17. - 20. März Buchmesse-Absage: Stadt Leipzig fördert Alternativprogramm

Autorin Marion Brasch liest in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung.
Trotz Absage der Buchmesse soll es Lesungen in Leipzig geben (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Nach der Absage der Leipziger Buchmesse stellt die Stadt Leipzig 20.000 Euro für ein Alternativprogramm bereit. "Ich beobachte mit Freude, dass viele Lesungen trotz Absage stattfinden sollen und dass auch alternative Lösungen entstehen", sagte die Leipziger Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke am Dienstag.

Veranstaltungen von "Leipzig liest"

Mit dem Geld sollen Veranstaltungen, die ursprünglich im Rahmen des Lesefests "Leipzig liest" geplant waren und bei denen nun Finanzierungslücken auftreten, kurzfristig unterstützt werden. Das Lesefest ist traditioneller Bestandteil der Leipziger Buchmesse.

Die Förderung könne ab sofort beim Leipziger Kulturamt eingereicht werden, teilte die Stadt weiter mit. Unterstützt würden Kleinprojekte, die zwischen dem 17. und 20. März stattfinden und in freier Trägerschaft organisiert werden. Als Kleinprojekte gelten Vorhaben mit Gesamtaufwendungen bis maximal 1.500 Euro.

Weil sich zahlreiche Ausstellerinnen und Aussteller wegen der Corona-Pandemie gegen eine Teilnahme an der Leipziger Buchmesse entschieden hatten, wurde das traditionelle Frühjahrs-Branchentreffen im dritten Jahr in Folge abgesagt. Die Buchmesse sollte vom 17. bis 20. März stattfinden. Nun ist eine alternative, kleinere Veranstaltung als "Buchmesse Pop Up" in Planung. In den Jahren zuvor zog das Literaturtreffen jährlich rund 280.000 Gäste an.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 22. Februar 2022 | 13:30 Uhr

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