Überblick Corona-Hilfen für Kultur in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Welche es gibt und wie sie angenommen werden

Im Zuge der Corona-Krise haben Bund und Länder Milliarden für die gebeutelte Kulturbranche bereitgestellt, um Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen. Doch wie viel dieser Gelder ist bislang tatsächlich bei den Kulturschaffenden angekommen? Wie beurteilt der Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls "Kulturpolitik für die Künste in Entwicklungsprozessen" die aktuelle Förderpolitik? Und welche Erfahrungen haben Künstler im Antragsdschungel während der Corona-Krise gemacht? Ein Überblick.

Künstler demonstrieren für wirksame Corona-Hilfen für Soloselbstständige vor dem Finanzministerium mit Schildern
Künstlerinnen und Künstler demonstrieren für wirksame Corona-Hilfen vor dem Finanzministerium in Berlin (Dezember 2020) Bildrechte: dpa

Einen Großteil der Pandemie hat der bildende Künstler Martin von Lossa in der obersten Etage einer alten Leipziger Likörfabrik verbracht. Dort, in seinem Atelier, wo Malerei, Grafiken oder Druckgrafiken entstehen. Hier und da sieht man auch Metallskulpturen, die aus der Hand des gelernten Schlossers stammen. Martin von Lossa hat im Februar 2020 sein Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig erhalten.

Der Leipziger Künstler Martin von Lossa steht in seinem Atelier vor Bildern und Leinwänden.
Der Leipziger Martin von Lossa ist seit dem Beginn der Corona-Krise freischaffender Künstler. Bildrechte: MDR/Ole Steffen

Mit dem Start in die Corona-Krise ist er auch in die volle Selbstständigkeit als freischaffender Künstler gegangen. Martin ist einer von unzähligen Künstlerinnen und Künstlern in Mitteldeutschland, die während der Corona-Krise zwar ihrer Kunst nachgehen, aber nicht ausreichend von ihrer Kunst leben konnten. Auch er musste Förderungen beantragen und in Nebenjobs arbeiten. Weil er zunächst keine Betriebsausgaben hatte, kam für Martin zu Beginn der Pandemie die Soforthilfe als Darlehen vom Bund nicht in Frage. Er beantragte das Leipziger Programm "Leipzig hilft Solo-Selbstständigen" und erhielt zudem das Denkzeitstipendium vom Freistaat Sachsen. Beides habe "reibungslos geklappt", so der aus Sachsen-Anhalt stammende Künstler.

Bilder im Atelier des Leipziger Künstlers Martin von Lossa
Bilder im Atelier des Leipziger Künstlers Martin von Lossa. Während der Corona-Krise war der Künstler auf Fördermittel angewiesen. Bildrechte: MDR/Ole Steffen

Kulturförderung in Sachsen

Insgesamt 2.000 Euro hat Martin von Lossa im Rahmen des Stipendiums für ein Metall-Projekt erhalten. Die Bedingung war, der Kulturstiftung Sachsen im Nachgang einen Nachweis für die Durchführung zu liefern. Für die Denkzeitstipendien der Kulturstiftung standen laut Kulturministerium im Jahr 2020 für ganz Sachsen insgesamt 6,9 Mio. Euro zur Verfügung. Rund 5,6 Millionen wurden demnach von dem Topf abgerufen und an die Kulturschaffenden ausgezahlt. Warum nur rund 81 Prozent der Gelder abgerufen wurden, ist unklar. Einer Sprecherin des Kulturministeriums in Sachsen zufolge gibt es dafür "keine konkreten Gründe". Grundsätzlich sei aber zu bedenken, dass beim Start der Förderprogramme der Bedarf und die Antragszahlen zunächst nur geschätzt werden konnten.

