Theresia Enzensberger
Schriftstellerin Theresia Enzensberger Bildrechte: dpa

Architektur Theresia Enzensberger fordert mehr sozialen Wohnungsbau von Architekten

Theresia Enzensberger
Schriftstellerin Theresia Enzensberger Bildrechte: dpa

Die Autorin Theresia Enzensberger bedauert, dass sich die Architektur zu wenig mit sozialem Wohnungsbau beschäftigt. Das sagte sie MDR KULTUR. Enzensberger, die Tochter des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger, beschäftigte sich in ihrem Debüt-Roman "Blaupause" (2017) mit der Geschichte des Bauhauses. Das 100. Jubiläum der Architektur- und Kunstschule in diesem Jahr könne aus ihrer Sicht ein Anlass sein, sich auf eine wesentliche Idee des Bauhauses zurückzubesinnen: Wohnraum für alle zu schaffen.

Künstlerisches Genie auf sozialen Wohnungsbau anwenden

"Ich hab immer das Gefühl, die Studenten beschäftigen sich immer sehr intensiv mit sozialem Wohnungsbau und sobald sie dann aber ihre Karriere antreten als Architekten, dann geht es eben doch wieder darum, die Philharmonie zu bauen und nicht darum, den nächsten Sozialbau zu bauen", so Enzensberger. "Das finde ich sehr schade. Und wenn das Bauhausjahr dazu beitragen kann, dass sich das ändert, dass man sich zurückbesinnt, das fänd ich toll. Darauf dass man vielleicht, wenn man sich schon für ein künstlerisches Genie hält, sein künstlerisches Genie auf die sozialen Bauten anwendet."

Theresia Enzensberger wurde 1986 in München geboren und hat Film und Filmwissenschaft in New York studiert. 2011 zog sie zurück nach Berlin, wo sie seitdem als Journalistin und Autorin tätig ist. Enzensberger gründete 2014 das "Block Magazin" und schreibt u.a. für die "Zeit", für "Monopol" und die FAS.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | MDR KULTUR-Café | 10. Februar 2019 | 12:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Februar 2019, 04:00 Uhr