Tipps Diese Ausstellungen sind aktuell in Sachsen zu sehen

Um Sein oder Nicht-Sein geht es dem Maler und Zeichner Mark Lammert, das Leonhardi-Museum Dresden ist derzeit seine Bühne. "Störenfriede" zeigt die 13. Biennale sächsischer Druckgrafik in Chemnitz. "Fantastische Tierwelten" präsentiert das Grassi-Museum Leipzig.

Atelier Mark Lammert
"Atelier Mark Lammert", derzeit im Leonhardi-Museum Dresden zu besuchen Bildrechte: Mark Lammert /Repro: Roman März

"800 Jahre Licht im Walde" – Ausstellung in Schloss Lichtenwalde

Ein Besuch im Schloss Lichtenwalde bei Chemnitz ist immer ein lohnenswerter Ausflug. Allein schon wegen des eindrucksvollen Barockgartens, aber auch wegen des Museums im aufwendig sanierten Schloss selbst. Eine Schatzkammer, in der man sinnlich inszeniert Kunst- und Kultobjekte aus Nepal, Tibet, China und Japan sowie aus Westafrika bewundern kann. Was bisher jedoch fehlte, war eine umfassende Darstellung der wechselhaften Schloss- und Parkgeschichte. Jetzt endlich widmet sich eine Sonderausstellung dieser Reise durch "800 Jahre Licht im Walde".

Informationen zur Ausstellung: "800 Jahre Licht im Walde"
Sonderausstellung im Schloss Lichtenwalde

17. Oktober 2020 bis 26. September 2021

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr


Dresden: "ROT, GELB, BLAU"

Farbe ist für Mark Lammert plastische Masse; ein Mittel, um die Grenzen der Malerei zu erforschen. Aus Menschen werden dabei Torsi. Figürlich oder abstrakt, das ist hier nicht seine Frage. Um Sein oder Nicht-Sein geht es Mark Lammert! Der Zeichner, Maler und Bühnenbildner wurde 1960 in Ostberlin geboren und gilt heute als einer der prägendsten Künstler seiner Generation. Seine Werke sind derzeit in der Schau "ROT, GELB, BLAU" im Leonhardi-Museum Dresden zu sehen.

Informationen zur Ausstellung Mark Lammer: "Rot, Gelb, Blau"
Bis 3. Januar 2021

Leonhardi-Museum Dresden
Grundstraße 26
01326 Dresden

Öffnungszeiten
Di - Fr: 14-18 Uhr
Sa / So : 10-18 Uhr

Mark Lammert war von 1989 bis 1992 Meisterschüler von Werner Stötzer an der Berliner Akademie der Künste. Heute bildet er selbst Studenten und Studentinnen aus, als Professor an der Universität der Künste Berlin.


Dresden: "Eine Million Rosen für Angela Davis"

Die Ausstellung "Eine Million Rosen für Angela Davis" ist in der Kunsthalle Lipsiusbau auf der Brühlschen Terrasse zu sehen. Erzählt wird die Geschichte der amerikanischen Philosophie-Professorin, die vor 50 Jahren weltweit bewundert und unterstützt wurde. Der Black-Power-Bewegung nahe stehend, setzte sie sich gegen Gewalt und Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung in den USA ein. Die Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler u.a. von Basquiat geht der Frage nach Engagement und Hoffnung aus vielen Perspektiven nach.

Informationen zur Ausstellung "Eine Million Rosen für Angela Davis"
10.10.2020-24.01.2021

Öffnungszeiten
täglich 11-17 Uhr, Montag geschlossen

Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden
Georg-Treu-Platz 1
01067 Dresden


Leipzig: "Fantastische Tierwelten"

Zu sehen ist ein Chinesischer Papierdrachen ebenso wie der Grüffelo. Fabelhafte Tierwesen päsentiert diese Familienausstellung im Völkerkundemuseum des GRASSI. Kombiniert werden Objekte aus den Sammlungen mit Elementen aus Mythologie oder Popkultur. Ein Kinderkuratorium hat die Ausstellungsobjekte kommentiert und ein umfangreiches Begleitporgramm gibt es auch zur Schau. Entstanden ist es in Kooperation mit dem Verein für Vergleichende Mythologie e.V., den Lesepat_innen vom LeseLust e.V., dem Leipziger Wildpark und dem Leipziger Furry-Stammtisch.

