Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2019, Erster Tag
Bildrechte: MDR / Andreas Lander

Leipziger Buchmesse Messe-Ticker: Großer Trubel, vegane Bücher und Biermanns Oma

Am Buchmesse-Samstag strömten die Besucher bei hervorragendem Frühlingswetter in Scharen in die Messehallen. Sophie Passmann stichelte gegen "Alte weiße Männer", so auch der Titel ihres Buches. Vorgestellt wurden vegane Bücher eines Dresdner Start-Ups, die sogar ohne Holz auskommen, der "Ernährungskompass"-Autor Bas Kast rechnete mit dem Weißbrot ab. Ein 400 Seiten-Wälzer Olsenbanden-Wissen und ein Asterix-Comic auf Sächsisch versprechen ihren Liebhabern Lesespaß. Der 79-jährige Ex-SPD-Chef Franz Müntefering richtet den altersweisen Blick auf Altern und Sterben. Und Wolf Biermann singt nicht, sondern spricht über den Orgasmus von Oma Meume.

Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2019, Erster Tag
Bildrechte: MDR / Andreas Lander

18:18 Uhr | Auf in die letzte Buchmesse-Nacht

Vor wenigen Minuten haben sich die Tore der Messehallen für diesen Samstag geschlossen. Wir wünschen allen Besuchern einen unfallfreien Heimweg und allen Ticker-Lesern einen schönen Abend. Wir lesen uns morgen wieder. Wem das zu lange dauert, der kann bis dahin mit unseren Bilderstrecken die ersten drei Messetage noch einmal Revue passieren lassen.

18:12 Uhr | Schönste Cosplayer gekürt

Der Cosplay-Wettbewerb auf der Manga Comic Con ist soeben zuende gegangen und die schönsten Kostüme wurden prämiert. Es gab Preise in den Kategorien "Gruppe", "Paar" und "Einzel". Die Siegerin im Einzel (die Frau im roten Kleid) konnte sich über eine Reise nach Norwegen freuen.

Gruppenbild der Preisträger beim Cosplay-Wettbewerb
Gruppenbild der Preisträger (Plätze 1-3 in allen drei Kategorien) beim Cosplay-Wettbewerb Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof

17:46 Uhr | Ungewöhnlichster Buchtitel prämiert

In Halle 4 darf noch mal gelacht werden: Die Buchcommunity wasliestdu.de prämiert dort die ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres. Auf Platz 3 hat es "Ohne meinen Mann wäre ich glücklich verheiratet" geschafft, auf Platz 2 "Am Abgrund lässt man gern den Vortritt" und auf Platz 1 "Es hat 18 Buchstaben und neun davon sind Ypsilons". Die Frage des Abends lautet nun: Welches Wort ist wohl gemeint???

Autor Henrik Szanto mit seinem Roman „Es hat 18 Buchstaben und neun davon sind Ypsilons“
Autor Henrik Szanto hat den Roman mit dem skurillsten Buchtitel geschrieben. Bildrechte: MDR

17:23 Uhr | Schwarwel zeichnet gegen Rechts

Zum Ausklang des dritten Messetages lädt in Halle 2 der Leipziger Karikaturist Schwarwel zum Cartoon-Workshop. Eingeladen hat ihn das Aktionsbündnis "Leipzig liest weltoffen", das sich aus verschiedenen lokalen Initiativen aus der Stadt zusammensetzt und nun zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten ist. Das Bündnis wolle gegen "fremdenfeindliche und menschenfeindliche" Positionen auf der Messe die Stimme erheben, erklärt Mit-Initiatorin Anna Kaleri. Für Zeichner Schwarwel das richtige Signal: "Ich als Karikaturist bin der Meinung, dass nichts unpolitisch ist. Als die Anfrage kam, habe ich sofort zugesagt."

