Eine Buchhandlung
Ob im Buchhandel oder im Online-Shop, Bücher kosten überall gleich viel. Bildrechte: dpa

Abstimmung Bundestag bestätigt Buchpreisbindung

Eine Buchhandlung
Ob im Buchhandel oder im Online-Shop, Bücher kosten überall gleich viel. Bildrechte: dpa

Die Buchpreisbindung bleibt in Deutschland erhalten. Dafür hat sich am Freitag der Bundestag einstimmig eingesetzt. Die Monopolkommission, die die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät, hatte sich im Mai für die Abschaffung der Buchpreisbindung ausgesprochen. Die Koalitionsfraktionen forderten daraufhin die Bundesregierung mit ihrem Antrag "Kulturgut Buch fördern - Buchpreisbindung erhalten" auf, der Empfehlung nicht zu folgen und sich auch auf europäischer Ebenen dafür einzusetzen.

Bei der Abstimmung im Parlament waren sich die Fraktionen einig: Das Buch sei eben nicht nur ein Wirtschaftsgut, sondern vor allem ein "identitätsstiftendes Kulturgut", das es zu schützen gelte.

Der Börsenverein des Deutschen Buchandels begrüßt die Entscheidung:

Das Ja des Deutschen Bundestags zur Buchpreisbindung ist ein Ja zu einer lebendigen und vielfältigen Kulturlandschaft. Die Abgeordneten erkennen mit ihrer heutigen Entscheidung an, welche zentrale Rolle das Buch in unserer Gesellschaft spielt und dass die Preisbindung maßgeblich die kulturelle Vielfalt schützt und fördert.

Alexander Skipis, Hauptgeschäfstführer des Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Schutz durch die Buchpreisbindung

Ein E-Book-Reader liegt auf einem aufgeschlagenen Roman.
Der Büchermarkt verändert sich rasant. Bildrechte: IMAGO

Weiter hieß es: die Buchpreisbindung sei eine Grundvoraussetzung für den deutschen Buchmarkt und stelle ein breites und vielfältiges Buchangebot sicher. Den Verlegern wird vorgeschrieben, für Bücher einen unveränderbaren Preis festzusetzen, der dann für alle Verkäufer verbindlich ist. So können auch kleine Buchhandlungen bestehen. Die Monopolkommission hatte in ihrem Sondergutachten kritisiert, dass die nationalen Vorschriften zur Buchpreisbindung erheblich in die Grundfreiheiten grenzüberschreitend tätiger Marktteilnehmer eingriffen. Zudem sei das Ziel, der Schutz des Buches als Kulturgut, nicht klar definiert.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt - Die MDR Kulturnachrichten | 14. Dezember 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 16:32 Uhr

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