Filmplakat zum Film ''Psycho'' von Alfred Hitchcock.
Szene aus dem Film "Psycho". Wer diesen Film gesehen hat, muss damit rechnen, unter der Dusche ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Bildrechte: imago/United Archives International

Nichts für schwache Nerven! Diese Horrorfilme muss man gesehen haben

Halloween am 31. Oktober ist vor allem für Kinder ein Highlight, die dann kostümiert auf der Jagd nach Süßigkeiten von Haus zu Haus ziehen und "Süßes oder Saures" rufen. Erwachsene können sich ganz bequem zu Hause gruseln – mit den passenden Horrorfilmen. Wie wär's zum Beispiel mit "Psycho" von Alfred Hitchcock, "Shining" mit Jack Nicholson oder John Carpenters "Halloween", dessen Fortsetzung gerade im Kino läuft? Aber Vorsicht: Diese Filme sind nichts für schwache Nerven!

von Thomas Hartmann und Eileen Buck, MDR KULTUR

Filmplakat zum Film ''Psycho'' von Alfred Hitchcock.
Szene aus dem Film "Psycho". Wer diesen Film gesehen hat, muss damit rechnen, unter der Dusche ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Bildrechte: imago/United Archives International

Psycho

Filmszene aus Psycho in Schwarzweiß. Ein Mann steht mit dem Rücken zur Kamera neben einem alten Haus.
Das gruselige Heim von Norman Bates und seiner Mutter, die ein Motel betreiben. Bildrechte: imago/United Archives International

Mit "Psycho" aus dem Jahr 1960 hat Alfred Hitchcock Filmgeschichte geschrieben. Der Klassiker wurde vom American Film Institute 2001 auf Platz Eins der 100 besten amerikanischen Thriller gewählt und sorgt auch Jahrzehnte nach seinem Erscheinen für Schauerstimmung unter der Dusche.

Der Grund: Die weibliche Hauptfigur, die eigentlich nur eine Nacht in einem Motel verbringen will, wird von dem nach außen hin harmlos wirkenden Motelbesitzer und Serienmörder Norman Bates (Anthony Perkins) unter der Dusche erstochen. Eine Szene, die zu den meistzitierten der Filmgeschichte gehört. Nicht weniger Gänsehaut verursacht die mysteriöse Figur hinter dem Fenster des Hauses auf dem Hügel ...


Shining

Filmszene aus The Shining
Jack Nicholsons berühmtes diabolisches Grinsen in "Shining" Bildrechte: imago/ZUMA Press

"Shining" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Darum geht's: Ein Schriftsteller übernimmt in Stanley Kubricks Film aus dem Jahr 1980 den einsamen Winterdienst in einem Hotel in Colorado, nur Frau und Sohn begleiten ihn. Ungefährlich ist das nicht, wie man gleich zu Beginn erfährt. Bei dem Job soll schon einer durchgedreht und Amok gelaufen sein. Und die Dinge scheinen sich zu wiederholen. Jack (schaurig gut gespielt von Jack Nicholson) fällt allmählich dem Wahnsinn anheim und eröffnet die intensive, haarsträubende Jagd auf den eigenen Anhang. Nicholson darf sich darin so richtig diabolisch geben. Dazit: "Shining" ist ein horribles Meisterwerk.

Jack, fass mich nicht an. - Ich fass Dich nicht an. Wendy, Schätzchen, du Licht meiner Lebensfreude. Ich werde dich nicht anfassen, ich werde dir bloß den Schädel zertrümmern. Ich werde dir bloß den Kopf abhacken.

Jack Nicholson im Film "Shining"

Halloween

Jamie Lee Curtis in Halloeween
Eigentlich wollte Jamie Lee Curtis in "Halloween" nur ein bisschen Babysitten. Bildrechte: IMAGO

Zu Halloween darf auch der gleichnamige Filmklassiker von John Carpenter (gruselig ist auch Carpenters Filmmusik) nicht fehlen. 1978 kam der erste Teil der Filmreihe um den Serienmörder Michael Myers unter dem Titel "Halloween – Die Nacht des Grauens" ins Kino und ließ nicht nur Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Mit gerade einmal rund 325.000 US-Dollar produziert, spielte der Schocker allein in den USA über 47 Millionen Dollar ein.

Darum geht's: Im Alter von sechs Jahren ermordet Michael Myers an einem Halloweenabend seine 17-jährige Schwester und wird daraufhin in eine Psychiatrie eingeliefert. Aus dieser gelingt ihm mit 21 Jahren die Flucht. Myers kehrt in seinen Heimatort Haddonfield zurück und treibt erneut sein mörderisches Unwesen. Sein gruseliges Markenzeichen: Eine weiße Maske im Gesicht. Gekonnt spielt der Film mit den Urängsten, beobachtet und verfolgt zu werden – und das ist auch bei der Fortsetzung des Streifens, der gerade im Kino läuft, nicht anders.