Schwarwel auf der Buchmesse
Cartoonist Schwarwel mit Mit-Initiatorin Anna Kaleri Bildrechte: MDR/Mareike Wiemann

17:00 Uhr | Uschi Brüning rührt die Besucher

Uschi Brüning
Uschi Brüning auf dem Blauen Sofa in der Glashalle Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof

Auf dem blauen Sofa in der Glashalle stellt Sängerin Uschi Brüning ihr Buch "So wie ich" vor. "Ich werde nicht singen", stellt sie gleich zu Beginn klar, "es sei denn, es ergibt sich aus dem Gespräch." Es dauert keine zwei Minuten, bis sie dann doch kurz singt. Die Leipzigerin spricht über Idole ("Louis Armstrong oder Armschtrong, wie spricht man den aus?"), über Singen als Traumberuf der in der Jugend ("Es ist genauso mühsam wie ein anderer Beruf") oder über ihre Eltern, denen sie für die Stimme dankbar sei. Und Brüning grüßt ihren Mann, der leider krank sei und deswegen nicht habe kommen können ("Wo ist die Kamera? Ich liebe dich!"). "Oh, ist das niedlich!", ruft eine Besucherin. 

16:42 Uhr | Wolf Biermann und der Orgasmus von Oma Meume

Wolf Biermann bewegt sich mit federnden Schritten zu seinem Sessel am MDR KULTUR-Stand, um sein autobiografisches Buch "Barbara" vorzustellen. "Gazellenartig" habe das ausgesehen, sagt Moderator Rainer Moritz bei der Begrüßung – danach sagt er erstmal lange Zeit gar nichts mehr, weil Wolf Biermann keinen Moderator braucht. Er kommt auch allein mühelos von einem Thema zum nächsten: Frauen, Sex in Diktaturen, Musen, die einen Künstler küssen müssen ("die küssen manchmal Leute, denen würde ich nicht mal die Hand geben").

Sein Buch enthalte "tolle Geschichten", die er "nicht unter einen Sargdeckel" packen wollte, sondern lieber zwischen zwei Buchdeckel: "Das hält besser, und ihr habt was davon." Es sind 18 Liebes-Novellen über Menschen, die in Biermanns Leben eine Rolle gespielt haben. Etwa über seine "Oma Meume", die "einmal in ihrem Leben einen Orgasmus erlebt habe", wie Biermann den leicht irritierten Zuhörern anvertraut. Oder über Manfred Krug, der einmal einem Trabi-Fahrer "drei Zähne ausgeschlagen" habe, weil der auf der Autobahn im Osten so langsam war. Der Trabi-Fahrer war übrigens DDR-Regimekritiker Robert Havemann. Er selbst habe immer Angst, sagt Biermann, "zu dumm, zu schwach, zu feige" zu sein, um "was Cooles" zu liefern. Dieses Mal war die Angst unbegründet.

Wolf Biermann und Rainer Moritz
Wolf Biermann und Moderator Rainer Moritz Bildrechte: MDR / Hendrik Kirchhof

16:31 Uhr | Stanišić gibt Strebertum zu

Der Autor Saša Stanišić ist in der Schule nach eigenen Angaben "ein immenser Streber" gewesen. "Ich wollte unbedingt Deutsch lernen", sagte Stanišić auf der Buchmesse. Stundenlang habe er dafür Vokabeln gepaukt. Der aus Bosnien stammende Autor war 1992 im Alter von 14 Jahren mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtet. Um diese Erfahrungen geht es auch in seinem neuen, stark autobiografisch geprägten Buch "Herkunft". "Ich werde nie wieder so ein persönliches Buch schreiben" sagte Stanišić. Für MDR KULTUR sprach Literaturredakteurin Katrin Schumacher mit Stanišić:

16:19 Uhr | Müntefering würdigt Hospiz-Bewegung

Ex-SPD-Chef Franz Müntefering ist zwar schon 79 Jahre alt – das hindert ihn aber nicht daran, sich einzumischen. Aktuell tut er dies mit seinem Buch "Unterwegs – Älter werden in dieser Zeit", das er im ARD-Forum vorstellt. Es solle kein Ratgeber sein, erklärt "Münte", er habe vielmehr seine Erfahrungen teilen wollen, wie man Lebensqualität im Alter erhalten könne: "Früher hat man immer gesagt: Älter wirst du von alleine. Aber das stimmt nicht." Die Botschaft, die der frühere Verkehrsminister in seinem Buch mitgibt, heißt dann auch: Bewegung und Begegnung. Man müsse frühzeitig soziale Kontakte abseits der Familie knüpfen, um im Alter nicht alleine zu sein. Auch das Thema Tod nimmt in Münteferings Buch Raum ein. Die Hospiz- und Palliativbewegung beschreibt er als "die schönste Bewegung, die wir derzeit haben." Für seine Worte bekommt Müntefering immer wieder Applaus – und manchen Zuschauern steht gar eine Träne im Auge.

