sich mit dem Nachtleben. Bildrechte: Alona Rodeh, VG Bild-Kunst, Bonn, 2023

Gezeigt werden unter anderem 40 Exponate internationaler Künstler, darunter Fotografien, Installationen und Skulpturen. Mit VR-Brillen können Besucherinnen und Besucher außerdem eine virtuelle Party feiern und erleben, wie ein Abend mit oder ohne Alkoholkonsum verlaufen kann.

Service-Informationen zur Ausstellung

"On a Night Trip – zwischen Glücksgefühl und Absturz?"
20. Oktober bis 10. Dezember 2023

Defensionskaserne Petersberg
Petersberg 15,
99084 Erfurt

Öffnungszeiten:
Mittwoch und Freitag bis Montag: 11 bis 18 Uhr, Donnerstag: 11 bis 20 Uhr,
Dienstag geschlossen, für Schulklassen geöffnet ab 9 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 10 Euro, Ermäßigt 7 Euro, Schüler*innen3 Euro

Gotha: "Die Beredsamkeit der Dinge. Talking Heads" | bis 31. März 2024

Museum meets Literatur lautet das Motto des Formats "Die Beredsamkeit der Dinge" im Herzoglichen Museum auf Schloss Friedenstein in Gotha. Mit den "Talking Heads" von Elisabeth R. Hager geht die literarische Intervention in die zweite Runde. Die österreichische Schriftstellerin hat acht Museumsexponaten eine Stimme verliehen und poetische Objekttexte verfasst. Die Besucher*innen erfahren in den klugen und witzigen Klangkunstwerken etwa, was das Gothaer Liebespaar, die Mumie der Tjen Tjen, Christoph Willibald Gluck oder Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha zu erzählen haben. Begonnen hat die Reihe 2022 mit den Text-Installationen von Miku Sophie Kühmel.

Das Herzogliche Museum Gotha zeigt "Talking Heads" von Elisabeth R. Hager. Bildrechte: imago/imagebroker

Service-Informationen zur Ausstellung

"Die Beredsamkeit der Dinge. Talking Heads von Elisabeth R. Hager"
1. November 2023 bis 31. März 2024

Herzogliches Museum Gotha
Schloss Friedenstein
Schlossplatz 1
99867 Gotha

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (November bis März: bis 16 Uhr)
An Feiertagen geöffnet, 24. und 31. Dezember geschlossen.

Eintritt:
regulär 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei

Barrierefreiheit:
Im Museum steht ein Aufzug zur Verfügung, die Rundgänge sind barrierefrei. In den historischen Bauten gibt es kleinere Einschränkungen.

Gotha: "Tierisch modern" – Porzellanfiguren | bis 21. April 2024

In der Loggia des Herzoglichen Museums in Gotha tümmelt sich ein porzellanener Zoo: Die Schau "Tierisch modern!?" zeigt Objekte aus der Gothaer Porzellanmanufaktur Pfeffer, die im Jahr 1892 begründet wurde und bis 1942 bestand. Die nach Art der Königlichen Porzellanmanufaktur Kopenhagen gestalteten Tierfiguren machten das Gothaer Unternehmen auch im Ausland bekannt. Doch die Produktpalette von Pfeffer umfasste neben Tierfiguren auch Vasen, Jardinieren, Bonbonnieren und andere Zierporzellane im modernen Geschmack. Die Schau zeigt die jüngsten Schenkungen und die Neuzugänge, der noch immer wachsenden Sammlung. Ergänzt werden diese durch ausgewählte Figuren und Gefäße aus älterem Sammlungsbestand.

Ein asiatischer Elefant, hergestellt in der Porzellanmanufaktur Pfeffer in Gotha. Bildrechte: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Foto: Agnes Strehlau

Service-Informationen zur Ausstellung

"Tierisch modern!? Tierfiguren und Gefäße der Porzellanmanufaktur Pfeffer Gotha"
25. Oktober 2023 bis 21. April 2024

Herzogliches Museum, Loggia
Schlossplatz 2
99867 Gotha

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr (November bis März: bis 16 Uhr)
montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet

Eintritt:
regulär 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre: frei

Barrierefreiheit:
Im Museum steht ein Aufzug zur Verfügung, die Rundgänge sind barrierefrei. In den historischen Bauten gibt es kleinere Einschränkungen.

Weimar: Nietzsches Privatgegenstände | bis 15. Januar 2024

Die Klassik Stiftung Weimar zeigt private Einrichtungsgegenstände von Friedrich Nietzsche und seiner Schwester Elisabeth. Nach Angaben der Stiftung wurden sie dafür nicht restauriert und werden in Transportkisten präsentiert. Neben dem Einblick in Nietzsches Privatleben soll die Ausstellung auch die Frage thematisieren, wie mit diesem wissenschaftlich nicht aufgearbeiteten Bestand umgegangen werden soll.

Service-Informationen zur Ausstellung

"Nietzsche privat. Eine (un)mögliche Ausstellung"
25. August 2023 bis 15. Januar 2024

Museum Neues Weimar
Jorge-Semprún-Platz 5
99423 Weimar

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag 9:30 bis 18 Uhr

Eintritt:
Erwachsene 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Schüler*innen von 16 bis 20 Jahre 3 Euro

Barrierefreiheit:
Zugang mit Rollator oder Rollstuhl ist möglich, ein barrierefreies WC ist vorhanden.

Weimar: "Wohnen zwischen Sehnsucht und Krise" | bis 29. Januar 2024

Das Bauhaus-Museum widmet sich anlässlich des neuen Themenjahres der Klassik Stiftung Weimar der Frage, wie wir zukünftig wohnen wollen. In der Ausstellung "Wege nach Utopia. Wohnen zwischen Sehnsucht und Krise" sind Themen wie Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zentral. Es werden etwa ausgewählte historische Bauhaus-Objekte mit aktuellen Herausforderungen rund um das Wohnen konfrontiert. Außerdem beleuchten Installationen, Fotografien und Filme ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Hintergründe zum Wohnen und guten Leben.

Im Bauhaus-Museum Weimar widmet sich eine Ausstellung dem Wohnen zwischen Sehnsucht und Krise. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Service-Informationen zur Ausstellung

"Wege nach Utopia. Wohnen zwischen Sehnsucht und Krise"
Ausstellung vom 1. April 2023 bis 29. Januar 2024

Bauhaus-Museum Weimar
Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar

Öffnungszeiten:
Täglich von 9:30 Uhr bis 18 Uhr, Dienstags geschlossen

Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 7 Euro, Schüler 4 Euro

Begleitprogramm und andere Informationen

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Dieses Thema im Programm:MDR KULTUR - Das Radio | 11. Juli 2023 | 12:40 Uhr