Der Cast von "Game of Thrones" -  Nikolaj Coster-Waldau (l-r), Peter Dinklage, Conleth Hill, Emilia Clarke, Gwendoline Christie, Isaac Hempstead Wright, Jacob Anderson, Nathalie Emmanue, Liam Cunningham und Kit Harington - erhält den Emmy in der Kategorie "outstanding drama series".
Zum dritten Mal wurde die Fantasy-Serie "Game of Thrones" als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Bildrechte: dpa

Los Angeles Emmys 2018: "Game of Thrones" und "Mrs. Maisel" sind beste Serien

Der Cast von "Game of Thrones" -  Nikolaj Coster-Waldau (l-r), Peter Dinklage, Conleth Hill, Emilia Clarke, Gwendoline Christie, Isaac Hempstead Wright, Jacob Anderson, Nathalie Emmanue, Liam Cunningham und Kit Harington - erhält den Emmy in der Kategorie "outstanding drama series".
Zum dritten Mal wurde die Fantasy-Serie "Game of Thrones" als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Bildrechte: dpa

In Los Angeles sind in der Nacht zum Dienstag die Emmys verliehen worden. Großer Gewinner des Abends ist die melancholische 50er-Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel": Neben dem Preis als beste Comedyserie gewann auch Rachel Brosnahan in der Titelrolle Midge Maisel als beste Schauspielerin in einer Comedyserie den wichtigsten Fernsehpreis der Welt. Weitere Emmys gab es für die Regie und das Drehbuch von Autorin Amy Sherman-Palladino, die auch Schöpferin der "Gilmore Girls" ist. Die Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" kam insgesamt auf acht Auszeichnungen. In Deutschland läuft sie im Streaming-Angebot von Amazon.

Rachel Brosnahan erhält den Emmy als beste Hauptdarstellerin.
Rachel Brosnahan erhielt den Emmy als beste Hauptdarstellerin. Bildrechte: dpa

Auch die Fantasyserie "Game of Thrones" räumte viele Preise ab. Zum dritten Mal wurde sie als bestes Drama ausgezeichnet und kommt damit auf insgesamt neun Preise, viele davon aber in Nebenkategorien wie Make Up und Spezialeffekte. Der Schauspieler des "Gnoms" Tyrion Lennister, Peter Dinklage, gewann den Preis als bester Nebendarsteller in einer Dramaserie.

Netflix und HBO im Gleichstand

Ausgezeichnet als beste Darsteller in einer Dramaserie wurden Claire Foy als Königin Elizabeth in "The Crown" und Matthew Rhys für seine Titelrolle in "The Americans". Bei den Miniserien gab es insgesamt sieben Preise für "The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story" über den Mord an dem italienischen Modezaren vor 21 Jahren. Zu den weiteren Preisträgern zählten "RuPaul's Drag Race" als beste Casting-Show und "Last Week Tonight With John Oliver" als beste Talkreihe. Wie üblich räumte bei den Unterhaltungssendungen "Saturday Night Live" groß ab und kam auf acht Preise.

Claire Foy
Claire Foy bekam einen Emmy für ihre Rolle als Queen Elisabeth in "The Crown". Bildrechte: dpa

Beim zuvor mit Spannung erwarteten Kampf zwischen Streamingdiensten und regulären Fernsehsendern gab es am Ende einen Gleichstand: Sowohl Netflix als auch der US-Kabelsender HBO kamen auf 23 Emmys. Traditions-Sender NBC kam auf 16 Auszeichnungen.

Zu den größten Verlierern des Abend zählte das dystopische Drama "The Handmaid's Tale", das bei 20 Nominierungen nur auf drei Preise kam. Auch leer aus gingen "Die Einkreisung" mit Daniel Brühl bei den Miniserien und der Wolfsburger Regisseur Edward Berger, der "Patrick Melrose" mit Benedict Cumberbatch in Szene gesetzt hatte.

Weltweit wichtigster Fernsehpreis

Die Primetime Emmy Awards, kurz: Emmys, gelten als wichtigste Fernsehpreise der Welt und wurden in diesem Jahr zum 70. Mal verliehen. Neben dem Oscar der Filmbranche, dem Grammy der Musikwelt und dem Tony der Theaterszene zählt der Emmy zu den vier großen Preisen der US-amerikanischen Unterhaltungsindustrie. Über die Gewinner entscheiden in jedem Jahr die rund 22.000 Mitglieder der Academy for Television Arts & Sciences.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur Kompakt – Kulturnachrichten | 18. September 2018 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2018, 08:35 Uhr

Mehr Film