Für das Programm "RL Corona-Härtefälle Kultur" standen im Juni 2020 ursprünglich 28,5 Mio. Euro zur Verfügung. "Daraus wurden auch Gelder für andere Hilfsprogramme zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für die Impfzentren, sodass der Betrag zwischenzeitlich auf rund 11 Millionen Euro reduziert wurde", so das Sächsische Kulturministerium. Abgerufen wurden davon nur 8,6 Millionen Euro und an Zuwendungsempfänger ausgezahlt, heißt es auf Nachfrage von MDR KULTUR. Was mit dem übrigen Geld passieren soll, ist in diesem Fall klar. Jörg Förster, Pressesprecher des sächsischen Kulturministeriums erläutert im Gespräch mit MDR KULTUR, dass die übrigen rund 2,4 Millionen Euro in den Haushalt 2022 übertragen werden. Demnach können ab Mitte Februar diese Gelder beantragt werden.

Im Jahr 2020 haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 4,4 Millionen Euro und die Sächsischen Staatstheater 12,5 Millionen Euro Unterstützung aus dem Corona- Bewältigungsfonds zum Ausgleich von coronabedingten Verlusten erhalten. Das Landesamt für Archäologie erhielt daraus 65.000 Euro und die dzb lesen 73.000 Euro.

Im Jahr 2021 haben nur die Staatlichen Kunstsammlungen Hilfen aus dem sächsischen Corona-Bewältigungsfonds benötigt. Die SKD erhielten zum Ausgleich coronabedingter Verluste rund 1,4 Mio. Euro.

Der Freistaat Sachsen plant auch ein neues Corona-Hilfsprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro. Diese Gelder für das neue Hilfsprogramm für die Kultur werden frei, wenn der Sächsische Landtag – wie es derzeit angedacht sei - das Corona-Bewältigungsfondgesetz ändert, da dann mehr Mittel für Corona-Hilfsprogramme zur Verfügung stehen sollen.

Kulturförderung in Sachsen-Anhalt

Für die Kunst- und Kulturszene in Sachsen-Anhalt standen laut Kulturministerium für das Stipendienprogramm "Kultur ans Netz" in den Jahren 2020/2021 ursprünglich insgesamt 10,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Programm wurden Projekte und Maßnahmen von freiberuflich tätigen Kulturschaffenden gefördert, die im Zuge der Einschränkungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie ihren künstlerischen Tätigkeiten nicht nachgehen konnten. Das Programm "Kultur ans Netz" werde grundsätzlich gut angenommen, heißt es. "Eine Evaluierung des Programms findet derzeit unter Einbeziehung von Kulturakteuren statt mit dem Ziel, bei einer möglichen Neuauflage noch näher am Bedarf zu sein", so das sachsen-anhaltische Kulturministerium weiter. 

Martin von Lossa kritisiert, dass viele Förderprogramme teils nicht an den individuellen Bedarfen von Künstlerinnen und Künstlern orientiert waren – in ganz Mitteldeutschland. Er habe immer wieder gehört, dass Menschen mit ihrer individuellen Lebensstory, ihrem kleinen Betrieb oder einer besonderen Selbstständigkeit durchs Fördernetz durchgefallen seien. "Es ist halt schade, wenn Kultursterben voranschreitet, weil wirklich kleine Unternehmen, von denen man jetzt nicht so viel hört, sich dann einfach nicht mehr über Wasser halten können", bemängelt Martin. Da gebe es Künstlerinnen und Künstler die bereits den Job gewechselt haben oder zumindest mit dem Gedanken spielen.

