Der Menschenrechtsaktivist, Peter Steudtner.
Der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner Bildrechte: dpa

Friedensfilmpreis 2018 Nach monatelanger Türkei-Haft: Steudtner wird Teil der Berlinale-Jury

Der Menschenrechtsaktivist, Peter Steudtner.
Der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner Bildrechte: dpa

Nachdem der Menschenrechtsaktivist Peter Steudtner monatelang in der Türkei gefangen gehalten wurde, wird er nun Teil der Berlinale-Jury. Er wird mitentscheiden, an wen der Friedensfilmpreis 2018 gehen wird. Das gaben die Initiatoren des Preises am Dienstag in Berlin bekannt: Die Heinrich Böll-Stiftung, der Weltfriedensdienst und die Friedensinitiative Zehlendorf. Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 25. Februar in Berlin verliehen. Auswählen wird die siebenköpfige Jury aus insgesamt 50 Filmen.

Über Peter Steudtner

Peter Steudtner arbeitet als Berater für gewaltfreie Konfliktlösungen und berät Menschenrechtsverteidiger in Sicherheitsfragen. Zudem ist er eigenen Angaben zufolge auch als Dokumentarfilmer und -fotograf tätig: im Bereich Landgrabbing (illegale Aneignung von Land) und Menschenrechte, vor allem im Süden Afrikas.

Steudtner hatte im Sommer 2017 in der Türkei als Referent an einem Workshop für Menschenrechtsorganisationen teilgenommen. Anfang Juli war er dann in Istanbul verhaftet worden und saß bis Ende Oktober mit weiteren Menschenrechtsverteidigern wegen des Verdachts der Terrorunterstützung in türkischer Untersuchungshaft. Der Prozess gegen ihn wird in seiner Abwesenheit fortgesetzt.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | MDR KULTUR am Nachmittag | 09. Januar 2018 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Januar 2018, 14:49 Uhr

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