Franz Müntefering 27 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:06 Uhr | Cosplayer auf der Buchmesse

Unser Kameramann hat sich mal unter die Cosplay-Fans auf der Manga Comic Con gemischt:

Eine Gruppe Personen in Kostümen. 2 min
Bildrechte: MDR/Mathias Braun

Unsere Kamera hat sich unter die Cosplayer auf der Leipziger Buchmesse gemischt

Sa 23.03.2019 15:56Uhr 01:30 min

https://www.mdr.de/kultur/buchmesse/audios-und-videos/video-285744.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

15:27 Uhr | 2,5 Kilo Olsenbande

Olsenbande-Chronik
Schwere Kost: Christian Monggaards Olsenbande-Chronik Bildrechte: MDR/Mareike Wiemann

Fast 400 Seiten dick und rund 2,5 Kilogramm schwer: Der dänische Filmkritiker Christian Monggaard hat der Olsenbande ein literarisches Denkmal gesetzt, das nun zur Buchmesse auch auf deutsch erschienen ist. Bei der Präsentation im überfüllten Nordischen Forum erzählt Monggaard, wieso er sich mit Egon, Benny und Kjeld beschäftigt hat: "Man sieht diese Filme nicht nur gerne, weil man sie als Kind gesehen hat. Sondern weil sie einfach solide gemacht sind." Sie sprühten über vor Erfindungslust und Humor, den Drehbuchautoren Henning Bahs und Erik Balling sei es gelungen, einen unverwechselbaren filmischen Eindruck zu hinterlassen.

15:15 Uhr | "Sgladschdglei" - Sächsischer Asterix mit Thomas Nicolai

Nach 17 Jahren ist wieder ein Asterix-Band in Sächsischer Mundart erschienen: "Sladschdglei", übersetzt vom Leipziger Komiker Thomas Nicolai. Der legt sich bei der Lesung richtig ins Zeug - ein Teil des Publikums lacht herzlich mit, und der Rest schaut einfach nur irritiert. Es gibt mittlerweile übrigens 80 Asterix-Mundart-Comics in 30 Dialekten.

14:47 | Sarah Kuttner outet sich

Das Taxi zur Messe ist den dritten Tag unterwegs - heute mit Moderatorin und Autorin Sarah Kuttner, die zugibt, gerne einkaufen zu gehen. Wenig überraschend, nur ihre bevorzugte Boutique ist ungewöhnlich.

Sarah Kuttner 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

14:02 Uhr | Magdeburg punktet olfaktorisch

Nicht nur Verlage präsentieren sich auf der Buchmesse, sondern auch Städte: Magdeburg beispielsweise lässt die "Schreibkräfte Magdeburg" zum Poetry-Jam antreten. Die Autorengruppe veröffentlicht regelmäßig eigene Texte im gleichnamigen Heft und rührt dafür die Werbetrommel: "Riecht fantastisch, ein bisschen nach Chemiedreieck, aber das passt ja zur Region!".

13:52 Uhr | Erinnerungen an '89

Der tschechische Schriftsteller Jaroslaw Rudiš, die ungarische Lyrikerin Kinga Tóth und der polnische Journalist Michal Sutowski sprechen über ihre Erinnerungen an '89. Tóth erinnert sich, dass sie damals als Kind Batman gucken wollte, aber im Fernsehen kam stattdessen etwas über Ceausescus Hinrichtung. Sutowski, Jahrgang '85, verbindet den Umbruch mit einer Erinnerung daran, wie er mit seiner Oma Schlange stand, um Schinken für Weihnachten zu kaufen. Und für Rudiš war '89 "Rock'n'Roll": die Freiheit und seine erste Reise nach Wien seien "unfassbar" gewesen. Einig sind sich die drei, dass das damalige Gemeinschaftsgefühl heute in der EU zu weit in den Hintergrund getreten sei.