Der Künstler Martin von Lossa in seinem Atelier in Leipzig. Im Hintergrund sind seine Gemälde zu sehen.
Der Leipziger Künstler Martin von Lossa kritisiert, dass die Corona-Hilfen nicht individuell dem Bedarf der Künstler angepasst wurden. Bildrechte: MDR/Ole Steffen

So auch der Geschichtenerzähler, Puppenspieler und Unterhaltungskünstler aus Mittelsachsen, Jan Deicke. Sein Vertrauen in die Politik sei sehr stark gebrochen. Dabei geht es für ihn auch um 2G auf Bühnen und im Saal. Er empfindet die Ausgrenzung nicht geimpfter Menschen als diskriminierend. Zwar nutze er gezwungenermaßen die Förderinstrumente, weil er an einigen Monaten der Pandemie nicht auftreten kann und konnte, doch die Abhängigkeit vom Staat mache ihm zu schaffen. Immer deutlicher sehe er der Entwicklung ins Auge, den Künstlerberuf an den Nagel hängen zu müssen. "Ich will gesund bleiben", sagt er im Gespräch mit MDR KULTUR. "Den dauerhaften Panikmodus hält keiner aus."

Über den regulären Kulturhaushalt des Landes Sachsen-Anhalt hinausgehend wurden laut sachsen-anhaltischem Kulturministerium in den Jahren 2020/2021 rund 13,9 Millionen Euro zur Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie abgerufen. Hervorzuheben seien die Soforthilfen für Kulturschaffende aus dem März 2020 (rund 366.000 Euro), die außerplanmäßigen Billigkeitsleistungen an die Kulturstiftungen (rund 6,9 Mio. Euro) und das Stipendienprogramm "Kultur ans Netz" (rund 4 Mio. Euro).

Aktuell laufe das insgesamt 3,1 Millionen Euro umfassende Hilfsprogramm für Kulturvereine in Sachsen-Anhalt, das es den Vereinen erlaube, noch bis zum 30. Juni 2022 einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Festbetrag in Höhe von 1.000 Euro zu beantragen.

Kulturförderung in Thüringen

In Thüringen wurden insgesamt rund drei Millionen Euro Billigkeitsleistungen zur Abmilderung der Folgen der Pandemie aus Thüringer Landesmitteln vergangenes Jahr ausgezahlt. Das erklärte die Thüringer Staatskanzlei MDR KULTUR.

Für Kulturfestivals sowie für gemeinnützige Träger im Bereich der Soziokultur und freien Theater zur Kompensation von Einnahmeausfällen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie 2020/2021 (Sondervermögen) wurden 2021 für 42 Anträge insgesamt rund 370.000 Euro ausgezahlt.

Für Theater, Orchester, Museen, die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sowie die Wartburg-Stiftung Eisenach wurden demnach zur Kompensation im Zusammenhang von Einnahmeausfällen mit der Corona-Pandemie 2021 (Sondervermögen) 18 Anträge eingereicht und 17 Anträge in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro bewilligt.  

Thüringer Kulturvereine erhielten im Jahr 2021 Zuschüsse in Höhe von rund 758.000 Euro. Vorrangig wurden damit kleine Vereine und Verbände unterstützt. Das zur Verfügung stehende Fördervolumen des Thüringer Corona-Sondervermögens umfasste eine Million Euro.

Zudem wurde im vergangenen Jahr über die Kulturstiftung des Freistaats Thüringen ein Thüringer Sonderstipendienprogramm initiiert. Die Thüringer Staatskanzlei vergab mit Unterstützung der Wirtschaftsunternehmen BMW Group, Siemens AG und Siemens Caring Hands e.V. sowie des Verbands der Metall- und Elektro-Industrie Thüringen e.V. sowie VIEGA GmbH & Co. KG insgesamt 265 Stipendien à 4.000 Euro, in Summe sind das 1.060.000 Euro, wovon die Thüringer Staatskanzlei eine Million Euro übernommen hat.

Hinzu kommt das Stipendium "Sonderprogramm Chancengeber*innen". In diesem Rahmen wurden 250 Stipendien für künstlerische Kleinprojekte in Höhe von jeweils 1.800 Euro ausgeschrieben, so die Staatskanzlei in Thüringen.

