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"Mayas Abenteuer" – Film starten!

Filmfestival "Corona Creative" #4

"Mayas Abenteuer": Sechs Kinder erfinden eine Film-Geschichte

Stand: 24. April 2020, 04:00 Uhr

Der Corona-Isolation entkommen, das geht am besten mit Fantasie. So denkt sich Linus aus Leipzig aus, wie "Mayas Abenteuer" beginnen könnte: Mit einem Rascheln im Kleiderschrank! Fünf andere Kinder, die er bisher gar nicht kannte, spinnen die Geschichte immer weiter. Per Smartphone stehen sie untereinander und mit Regisseurin Lena Elfers in Kontakt. Die digitale Premiere feiert das ganze Team nun zum Aufktakt des Corona Creative-Filmfestival bei MDR KULTUR.

Maya ist etwas sauer. Sie muss heute schon wieder zuhause bleiben und darf sich nicht mit ihren Freunden treffen. Zu allem Überfluss haben Mama und Papa mal wieder kaum Zeit. Da hört die Kleine ein Rascheln in ihrem Kleiderschrank, vorsichtig öffnet sie die Tür. Als sie sieht, was sich dort versteckt, traut sie ihren Augen kaum...

Kinder als Erzähler

Linus liest vor, wie die Geschichte beginnt. Bildrechte: Corona Creative / Lena Elfers

So beginnt die Geschichte, die Linus aus Leipzig der achtjährigen Lara aus Unterwellenborn vorliest. Via Internet. Außerdem hat er ihr ein kleines Video aufgenommen. Am Ende seiner Videobotschaft bittet er Lara, sich zu überlegen, wie die Geschichte weitergehen könnte. So drehen sechs Grundschülerinnen und Grundschülern aus Mitteldeutschland, die sich zuvor noch nie gesehen haben, gemeinsam einen Film.

Regisseurin Lena Elfers Bildrechte: Corona Creative / Lena Elfers

Jedes Kind spinnt das Abenteuer ein kleines Stückchen weiter und verschickt die neuste dramaturgische Entwicklung an den Nächsten, bis das Abenteuer bei Erzähler oder Erzählerin Nummer Sechs ein Ende findet. 

Am Ende treffen sich alle zu einer Videokonferenz im Internet und sind gespannt: Wie wird Maya aussehen? Was wird sie im Schrank finden? Und: Wird das Ganze ein gutes Ende nehmen? 

Julius aus Bad Frankenhausen Bildrechte: Corona Creative / Lena Elfers

Eine spaßige und pädagogisch sinnvolle Herausforderung im Umgang mit den neuen Medien für alle Kinder, die sich dieser Tage zuhause ihre Zeit vertreiben müssen. Ein Film mit und für Kinder, aber auch mit einem hohen Unterhaltungspotenzial für Erwachsene. Spannend, komisch und auch etwas absurd erzählt.

Visueller Kettenbrief initiiert von Lena Elfers

Alle Szenen werden mit Smartphones von den Kindern selbst produziert. Dabei haben sie einen genauen Leitfaden zur Hand, welche Einstellungsgrößen und Schnittbilder benötigt werden.

So sieht Maya am Ende aus. Bildrechte: Corona Creative / Lena Elfers

Erst danach kommen die anderen filmischen Gewerke zum Einsatz.

Echtes Teamwork Bildrechte: Corona Creative / Lena Elfers

Eine Illustratorin bebildert die Geschichte, sie reicht ihre Bildfindungen, die von ihr entwickelten Figuren an einen Animationskünstler im Vogtland weiter. Zum Schluss erweckt ein Sounddesigner das Gemeinschaftswerk auch akustisch zum Leben. Ein visueller Kettenbrief im mehrfachen Sinne.

Lena Elfers lebt und arbeitet in Leipzig. Sie absolvierte ein Volontariat bei einer TV-Produktionsfirma, der sie danach noch einige Jahre treu blieb. Seit vier Jahren ist sie freiberuflich tätig, das Umsetzen von Magazinbeiträgen, Reportagen und Doku-Soaps im Auftrag verschiedener Sender und Produzenten gehört zu ihrem beruflichen Alltag. Sie arbeitet außerdem als Dozentin und Moderatorin und setzt derzeit ihren ersten Dokumentarfilm fürs Kino um. 

Über das Dokumentarfilmfestival "Corona Creative"

"Corona Creative": Das Filmfestival von MDR KULTUR im Netz

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | 24. April 2020 | 23:50 Uhr