Der tschechische Schriftsteller Jaroslaw Rudiš, die ungarische Lyrikerin Kinga Tóth und der polnische Journalist Michal Sutowski sprechen über ihre Erinnerungen an '89.
Der tschechische Schriftsteller Jaroslaw Rudiš, die ungarische Lyrikerin Kinga Tóth und der polnische Journalist Michal Sutowski sprechen über ihre Erinnerungen an '89. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:40 Uhr | Bas Kast rechnet mit dem Weißbrot ab

Bas Kast bei der Buchmesse
Bas Kast im Gespräch mit MDR KULTUR-Moderatorin Annette Militz Bildrechte: MDR/Mareike Wiemann

In der Glashalle gibt Bestsellerautor Bas Kast Tipps für eine Ernährung, die uns gesünder machen kann: Angelehnt an sein Buch "Der Ernährungskompass" hat er ein Kochbuch herausgebracht, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse zu gutem Essen in leckere Rezepte münden. Zum Frühstück gibts beispielsweise Vollkornbrot mit Avocado oder Beerenmüsli. Das Sonntagsbrötchen kommt dagegen nicht vor: "Wenn Sie ein Brot haben und Sie entfernen alle Nährstoffe, Mineralien und Vitamine, dann haben Sie Weißbrot. Das ist für mich kein Lebensmittel im engeren Sinne."

12:50 Uhr | Neue App erinnert an Bücherverbrennungen

Fotograf Jan Schenck auf der Leipziger Buchmesse.
Jan Schenk stellt sein Projekt vor. Bildrechte: MDR/Mareike Wiemann

Der Hamburger Fotograf Jan Schenk stellt beim Sachbuchforum sein Online-Projekt "Verbrannte Orte" vor: Seit 2014 dokumentiert er auf dem Portal deutschlandweit Orte, an denen 1933 Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Adresse, Datum und eine Beschreibung der Verbrennung werden dokumentiert, außerdem wird ein Foto des Ortes, wie er heute aussieht, hinterlegt. Schenk will so einen "persönlichen Zugang zur Geschichte" schaffen. Pünktlich zur Buchmesse gibt es "Verbrannte Orte" übrigens auch als App für’s Smartphone.

12:33 Uhr | Dresdner Verlag Matabooks stellt vegane Bücher vor

Die Firma Matabooks stellt vegane Bücher auf der Buchmesse vor
Ein Kinderbuch und das "Samenbuch" von matabooks. Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof

Im Fachforum in Halle 5 hat der Gründer von Matabooks aus Dresden, Kay Hedrich, seine veganen Bücher vorgestellt. Für herkömmliche Bücher werden verschiedene tierische Produkte verwendet, etwa in der Druckfarbe oder beim Klebstoff, erklärt Hedrich. Matabooks dagegen nutzt alternative Verfahren. Um nachhaltiger zu produzieren, verzichtet das Unternehmen außerdem auf Holz. Stattdessen wird Graspapier verwendet: Gras wächst schneller nach als Holz und muss auch nicht aus anderen Teilen der Erde importiert werden. Die Bücher des Anfang 2018 gegründeten Dresdner Start-Ups sind zu 100 Prozent kompostierbar. Neben Kinderbüchern hat Matabooks ein besonderes Gimmick im Programm: Ein "Samenbuch" – ein Notizbuch, aus dem irgendwann Wildblumen wachsen sollen, wenn man es entsorgt. Am Stand H203 in Halle 2 liegt ein Exemplar, das noch während der Messe aufblühen soll. Allerdings sei die Messe-Luft nicht ideal, sagt Hedrich. Dabei herrscht zumindest in der Glashalle inzwischen ein Klima, bei dem man vermutlich sogar Bananen züchten könnte …

12:24 Uhr | Der Ansturm

Das Leipziger Messegelände ist groß, aber wenn die Tore sich täglich um zehn Uhr öffnen, dann sind die Hallen ganz schnell prall gefüllt. Unsere Kamera war dabei:

12:08 Uhr | Cosplay-Fans machen die Messe bunt

Wie schon an den ersten beiden Tagen machen am auch Samstag die zahlreichen Cosplayer die Messehallen bunt. Unsere Fotografin war mittendrin - Viel Spaß beim Durchklicken.