Informationen zur Ausstellung "Fantastische Tierwelten"
01.10.2020-17.01.2021

Öffnungszeiten:
täglich 10-18 Uhr, Montag geschlossen

GRASSI Museum Leipzig
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig


Dresden: "Andreas Rost. Wiedervereinigung"

Junger Mann mit Deutschlandflagge
Junger Mann mit Deutschlandflagge Bildrechte: Andreas Rost

In der Nacht vor der Wiedervereinigung porträtiert der Fotograf Andreas Rost Feiernde in Berlin. Auf seinen Bildern sind zum Beispiel ein Mann mit DDR-Stahlhelm und Metzgerjacke oder zwei Frauen mit symbolischen Nelken zu sehen. Es sind Bilder des Übergangs mit Menschen, die aus der Masse heraustreten. Sie liegen zwischen Selbstdarstellung, Resignation und diffuser Hoffnung. Ihre Gesichter spiegeln das ganze emotionale Spektrum der letzten Stunden der DDR.

"Wenn ich es richtig rekonstruiere, wollte ich deswegen Porträts machen, weil ich schon damals irgendwie das Gefühl hatte, dass der Blick auf die Wiedervereinigung sehr westlich geprägt ist und zwar in dem Sinne, dass die westdeutschen Kollegen und Kolleginnen meistens große Menschenmengen – meistens jubelnd, Wahnsinn schreiend, oder auch nach der Banane rennend – fotografiert und gefilmt haben. Das fand ich nicht ausreichend", blickt Andreas Rost zurück.

Informationen zur Ausstellung "Andreas Rost. Wiedervereinigung"
Bis 1. November 2020

Öffnungszeiten:
Mi bis Mo, 10-17 Uhr
Dienstag ist Ruhetag

Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden


Leipzig: Der Mensch, im Datenstrom verfangen

Varvara & Mar, Data Shop (Data Honey), 2017
Varvara & Mar, Data Shop (Data Honey), 2017 Bildrechte: Halle 14

Das Netz weiß alles über uns und vergisst nichts! Obwohl das bekannt ist, handeln viele Menschen unbedarft und hinterlassen tiefe Datenspuren. Die Ausstellung "Big data, big money!" in der Halle 14 auf dem Gelände der Baumwollspinnerei in Leipzig widmet sich diesem Thema aus künstlerischer Sicht. So werden die Datenmengen bei einer Amazon-Bestellung eindrucksvoll visualisiert. Das französische Kunstkollektiv "RYBN.ORG" hat einen Handelsroboter programmiert, der seit 2011 auf Finanzmärkten selbstständig investiert und spekuliert. Die sieben Kunstpositionen geben keine schnellen Antworten, sie wollen studiert werden und nicht bloß betrachtet.

Informationen zur Ausstellung BIG D@T@! BIG MON€Y!
Ausstellung zur digitalen Ökonomie

26. September bis 5. Dezember 2020
HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Adresse: Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig


Chemnitz: Wenn Poesie zu Grafik wird

Thomas Ranft, Jahrtausendlang, 24,5 x 17,2 cm
Thomas Ranft, Jahrtausendlang, 24,5 x 17,2 cm Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn

Rainer Maria Rilke gilt als der Deutschen liebster Dichter. Der Grafiker Thomas Ranft wiederum ist über Chemnitz hinaus bekannt als einstiges Mitglied der Chemnitzer Künstlergruppe "Clara Mosch", auch als Schöpfer feiner, leichter, schwebender Grafik-Blätter. Nun hat Ranft sich an Rilkes Gedichte gewagt und gleich zwei Mappen erschaffen, die aktuell im Chemnitzer Schlossbergmuseum zu sehen sind. Rilkes schwermütig schöner aber auch verunsichernder Geist hat in diesen Grafiken von Ranft einen weiteren Ausdruck gewonnen.

Informationen zur Ausstellung Thomas Michael Ranft:
Allegorie. Grafiken zu Gedichten von Rainer Maria Rilke

27. September 2020 bis 10. Januar 2021
Schloßbergmuseum Chemnitz
Schloßberg 12, 09113 Chemnitz


Dresden: Die Welt hinter Gittern

Ausstellung 'Im Gefängnis' in Genf (Holzer/Kobler Architekturen Zürich, Berlin)
"Im Gefängnis" mit begehbarer Zelle Bildrechte: Radek Brunecky

Die Sonderausstellung "Im Gefängnis – Vom Entzug der Freiheit" in Dresden zeigt, wie sich Menschen hinter Gittern einrichten. Ihr Alltag wird bestimmt von Macht, Gewalt und Kreativität – wie skurrile Exponate zeigen, etwa ein Schachspiel aus Seife oder ein selbstgebautes Handy-Ladegerät. Darüber hinaus sind Fotografien aus dem Gefängnisalltag und über Gefängnisarchitektur zu sehen, Besucher können Videointerviews sehen, zum Beispiel mit einem Rechtswissenschaftler über das Thema Resozialisierung. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée des Confluences Lyon und dem Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum Genf – bis Ende Mai macht sie in Dresden Station.