Kulturförderung vom Bund

Es war im Sommer 2020, als die damalige Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, verkündete, dass eine Milliarde Euro für die Kultur zur Verfügung steht. Das Geld sollte den Kulturbetrieb und die kulturelle Infrastruktur erhalten, da die Branche durch die Folgen der Corona-Pandemie stark gefährdet war und weiterhin ist.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Monika Grütters, im Deutschen Bundestag.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat sich in der Corona-Krise für Milliarden-Hilfen für die Kultur eingesetzt. Bildrechte: IMAGO / Political-Moments

Im Februar 2021 wurde der Topf sogar um eine weitere Milliarde aufgestockt. Wie viel dieses Geldes ist bislang in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angekommen? Folgende Zahlen sind auf Nachfrage von MDR KULTUR veröffentlicht worden.

SACHSEN

Auf Sachsen entfallen 6.677 gestellte Anträge, von denen bisher 3.100 Anträge bewilligt wurden.

Auch der Künstler Martin von Lossa hat Hilfe vom Bund erhalten. Für ihn kamen Gelder aus dem Paket Neustart Hilfe Plus in Frage. "Das ist für Solo-Selbstständige und das Geldvolumen war bis 4.500 Euro. Und das habe ich gemacht, weil im letzten Jahr das erste halbe Jahr ja Lockdown war. Da war dann auch nicht so viel mit Selbstständigkeit." Wie Martin haben auch rund 3.100 andere Kulturschaffende aus Sachsen Geld aus dem Topf Neustart Kultur erhalten. Laut der Kulturstaatsministerin wurden für Sachsen insgesamt Fördermittel in Höhe von rund 56,5 Millionen Euro bewilligt, wovon rund 38,8 Millionen Euro bereits an sächsische Kulturschaffende ausgezahlt wurden. Das bedeutet, dass 68,8 Prozent des bewilligten Geldes ausgezahlt wurde.  

SACHSEN-ANHALT

Auf Sachsen-Anhalt entfallen 1.310 gestellte Anträge, davon sind bisher 591 Anträge bewilligt. Insgesamt wurden laut BKM Fördermittel in Höhe von rund 15,9 Millionen Euro bewilligt, wovon rund 11,2 Millionen Euro abgerufen und ausgezahlt sind. Das bedeutet, dass für Sachsen-Anhalt 70,4 Prozent der bewilligten Gelder ausgezahlt wurden.

THÜRINGEN

1.167 gestellte Anträge kommen aus Thüringen. Davon sind bisher 605 Anträge bewilligt worden. Insgesamt wurden Fördermittel in Höhe von rund 16,3 Millionen Euro bewilligt, wovon rund 10,3 Millionen Euro abgerufen und ausgezahlt sind (Stand: 31.12.2021). Das bedeutet, dass 63,1 Prozent des bewilligten Geldes ausgezahlt wurde.

Gründe für Auszahlungsdefizite vom Bund

Fraglich ist, warum bislang erst ein Teil des bereits bewilligten Geldes vom Bund ausgezahlt wurde. Auf Nachfrage von MDR KULTUR bei der BKM heißt es dazu, bei den Förderungen im Rahmen von "Neustart Kultur" handele es sich grundsätzlich um Projektmittel, die zur Planung und Umsetzung konkreter kultureller Aktivitäten und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt würden. Dies seien in der Regel keine Billigkeitsleistungen, die unmittelbar auf den Erhalt der jeweiligen Wirtschaftskraft abzielen, sondern auf Förderungen konkreter künstlerischer Projekte oder pandemiebedingt erforderlicher Maßnahmen.

