Shortlist Deutscher Buchpreis 2019
Diese sechs Bücher sind für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Bildrechte: vntr-media

"Roman des Jahres" Deutscher Buchpreis 2019: Das sind die Finalisten

Die Jury des Deutschen Buchpreises hat ihre Favoriten bekanntgegeben. Auf die Shortlist haben es drei Debütromane sowie "Herkunft" von Saša Stanišić geschafft. Sie gehen ins Rennen um den "Roman des Jahres".

Shortlist Deutscher Buchpreis 2019
Diese sechs Bücher sind für den Deutschen Buchpreis 2019 nominiert. Bildrechte: vntr-media

Die sechs Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2019 stehen fest. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt mitteilte, gehen die Autoren Saša Stanišić, Raphaela Edelbauer, Miku Sophie Kühmel, Tonio Schachinger, Norbert Scheuer und Jackie Thomae ins Rennen um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres. Damit sind drei Frauen und drei Männer nominiert – und drei Debüts (Edelbauer, Kühmel und Schachinger). Am 14. Oktober wird der Deutsche Buchpreis zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Nora Bossong und Alexander Osang schafften es dagegen nicht in die engere Auswahl. Ebenso wie Norbert Zähringer, Karen Köhler und Lola Randl, die zuvor noch auf der Longlist zu finden waren. Insgesamt standen auf der Longlist 20 Romane.

Das sind die Nominierten:

  • Raphaela Edelbauer, "Das flüssige Land" (Klett-Cotta, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, "Kintsugi" (S. Fischer, August 2019)
  • Tonio Schachinger, "Nicht wie ihr" (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, "Winterbienen" (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Saša Stanišić, "Herkunft" (Luchterhand, März 2019)
  • Jackie Thomae, "Brüder" (Hanser Berlin, August 2019)

Shortlist Deutscher Buchpreis 2019 7 min
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MDR KULTUR - Das Radio Di 17.09.2019 12:10Uhr 07:07 min

https://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/audio-radio/audio-shortlist-deutscher-buchpreis-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Jury-Kommentar zur Auswahl und den behandelten Themen

Literaturkritiker und Jurymitglied Jörg Magenau sagte Auswahl: "Die Shortlist bietet sechs herausragende Fundstücke, sechs Romane, die formal und stilistisch und in ihrer Klangfarbe unterschiedlicher nicht sein könnten, und die doch ein großes Thema eint: In allen geht es um familiäre Zusammenhänge, um den Ort in der globalen Welt, von dem aus das eigene Dasein zu begreifen ist. Dass dabei vor allem die Identität des Mannes problematisch geworden ist, beschreiben sie mal aus weiblicher, mal aus männlicher Perspektive. Vielleicht hat der Generationenwechsel, der sich mit drei Debüts im Finale andeutet, damit zu tun, dass die Jüngeren bei diesen Themen schärfer hinschauen. Die Jury war geeint in Leselust und konstruktivem Streit. Wir hoffen, dass es auch allen anderen Leserinnen und Lesern so gehen wird."

Bedeutendste Auszeichnung der Branche

V.l.n.r.: Jörg Magenau, Daniela Strigl, Alf Mentzer, Margarete von Schwarzkopf, Björn Lauer, Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt
Die Jury: V.l.n.r.: Jörg Magenau (Jury-Sprecher), Daniela Strigl, Alf Mentzer, Margarete von Schwarzkopf, Björn Lauer, Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt Bildrechte: Sascha Erdmann

Der Deutsche Buchpreis gilt als wichtigste Auszeichnung in der Branche und wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 vergeben. Mit dem Preis wird der beste deutschsprachige "Roman des Jahres" ausgezeichnet. Mehr als einhundert deutschsprachige Verlage schickten ihre Romane ins Rennen um den Deutschen Buchpreis 2019: 105 Verlage schlugen insgesamt 173 Titel für den Roman des Jahres vor. 77 Verlage haben ihren Sitz in Deutschland, 15 in Österreich und 13 in der Schweiz.

Neben einem Preisgeld von 25.000 Euro winkt dem Gewinner in der Regel ein Platz auf der Bestsellerliste. Die fünf anderen Nominierten, die es bis auf die Shortlist schaffen, erhalten je 2.500 Euro. Im vergangenen Jahr gewann Inger-Maria Mahlke den Preis für ihren Roman "Archipel".

Zu den bisherigen Preisträgern gehören auch Robert Menasse (2017, "Die Hauptstadt"), Bodo Kirchhoff (2016, "Widerfahrnis), Frank Witzel (2015, "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969"), Lutz Seiler (2014, "Kruso"), Terèzia Mora (2013, "Das Ungeheuer"), Ursula Krechel (2012, "Landgericht"), Eugen Ruge (2011, "In Zeiten des abnehmenden Lichts"), Melinda Nadj Abonji (2010, "Tauben fliegen auf"), Kathrin Schmidt (2009, "Du stirbst nicht"), Uwe Tellkamp (2008, "Der Turm"), Julia Franck (2007, "Die Mittagsfrau"), Katharina Hacker (2006, "Die Habenichtse"), Arno Geiger (2005, "Es geht uns gut").

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt | 17. September 2019 | 10:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 10:04 Uhr