"Augenblicke: Gesichter einer Reise" Beeindruckendes Streetart-Projekt kommt ins Kino

In diesem dokumentarischen Roadmovie begleiten wir die legendäre 90-jährige Regisseurin Agnès Varda und den angesagten Fotografen und Streetart-Künstler JR, der auch in Berlin seine Spuren hinterlassen hat, auf einer Reise quer durch Frankreich. Mit ihnen lernen wir viele Menschen kennen, Zufallsbekanntschaften mit Arbeitern und Pensionären, mit Bauern und Kindern, die von den beiden liebevollen Künstlern als riesenhafte Fotos auf Hauswände geklebt werden. So wird der Alltag, werden die Gesichter ganz einfacher Menschen zu eindringlichen Kunstwerken, ein Wunder gerade für die Porträtierten.

Indem wir die Porträts vergrößern, machen wir kleine Momente groß, und zwar im Leben von Leuten, die nicht im Scheinwerferlicht stehen.

Streetartkünstler JR

Dieser Film ist in jeder Hinsicht beglückend: als ein intimer, warmherziger und auch witziger Dialog zwischen Alter und Jugend, als genauer Blick auf schöpferische Prozesse und als eine lebenskluge Reflexion über die Kunst des Bildermachens.

Am Schluss hatte ich feuchte Augen, man denkt es gar nicht, es ist ein Film über Kunst! Aber diese beiden Menschen zu sehen, wie sie die Welt wahrnehmen, das hat mich zutiefst berührt.

Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker
Genre: Dokumentation
Regie: Agnès Varda, JR
Darsteller: Agnès Varda, JR, Jean-Luc Godard u.v.m.
Im deutschen Kino ab: 31. Mai 2018
Produktionsland: Frankreich
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★ (5 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filme der Woche | 31. Mai 2018 | 07:40 Uhr

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