Trauer Oscar-Preisträger D. A. Pennebaker: Pionier des "Direct Cinema" gestorben

Der Dokumentarfilmer D. A. Pennebaker mit seiner Ehefrau Chris Hegedus.
Der Dokumentarfilmer D. A. Pennebaker mit seiner Ehefrau Chris Hegedus. Bildrechte: imago/ZUMA Press

Der Dokumentarfilmer Donn Alan (D. A.) Pennebaker ist tot. Das berichten US-Medien unter Berufung auf seinen Sohn Frazer Pennebaker. Demnach sei der Filmemacher bereits am vergangenen Donnerstag in seinem Haus auf Long Island in den USA gestorben. Er wurde 94 Jahre alt.

Pionier des "Direct Cinema"

Pennebaker gilt als Mitbegründer und Pionier des "Direct Cinema", welches in den 60er-Jahren entstand. Dabei handelt es sich um eine Stilrichtung des Dokumentarfilms, die durch Handkamera und Originalton eine radikale Authentizität für sich beanspruchen wollte. D. A. Pennebaker wurde vor allem durch seine Arbeiten über die Pop- und Rockszene bekannt. Großen Erfolg feierte er mit dem Film "Don´t Look Back" aus dem Jahr 1967, bei dem er den Musiker Bob Dylan auf dessen Tour durch Großbritannien begleitete. Auch das Werk "Monterey Pop" beschäftigte sich mit Musik und zeigte das bekannte Festival im kalifornischen Monterey, auf dem Janis Joplin und Jimi Hendrix auftraten.

Oscar für sein Lebenswerk

Ein weiterer Erfolg war der Dokumentarfilm "The War Room", für den er 1992 den Präsidentschaftswahlkampf von Bill Clinton begleitete. Für den Film erhielt er 1994 eine Oscar-Nominierung. Mit seinen Werken war er auch immer wieder auf den bekanntesten Filmfestivals der Welt vertreten. Einen Oscar erhielt er letztendlich im Jahr 2013 – mit der Auszeichnung ehrte die Academy das Lebenswerk des Dokumentarfilmers. Pennebaker arbeitete jahrelang mit seiner Ehefrau Chris Hegedus zusammen, mit der er auch eine eigene Produktionsfirma betrieb.

Zuletzt aktualisiert: 04. August 2019, 12:00 Uhr