"Die bewilligten Projektmittel werden hierbei nicht im Ganzen ausbezahlt, sondern die Empfänger können diese Mittel nach Bedarf aufgrund der zuwendungsrechtlichen Bestimmungen grundsätzlich für höchstens die nächsten sechs Wochen tranchenweise abrufen." Heißt übersetzt: ein Teil des Geldes wird erst gezahlt, wenn das Projekt umgesetzt wurde oder die Veranstaltung stattgefunden hat. "Hier haben sich die langanhaltenden Schließungen im vergangenen Jahr verzögernd ausgewirkt – Projekte konnten teilweise nicht wie geplant umgesetzt und damit die entsprechenden Mittel nicht abgerufen werden", heißt es dazu in der Mitteilung der BKM.

Insgesamt sind laut BKM von den bundesweit zur Verfügung gestellten zwei Milliarden Euro bis Ende vergangenen Jahres schon mehr als 1,5 Milliarden Euro für konkrete Bewilligungen gebunden. Von den rund 100.000 eingegangenen Anträgen sei die Hälfte bereits bewilligt. Dies entspreche Mitteln in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro. Davon seien rund 800 Millionen Euro bereits ausgezahlt worden.

Strukturen schaffen für Kulturförderung

"Es war eine Herausforderung für die Verantwortlichen auf Bundes-, aber auch auf Landes- und Kommunalebene, Strukturen zu schaffen, um die vielen Millionen Fördergelder zu verteilen", sagt Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim im Gespräch mit MDR KULTUR. Normalerweise sei es unüblich, dass der Bund Summen in dieser Größenordnung für die Kultur, für die die Länder die Hoheit haben, bereitstellt. Da gehe es auch um Fragen des Haushalts- und Zuwendungsrecht, die zunächst geklärt werden mussten.

Der Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim, Julius Heinicke
Julius Heinicke ist Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim. Bildrechte: Die Hoffotografen

Er plädiert generell für eine Vereinfachung des Zuwendungsrechts. Starke Beauftragungen für Kultur und Medien hatten den Aufgabenbereich auch durch die Erhöhung der ihr zur Verfügung stehenden Mittel in den vergangenen 20 Jahren stetig erweitert, so Heinicke. Gleichzeitig haben Länder und Kommunen teils weniger Mittel für die Kultur zur Verfügung. "Kultur sollte immer Länderhoheit bleiben, aber wir sind hier an einem Punkt, zu überlegen, wie man bessere Synergien schaffen kann", erläutert Julius Heinicke im Gespräch mit MDR KULTUR.  Bestimmte Themen könnten demnach verstärkt vom Bund gefördert werden, wie zum Beispiel Vielfalt in der Kultur.

Im Laufe der Corona-Krise habe Julius Heinicke die Beobachtung gemacht, dass die Strukturen für die Corona-Gelder stetig verbessert wurden. In Gesprächen mit Künstlerinnen und Künstlern erfahre er, dass das Geld peu à peu bei Ihnen ankomme. Und doch gebe es seiner Ansicht nach immer noch Verunsicherung auf der Seite der Kunstschaffenden. Der Professor für Kulturpolitik empfiehlt Künstlerinnen und Künstlern, sich mit der "Antragslyrik", wie er es mit einem Augenzwinkern beschreibt, schon während der Ausbildung oder des Studiums zu beschäftigen. Das vereinfache den späteren Arbeitsalltag.

Martin von Lossa ist ein positiver Mensch, der verstanden hat, dass Bürokratie auch zu einem Künstlerleben dazugehört. Er hat es geschafft, seine Selbstständigkeit als bildender Künstler aufzubauen – mit viel Leidenschaft, einigen Nebenjobs, durchlebten Lockdowns und zig Antragsformularen.

Anmerkung der Redaktion

Da es sich bei dieser Recherche um Anfragen bei den Kulturministerien von Bund und Ländern handelte, sind die Förderungen für die Kreativ- und Veranstaltungswirtschaft hier nicht aufgeführt. Sie liegen im Zuständigkeitsbereich der Wirtschaftsministerien. Informationen zu der Situation der Kreativ- und Veranstaltungswirtschaft finden Sie hinter den untenstehenden Links.

 

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. Februar 2022 | 07:10 Uhr

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