Sandra Hüller beim 29. Filmfest in Wroclaw.
Die Schauspielerin Sandra Hüller entscheidet mit, wer bei der 69. Berlinale einen Bären gewinnt. Bildrechte: IMAGO

69. Internationale Filmfestspiele Berlin Schauspielerin Sandra Hüller in Berlinale-Jury berufen

Sandra Hüller beim 29. Filmfest in Wroclaw.
Die Schauspielerin Sandra Hüller entscheidet mit, wer bei der 69. Berlinale einen Bären gewinnt. Bildrechte: IMAGO

Die Schauspielerin Sandra Hüller ("Toni Erdmann" ist in diesem Jahr Mitglied der Berlinale-Jury. Das gab Festivaldirektor Dieter Kosslick am Dienstag in Berlin bekannt. Nach 18 Jahren feiert Kosslick beim diesjährigen Filmfest seinen Abschied.

Hüller wurde an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" ausgebildet. 2006 gewann sie für ihre Rolle in "Requiem" von Hans-Christian Schmid den Silbernen Bären als beste Darstellerin sowie den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis. Für Maren Ades "Toni Erdmann", der 2016 im Wettbewerb von Cannes lief, bekam sie den Europäischen, den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis und war für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Im vergangenen Jahr war sie mit Thomas Stubers "In den Gängen" im Berlinale-Wettbewerb vertreten.

Juliette Binoche ist Jury-Chefin

Den Vorsitz der Internationalen Jury hat die französische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche, bekannt für ihre Rollen in "Der englische Patient" und "Chocolat". Neben Hüller stehen der 54-Jährigen vier weitere Mitglieder zur Seite: der US-Filmkritiker der "Los Angeles Times", Justin Chang, der chilenische Regisseur Sebastián Lelio, der leitende Filmkurator des Museum of Modern Art in New York, Rajendra Roy, sowie die britische Schauspielerin und Filmproduzentin Trudie Styler. 

Auch wurden am Dienstag die Preisträger der "Berlinale Kamera" verkündet. Damit zeichnet die Berlinale Persönlichkeiten und Institutionen aus, denen sie sich besonders verbunden fühlt. Eine Kamera ging an die belgische Filmemacherin Agnes Varda, die "Varda par Agnès" im Wettbewerb außer Konkurrenz präsentiert. Auch der langjährige Leiter der Berlinale-Sektion Panorama, Wieland Speck, wurde gewürdigt. Weitere Kameras erhielten der frühere Defa-Regisseur und Drehbuchautor Herrmann Zschoche und die Gründerin des "Independent Filmmaker Project" in den USA, Sandra Schulberg.

Filme von Akin und Ozon sind mit dabei

Bei der 69. Berlinale gehen 17 Filme aus aller Welt ins Rennen um die Preise. Außerdem laufen sechs weitere Filme auf dem Festival außer Konkurrenz. Im Wettbewerb sind unter anderem "Der Goldene Handschuh" von Fatih Akin, "Der Boden unter den Füßen" der österreichischen Regisseurin Marie Kreutzer, "By the Grace of God" von Francois Ozon und der chinesische Film "So Long, my Son" von Wang Xiaoshuai. Außer Konkurrenz läuft unter anderem der Dokumentarfilm "Amazing Grace" von Alan Elliot und "Farewell to the Night" von André Téchiné mit Catherine Deneuve. Die Berlinale findet vom 7. bis zum 17. Februar statt.

Alle Berlinale-Filme im Wettbewerb
So Long, my Son (China) Wang Xiaoshuai
Der Boden unter meinen Füßen (Österreich) Marie Kreutzer
Elisa y Marcela (Spanien) Isabel Coixet
God Exists, Her Name is Petrunija (Mazedonien/Belgien/Slowenien/Kroatien/Frankreich) Teona Strugar Mitevska
Ich war zuhause, aber (Deutschland/Serbien) Angela Schanelec
A Tale of Three Sisters (Türkei/Deutschland/Niederlande/Griechenland) Emin Alper
Mr. Jones (Polen/Großbritannien/Ukraine) Agnieszka Holland
Öndög (Mongolei) Wang Quan'an
Ghost Town Anthology (Kanada) Denis Côté
Synonyms (Frankreich/Israel/Deutschland) Nadav Lapid
Systemsprenger (Deutschland) Nora Fingscheidt
The Kindness of Stangers (Dänemark/Kanada/Schweden/Frankreich) Lone Scherfig
Out Stealing Horses (Norwegen/Schweden/Dänemark) Hans Petter Moland
One Second (China) Zhang Yimou
Der Goldene Handschuh (Deutschland/Frankreich) Fatih Akin
Piranhas (Italien) Claudio Giovannesi
By the Grace of God (Frankreich) Francois Ozon

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 29. Januar 2019 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 13:18 Uhr

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