Informationen zur Ausstellung Ausstellung "Im Gefängnis. Vom Entzug der Freiheit"
26. September bis 31. Mai 2021

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden


Chemnitz: 100 sächsische Grafiken

Maria Ondrej, the mind behind, 2020, Photogravure, Kaltnadel, Ätzradierung aus fünf Platten, 410 x 550 mm, Unikat, © VG Bild-Kunst Bonn
"the mind behind" von Maria Ondrej Bildrechte: VG Bild-Kunst Bonn

Seit 1990, eigentlich sogar seit 1976 werden in Chemnitz neue Grafiken sächsischer Künstler ausgestellt. Die 13. Biennale steht unter dem Motto "Störenfriede". Sighard Gille hat eine Fantasie über die Silvesternacht in Leipzig-Connewitz, der Dresdener Gerhard Deke und die Leipzigerin Anija Seedler präsentieren indessen ihre computerbasierten Grafiken als "Störenfriede" im heeren Hort der Druckgrafik. In der Ausstellung werden 100 Grafiken gezeigt, die auch die aktuelle Entwicklung der Technik zeigen, die immer mehr mit Farbe und Verfremdung arbeitet, sodass auch die Blätter wieder zum Unikat werden.

Informationen zur Ausstellung "Störenfriede" – 13. Biennale sächsischer Druckgrafik
22. September bis 6. Dezember 2020

Neue Sächsische Galerie
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz


Kirschau: Putzlappen-Kunst aus aller Welt

Die Art Factory Flox in Kirschau hat sich einen historischen Ort für ihre Ausstellungen ausgesucht: Einst stellte die Fabrik Friese hier Europas erste Putzlappen aus Baumwollabfällen her. Jetzt widmet sich eine Ausstellung des Kunstvereins den sonst so unscheinbaren Lappen: Putzlappen-Kunstwerke aus aller Welt sind per Post als Mail-Art nach Kirschau gekommen und noch bis Dezember zu bewundern.

Informationen zur Ausstellung "Putzlappen" – eine internationale Mail Art Ausstellung
6. September bis 6. Dezember 2020

Galerie Art Factory Flox der Kunstinitiative "Im Friese" e.V.
Friesestraße 31
02681 Schirgiswalde-Kirschau


Chemnitz: "Sebastian Gögel - Allzumenschliches"

Das Museum Gunzenhauser in Chemnitz ist berühmt für seine Sammlung, besitzt es doch durch die Schenkung des Mäzens Alfred Gunzenhauser eine der umfangreichsten musealen Sammlungen zu Otto Dix weltweit. Doch auch Werke anderer Künstler kaufte Gunzenhauser an: von Beckmann, Käthe Kollwitz und Conrad Felixmüller. Nun zeigt das Gunzenhauser Teile seiner Schätze in Korrespondenz zu den Plastiken und Öl-Gemälden des in Leipzig lebenden Künstlers Sebastian Gögel. Die Schau trägt den Titel "Allzumenschliches" und bezieht sich auf die Schrift Friedrich Nietzsches "Menschliches – Allzumenschliches".

Informationen zur Ausstellung "Sebastian Gögel - Allzumenschliches"

6. Sep 2020 – 29. Nov 2020

Im Museum Gunzenhauser
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz


Dresden: "Inspiration Handwerk"

Welchen Wert hat das mit der Hand gefertigte Werk in unserer schnellen, digitalen Welt? Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden widmen dem Handwerk eine eigene Sonderausstellung und versammeln dafür kunstvolle historische Exponate aus den eigenen Beständen und zeitgenössisches Handwerk. Im Japanischen Palais sind u.a. wunderschöne Kunstblumen, die Geschichte des Blaudrucks und faszinierende Videoinstallationen zum handwerklichen Prozess zu sehen, die sichtbar machen, wie nah Handwerk und Kunst beieinander liegen.

