Nils Landgren, 2014
Nils Landgren mit seiner markanten roten Posaune Bildrechte: imago images / VIADATA

23. Oktober bis 24. November Nina Hagen, Bob Geldof und Nils Landgren bei den 19. Jazztagen Dresden

Was bei den diesjährigen Dresdner Jazztagen aufgeboten wird, ist beeindruckend: 80 Konzerte mit 500 Künstlern aus aller Welt, das ganze einen Monat lang, vom 23. Oktober bis zum 24. November. Auf den Bühnen stehen u.a. Sheila E., Tony Momrelle, Jocelyn B. Smith, Stanley Clarke oder Lizz Wright. Der Begriff Jazz wird bei den Jazztagen weit gedehnt, so kommt Nina Hagen ebenso wie Konstantin Wecker, Ólafur Arnalds, Fanfare Ciocarlia oder Stefanie Heinzmann.

Nils Landgren, 2014
Nils Landgren mit seiner markanten roten Posaune Bildrechte: imago images / VIADATA

Die 19. Dresdner Jazztage locken ab dem 23. Oktober Jazzliebhaber in die Elbestadt. Sie sind mit Abstand das größte Jazzfestival Mitteldeutschlands, laut Veranstalter werden knapp 40.000 Besucher erwartet. Einen ganzen Monat lang gibt es 80 Konzerte mit 500 Künstlern aus 30 Nationen, die an Spielstätten in der ganzen Stadt auftreten.

Viele Besucher

Lizz Wright
Lizz Wright Bildrechte: Holger John / VIADATA

Doch was zahlreiche Besucher anlockt, scheint offiziell nur vergleichsweise wenig offizielle Unterstützung zu erhalten. Jazztage-Intendant Kilian Forster erläutert: "Die Unterstützung vom Land Sachsen ist mehr als homöopathisch. Wir haben im letzten Jahr 850.000 Euro netto Eintrittseinnahmen gehabt, dafür gab’s vom Freistaat eine Unterstützung von 10.000 Euro. In diesem Jahr haben wir den Bescheid bekommen, dass wir auf 8000 Euro gekürzt worden sind."

Dabei ist die Künstlerliste beeindruckend. So kommen in diesem Jahr laut Forster: "Prince-Schlagzeugerin Sheila E., Nils Landgren, Tony Momrelle, Jocelyn B. Smith (die sehr funkig geworden ist auf ihrem neuen Album). Dazu Stanley Clarke oder Lizz Wright oder auch das Pasadena Roof Orchestra, für die Freunde des 'Old Time Swing'."

More than Jazz

Nina Hagen, 2012
Nina Hagen singt in Dresden Brecht & Blues Bildrechte: imago/Manfred Siebinger

Und das ist dann auch das Schöne an diesen 19. Dresdner Jazztagen: Sie haben bei weitem nicht nur mit Jazz zu tun. Forster weiß, dass er genreübergreifend arbeiten muss, um ausreichend Publikum anzulocken, um die 15 Spielstätten so gut es geht voll zu bekommen – und um am Ende das Überleben dieses Mammutprojekts zu sichern.

Dabei helfen sollen auch Künstler, die Jazz-Puristen erstmal ein Stirnrunzeln entlocken. Zu den "Anti-Jazz-Gästen" bemerkt Kilian:  "Dass wir Bob Geldof zu einem seiner seltenen Konzerte einfliegen, ist eine besondere Sache. Unser Titelgesicht Nina Hagen wird mit Brecht und Blues begeistern. Sicher denkt man auch bei Konstantin Wecker und Stefanie Heinzmann nicht unbedingt an Jazz. Aber es gehört genauso dazu wie die richtigen Jazzgrößen."

Zukunftspläne

Bob Geldof, 2012
Bob Geldof Bildrechte: IMAGO

Heinzmann, Hagen und Geldof treten allesamt im Ostra-Dome auf, der neuen Hauptspielstätte der Jazztage Dresden. Es ist ein zwölfflügeliges Zelt mit einer Kapazität von 1.000 Sitz- beziehungsweise 1.200 Stehplätzen.

Dieser Auftrittsort soll auch zur 20. Jubiläumsausgabe im kommenden Jahr nach Möglichkeit ausgebucht sein. Die Planungen dafür laufen bereits. So verrät Intendant Forster über die Pläne für 2020: "Gregory Porter ist schon gebucht, und auch schon im Verlauf in der Ballsportarena. Natürlich passt Michael Bublé wunderbar dazu. Wenn der zufällig zu den Jazztagen 2020 in Deutschland oder Europa verweilt, dann wir das klappen."

19. Jazztage Dresden 23. Oktober bis 24. November 2019

Einige der auftretenden Künstler:

Sheila E., Bob Geldof, Nils Landgren, Nina Hagen, Curtis Stigers, Konstantin Wecker, Ute Lemper, Lizz Wright, Dresdner Philharmonie, Barbara Dennerlein, Stanley Clarke Band, Youn Sun Nah, Cristina Branco, Rebekka Bakken, Stefanie Heinzmann, The Bulgarian Voices - Angelite, Ólafur Arnalds, Fanfare Ciocarlia, Lily Dahab, Klazz Brothers

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 22. Oktober 2019 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2019, 04:00 Uhr

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