Leipziger Buchmesse 2019 Im bunten Reich der Manga-Comic-Con

Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
Parallel zur Buchmesse treffen sich zehntausende Cosplayer und Fans der Manga-, Anime- und Comicszene zu ihrer eigenen Convention. Bildrechte: MDR/Jeannine Völkel
Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
Parallel zur Buchmesse treffen sich zehntausende Cosplayer und Fans der Manga-, Anime- und Comicszene zu ihrer eigenen Convention. Bildrechte: MDR/Jeannine Völkel
Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
Elfenohren und aufwendige Kleider: Hier trifft man Wesen aus einer anderen Welt. Bildrechte: MDR/Jeannine Völkel
Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
Hier treffen Superhelden aufeinander. Bildrechte: MDR/Jeannine Völkel
Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
Je detailgetreuer, desto mehr Ansehen genießt das Cosplay. Bildrechte: MDR/Jeannine Völkel
Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Die Leipziger Buchmesse 2019 | 21. März 2019 | 12:00 Uhr

Die Leipziger Buchmesse 2019: Auf der Manga-Comic-Con
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11:17 Uhr | Sophie Passmann und die alten, weißen Männer

Die Autorin Sophie Passmann auf der Buchmesse im Gespräch mit Ben Hänchen
Sophie Passmann auf der Buchmesse im Gespräch mit MDR KULTUR-Moderator Ben Hänchen. Bildrechte: MDR/Hendrik Kirchhof

Großer Andrang Bei MDR KULTUR, als Sophie Passmann über ihr Buch "Alte weiße Männer. Ein Schlichtungsversuch" spricht. Für das Buch hat sie mit einer Reihe von Männern über Feminismus gesprochen - Männer, die in die Kategorie "alt und weiß" fallen. Gemeint sei ein Habitus, der für ein "ungutes Gefühl" sorge - sie fühle sich in Anwesenheit solcher Männer nicht ernstgenommen. Sie nannte den Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann. Der habe sich im Gespräch als "noch einen Drall unreflektierter" erwiesen, als sie es ohnehin erwartet habe.

Passmanns Buch wurde zum Teil auch von Feministinnen kritisiert. Dazu sagte Passmann, sie freue sich nicht darüber, dass Feministinnen sich aneinander abarbeiteten und dabei das eigentliche Ziel aus den Augen verlören. Sie habe "mehr Bock auf Schulterschluss". Allerdings sei es ein Erfolg, dass inzwischen so viel über Feminismus geschrieben werde, "dass irgendwelche Karl-Heinze" in ihren Ferienhäusern die Zeitung aufschlügen und sich darüber ärgern müssten, so Passmann.

10:32 Uhr | Mawil stellt Comic über DDR-Kindheit vor

Comiczeichner Mawil auf der LBM
Comiczeichner Mawil im Gespräch auf der Buchmesse Bildrechte: MDR/Juliane Streich

Der Berliner Comiczeichner Mawil hat mit "Kinderland" einen sehr erfolgreichen Comic über die Kindheit und Jugend in der DDR geschrieben, der nun als Taschenbuch erscheint. "Ich wollte gar nicht über so ein ernstes Thema schreiben",  sagt Mawil. "Aber ich habe die DDR nur als Kind erlebt, daher kann ich sie nur aus einer naiven Sicht heraus erzählen." Mit vielen Details erzählt er von Schulhof und Systemkritik. "Ich konnte da meine Ping-Pong-Geschichten mit der DDR-Geschichte verbinden."

09:42 Uhr | Der dritte Messetag beginnt

Guten Morgen und willkommen zum dritten Messetag! Im MDR KULTUR-Live-Ticker informieren wir Sie wieder über die Highlights der Leipziger Buchmesse. Die Veranstalter zählten in einem ersten Zwischenfazit 82.000 Besucher an zwei Tagen auf der Messe, der Manga-Comic-Con, der Antiquariatsmesse und dem Lesefest "Leipzig liest" – und rechnen am heutigen Samstag mit dem traditionell größten Besucheransturm. Wir stürzen uns für Sie ins Getümmel!

Zu den Highlights dürften heute die Autritte des Lyrikers Wolf Biermann und der Jazz-Ikone Uschi Brüning zählen. Franz Müntefering, einst SPD-Parteivorsitzender und Bundesminister stellt sein neues Buch "Unterwegs. Älterwerden in dieser Zeit" vor. Und Deutschlands beliebteste Illustratorin, Kat Menschik, kommt mit ihrem ersten Kochbuch im Gepäck.

Mehr zur Leipziger Buchmesse

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 22. März 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2019, 10:29 Uhr