Informationen zur Ausstellung "Inspiration Handwerk"

5. September 2020 bis 21. Februar 2021

Japanisches Palais
Palaisplatz 11
01097 Dresden


Leipzig: Klanginstallation "Inside Beethoven"

Wie ist es mittendrin zu sein in einem Orchester? Wie klingt ein Konzert für die, die es aufführen? Das lässt sich jetzt erleben in der Klanginstallation "Inside Beethoven". Getüftelt haben an dem Projekt zum Jubiläumsjahr des großen Komponisten 2020 die beiden Musikinformatiker Axel Berndt und Simon Waloschek. Die Bühne ist in diesem Fall eine vier Mal vier Meter große Plattform. Dort stehen im Halbrund digitale Notenpulte. Eins pro Instrument. Darum sind jeweils diverse Lautsprecher angebracht, teilweise offensichtlich, teilweise versteckt. Als Klangdusche beschreibt Axel Berndt den Sound, der durch das Zusammenspiel der Boxen entsteht. Tatsächlich sind die den Instrumenten zugeordneten Boxen jeweils wie Duschköpfe über dem Zuhörer angebracht. "Softwaremäßig" habe man natürlich auch noch ein bisschen was tun müssen für den Klang, erklärt Berndt: "Also das sind 14-Kanal-Aufnahmen. Das ist keine normale Stereo-mp3-Datei, die man da abspielt!" Dafür habe man dann auch einen eigenen Mediaplayer entwickelt.

Informationen zur Ausstellung "Inside Beethoven"

27. August bis 3. November 2020

Musikausstellung des Deutschen Musikarchivs
Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig


Dresden: "Tröger.Technik. Talente."

Das Verkehrsmuseum Dresden verfügt über eine Kunstsammlung mit Werken zum Thema "Mobilität". In der Schau "Tröger.Technik.Talente." zeigt sie Werke von Künstlern der DDR mit Dresdenbezug. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Maler und Grafiker Fritz Tröger (1894-1978).

Informationen zur Ausstellung "Tröger.Technik.Talente."

25. August 2020 bis 3. Januar 2021

Verkehrsmuseum Dresden im Johanneum am Neumarkt
Augustusstraße 1
01067 Dresden


Albertinum Dresden: Ernst-Barlach-Retrospektive

Ernst Barlach, Der Rächer, 1922, Lindenholz, 57,2 x 78,9 x 29,1 cm
Ernst Barlach, Der Rächer, 1922, Lindenholz, 57,2 x 78,9 x 29,1 cm Bildrechte: Ernst Barlach Haus Hamburg / Andreas Weiss

Zum 150. Geburtstag des Expressionisten Ernst Barlach gibt es in Dresden eine umfangreiche Schau zum Schaffen des Künstlers, der vor allem als Holzbildhauer eine große Popularität genießt. Es ist die erste große  Barlach-Ausstellung seit vier Jahrzehnten. Neben zahlreichen Holzskulpturen wird auch sein Wirken als Schriftsteller, Zeichner oder Grafiker in insgesamt 230 Ausstellungsstücken gezeigt. Auch das "Frierende Mädchen" ist dabei, das 1920 für die Dresdner Skulpturensammlung angekauft, jedoch 1937 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt wurde und nun, nach 80 Jahren nach Dresden zurückkehrt.

Informationen zur Ausstellung "Ernst Barlach zum 150. Geburtstag. Eine Retrospektive"

8. August 2020 bis 10. Januar 2021

Albertinum Dresden
Tzschirnerplatz 2
01067 Dresden


"Im Morgenlicht der Republik" in den Kunstsammlungen Chemnitz

Vor etwas mehr als hundert Jahren hat die Stadt Chemnitz begonnen, die gesammelten Kunstwerke auszustellen und der Allgemeinheit zugänglich zumachen. Was zu Beginn noch eine ziemlich diffuse Mischung war, entwickelte sich bald zu einem anerkannten Museum mit Schwerpunkt auf Moderne und Expressionismus. Nun feiern die Kunstsammlungen Chemnitz ihren 100. Geburtstag. In der Ausstellung "Im Morgenlicht der Republik" blickt das Museum auf seine Geschichte zurück.

Informationen zur Ausstellung: "Im Morgenlicht der Republik" – 100 Jahre Kunstsammlungen Chemnitz

Vom 25. Juli bis zum 25. Oktober 2020

Kunstsammlungen Chemnitz
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz


"Krieg Macht Nation" im Militärhistorischen Museum Dresden

Zum 150. Jahrestag des deutsch-französischen Krieges zeigt das Militärhistorische Museum Dresden mit "Krieg Macht Nation" eine Schau über den kriegerischen Weg, der zur Gründung des Deutschen Kaiserreiches führte. Und die Ausstellung verdeutlicht: Die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich waren auch Kriege der Bilder. Medien spielten eine große Rolle, genauso wie Waffentechnik, Eisenbahnen und Telegrafen.

