Ausstellung - Carina Brandes: Zwischen Hunden und Wölfen"
Die Fotografien gewähren dem Betrachter einen Einblick in abgeschlossene Szenerien, welche die Künstlerin selbst – manchmal begleitet von anderen Frauen oder von Tieren – an eigentümlichen und abgelegenen Orten zeigen. Sie entstehen während der Interaktion der Figuren mit Requisiten und der Umgebung mittels Selbstauslöser. Bildrechte: Roman März

Ausstellung in Leipzig Carina Brandes' Körper als ästhetisches Material

von Andreas Höll, MDR KULTUR-Kunstredakteur

Ausstellung - Carina Brandes: Zwischen Hunden und Wölfen"
Die Fotografien gewähren dem Betrachter einen Einblick in abgeschlossene Szenerien, welche die Künstlerin selbst – manchmal begleitet von anderen Frauen oder von Tieren – an eigentümlichen und abgelegenen Orten zeigen. Sie entstehen während der Interaktion der Figuren mit Requisiten und der Umgebung mittels Selbstauslöser. Bildrechte: Roman März

Das Leipziger Museum der bildenden Künste zeigt seit Freitag Werke der Fotografin Carina Brandes. Die Schau mit dem Titel "Zwischen Hunden und Wölfen" ist Brandes' erste Museumsausstellung. Die 1982 geborene Fotografin lebt in Leipzig und war in diesem Jahr eine der Preisträgerinnen der renommierten Villa Romana in Florenz. Sie fotografiert analog und ausschließlich Schwarz-weiß. Dabei entstehen Arbeiten, die eine Mischung aus Körperkunst und Selbstinszenierung sind und eine surreale Atmosphäre verbreiten.

Carina Brandes eröffnet mit ihren Arbeiten eine Perspektive auf etwas jenseits des Alltäglichen und des Altbekannten: sie zeigt uns das, was möglich ist, was im Banalen schlummert.

Zitat von der Homepage des MdbK
Fotos Ausstellung - Carina Brandes: Zwischen Hunden und Wölfen im MdbK
Fotoarbeit von Carina Brandes Bildrechte: Carina Brandes, Courtesy BQ, Berlin; Fotos: Roman März, Berlin

Brandes inszeniert sich auf ihren Fotos selbst, und doch produziert sie keine Selbstporträts. Sie benutzt ihren Körper als ästhetisches Material. So bestreicht sie zum Beispiel ihren nackten Körper bei Eiseskälte mit Zuckerguss und posiert neben einem Schneemann, dem sie den Kopf abgerissen hat. Die Wirkung dieser Bildkomposition wirkt surreal, magisch und rätselhaft - ein einprägsames Traumbild. Auf einem anderen Bild verstrickt sie ihren Körper in eine abstrakte Anordnung von schwarzen Klebestreifen, die sich quer durch das Atelier ziehen.

Die Kunst der Fotografin erinnert zuweilen an die Körperkunst der 60er-Jahre, an die Experimente eines Bruce Nauman bis zu den Aktionen einer Marina Abramović. Brandes hatte Marina Abramović während ihres Kunststudiums in Braunschweig kennengelernt. Doch ihre Selbstinszenierungen mit dem Selbstauslöser sind von eigenständiger Qualität.

Ausstellung - Carina Brandes: Zwischen Hunden und Wölfen"
Fotoarbeit von Carina Brandes Bildrechte: Roman März

Die Fotografien gewähren dem Betrachter einen Einblick in abgeschlossene Szenerien, welche die Künstlerin selbst – manchmal begleitet von anderen Frauen oder von Tieren – an eigentümlichen und abgelegenen Orten zeigen. Sie entstehen während der Interaktion der Figuren mit Requisiten und der Umgebung mittels Selbstauslöser. 

Zitat von der Homepage des MdbK

Ausstellung - Carina Brandes: Zwischen Hunden und Wölfen"
Fotoarbeit von Carina Brandes Bildrechte: Roman März

Informationen zur Ausstellung Carina Brandes: "Zwischen Hunden und Wölfen"
Vom 12. Januar bis 2. April 2018
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig
Mo: geschlossen
Di, Do-So: 10–18 Uhr
Mi: 12-20 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | MDR KULTUR am Morgen | 12. Januar 2018 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 14:54 Uhr