From Dusk Till Dawn

Szene aus From Dusk till Dawn
Salma Hayek als verführerische Blutsaugerin in "From Dusk Till Dawn" Bildrechte: imago/ZUMA Press

Vampire hausen nicht in transsylvanischen Schlössern, und sie wabern nicht traurig in der Gegend herum. Sie jobben als Musiker oder als Striptease-Tänzerinnen (wie Salma Hayek), um in Schuppen wie dem "Titty Twister" Frischblut einzufahren. So erklärt es der Film "From Dusk Till Dawn" aus dem Jahr 1996 von Regisseur Robert Rodriguez.

Natürlich haben George Clooney, Quentin Tarantino oder Harvey Keitel in den Hauptrollen wenig Lust, als Vampirfutter zu enden. Und so starten sie die Gegenwehr: Köpfe fliegen, Arme werden abgerissen, alles ist rechtschaffend brutal und gleichzeitig brüllend komisch. Lustvoll greift Regisseur Rodriguez in die Magengrube des Zuschauers und rührt die B-Movie-Filmgeschichte durcheinander.


Bram Stoker's Dracula

Szene aus Bram Stoker´s Dracula.
Gary Oldman als in die Jahre gekommener, aber nach wie vor blutdurstiger Dracula Bildrechte: imago/Cinema Publishers Collection

Der Figur von Graf Dracula haben sich filmisch schon viele angenommen. 1992 kam "Bram Stoker's Dracula" von Regisseur Francis Ford Coppola in die Kinos. In den Hauptrollen: Gary Oldman ans Dracula, Winona Ryder als des Grafen Angebetete Mina und Anthony Hopkins als Vampirjäger Van Helsing. Diese Verfilmung des Romans "Dracula" von Abraham "Bram" Stoker gilt als die werktreueste.

Der Film erzählt, wie sich der siebenbürgische Prinz Dracul nach dem Selbstmord seiner Frau Elisabeta verzweifelt vom Christentum abwendet und dafür mit Unsterblichkeit und dem unstillbaren Durst nach Blut verdammt wird. Als Jahrhunderte später ein englischer Anwalt (Keanu Reeves) nach Transsilvanien reist, um mit dem Grafen Immobiliengeschäfte abzuschließen, sieht dieser ein Foto der Verlobten des Anwalts. Mina sieht Elisabeta verblüffend ähnlich, was die jahrhundertealte Liebe des Grafen neu entflammt ...


Black Swan

Natalie Portman in Black Swan.
Natalie Portman gewann 2011 mit "Black Swan" den Oscar als beste Schauspielerin Bildrechte: imago/ZUMA Press

"Black Swan" ist ein Film aus dem Jahr 2010 von Darren Aronofsky. Darum geht's: Für Tänzerin Nina (gespielt von Natalie Portman, die für ihre Darstellung mit dem Oscar ausgezeichnet wurde) wird ein Traum wahr: Sie bekommt die Hauptrolle in Schwanensee. Aber das bedeutet, zwei Charaktere auf die Bühne bringen zu müssen: den unschuldigen weißen Schwan, und das perfide Gegenstück: den Schwarzen. Aber es gibt Zweifel, dass Nina diesen schwarzen Schwan, "Black Swan", überzeugend verkörpern kann.

Für Nina beginnt eine zerstörerische Tortur. Der Druck, die echte wie vermeintliche Konkurrenz, die Anforderungen des Regisseurs, die Ängste, das Ausloten der eigenen Abgründe und das Einreißen der persönlichen Sicherungssysteme, all dies droht Ninas Persönlichkeit zu zerreißen. Irgendwann ist sie nicht mehr in der Lage zu unterschieden, was real ist und was nicht.


Ring – Das Original

Nicht jeder mag Horrorfilme. Sie pflanzen einem finstere Bilder in den Kopf und sorgen für unruhige Nächte. Wer ihnen allerdings aus dem Weg geht, läuft Gefahr, wirklich gute Filme zu verpassen. Zum Beispiel "Ring – Das Original" des japanischen Regisseurs Kōji Suzuki aus dem Jahr 1998. Darum geht's: Die Nichte einer Journalistin ist plötzlich verstorben.

Und die Todesursache? - Nicht bekannt. Ihr Herz hat einfach aufgehört, zu schlagen. - Vielleicht Drogen! - Nein, bei der Obduktion hat man keine gefunden. Irgendetwas hat sie erschreckt, und dann sind sie gestorben.

Aus: "Ring - Das Original"

Niemand weiß, wieso – nur Reiko Akasawa stellt rasch rasch fest, dass noch mehr Teenager ums Leben gekommen sind. Die Todesfälle hängen mit einem Video zusammen. Wer es sich anschaut, stirbt nach sieben Tagen. Für Akasawa wird es extrem wichtig, das Geheimnis dieses Videos zu lüften, weil sie es sich selbst ansieht, genauso ihr Sohn. Die Zeit also drängt, was den Film spannend macht. Fazit: "Ring" benötigt wenig Schockeffekte, aber die wenigen sitzen.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Spezial | 30. Oktober 2018 | 18:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2018, 04:00 Uhr

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