Informationen zur Ausstellung: "Krieg Macht Nation" im
Militärhistorischen Museum der Bundeswehr Dresden

Zu sehen bis zum 31. Januar 2021

MHM
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden


Landesausstellung: "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen"

Die vierte Landesausstellung beschäftigt sich mit der jahrhundertelangen industriellen Tradition in Sachsen, von den Anfängen des Silber-Bergbaus im Erzgebirge über den Eisenbahn- und Automobilbau bis zur heutigen Hightech-Industrie. Die Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau zeigt über 600 Exponate.

Daneben sind an sechs weiteren Schauplätzen Ausstellungen zu bestimmten Themen zu sehen, so zum Auto-Boom im Horch-Museum Zwickau, zu Maschinenbau und Eisenbahnen in Chemnitz, zur Kohlegewinnung in Oelsnitz, Textilien in Crimmitschau und der Silbergewinnung in Freiberg.

Informationen zur Ausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen"

11. Juli bis 31. Dezember 2020
Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau
Audistraße 9, 08058 Zwickau

Ergänzende Ausstellungen an authentischen Schauplätzen in Zwickau, Chemnitz, Oelsnitz, Crimmitschau und Freiberg.


Japanisches Palais Dresden: "Tot wie ein Dodo" zeigt Artensterben

Die Ausstellung "Tot wie ein Dodo" in Dresden zeigt die Ausrottung von Tierarten durch den Menschen, von den Anfängen bis zur heutigen Zeit. Bis zu einer Million der weltweit geschätzten acht Millionen Arten sind vom Aussterben bedroht, so der Bericht des Weltbiodiversitätsrats aus dem Jahr 2019. Arten wie der Dodo, die Stellersche Seekuh oder der Riesenalk sind für immer verloren.

Informationen zur Ausstellung "Tot wie ein Dodo - Arten.Sterben.Gestern.Heute."

3. Juli 2020 bis 17. Januar 2021

Japanisches Palais
Palaisplatz 11 01097 Dresden


Kunstgewerbemuseum Dresden: Designerin Christa Petroff-Bohne

Die Designerin Christa Petroff-Bohne ist die wohl wichtigste und wirkmächtigste Gestalterin der 50er- und 60er-Jahre. Sie hat Generationen von DDR-Formgestaltern geprägt, und ihr Werk ist auch im internationalen Vergleich relevant. Nun zeigt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) im Pillnitzer Wasserpalais Petroff-Bohnes Schaffen. "Schönheit der Form" lautet der Titel der diesjährigen Saisonausstellung.

Informationen zur Ausstellung "Schönheit der Form. Die Designerin Christa Petroff-Bohne".

27. Juni bis 1. November 2020

Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Schloss Pillnitz
August-Böckstiegel-Straße 2
01326 Dresden


MdbK Leipzig: Kunst gegen Vermüllung

Die Ausstellung "Zero Waste" im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) thematisiert die menschliche Maßlosigkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt: Gewächshäuser, Plastik- und Klamottenberge, die Verschmutzung des Wassers, Müllinseln. Gezeigt werden Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstlern wie Raul Walch, Wolf von Kries, Swaantje Güntzel, Michel de Broin, Alexander Oelofse, Tita Salina und Irwan Ahmett.

Informationen zur Ausstellung "Zero Waste"

25. Juni bis 8. November 2020

Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig


Hygiene-Museum Dresden: Ausstellung zum Essen der Zukunft

Essen gehört in unserer Gesellschaft inzwischen zum Lifestyle, volle Teller zählen zu den beliebtesten Motiven in sozialen Netzwerken. Die Ausstellung "Future Food" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden befasst sich mit vielen Aspekten des Essens und seiner gesellschaftlichen Rolle. Vor allem aber geht es um die Frage, wie sich unser Essverhalten in Zukunft ändern könnte – oder ändern müsste, damit die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann.

Informationen zur Ausstellung "Future Food. Essen für die Welt von morgen"

30. Mai 2020 bis 21. Februar 2021

Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Museums- und Ausflugstipps für Sachsen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 29. September 2020 | 17:10 Uhr