Eine junge Frau
Ayka, gespielt von Samal Yeslyamova Bildrechte: Neue Visionen Filmverleih

Filmstart "Ayka": Überlebenskampf in Moskau

Der Film von Regisseur Sergei Dworzewoi erzählt von einer jungen Frau aus Kirgisien (in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet: Samal Yeslyamova), die sich illegal in Moskau durchschlagen muss. In beinah dokumentarischen Bildern wird die Unmenschlichkeit einer Welt ohne Mitgefühl gezeigt. Eine Kritik.

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Eine junge Frau
Ayka, gespielt von Samal Yeslyamova Bildrechte: Neue Visionen Filmverleih

Beim Cottbuser Filmfestival gewann "Ayka" von Sergei Dworzewoi den Hauptpreis, jetzt kommt dieser eindringliche russische Films ins Kino. Ayka stammt aus Kirgisien, im unwirtlichen Moskau versucht sie in einem harten Überlebenskampf Geld zu verdienen.

Preisträgerin in Cannes

Ohne feste Bleibe schlägt sich die Illegale durch, von Job zu Job, ohne je Hilfe zu finden – auch nicht, als sie einem kleinen Sohn das Leben schenkt, wodurch ihre Notlage noch schlimmer wird. Mit einer fast dokumentarischen Kamera, die immer sehr nah und eng an Ayka bleibt, wird die Unmenschlichkeit einer Welt erfahrbar, in der zivile Tugenden wie Mitgefühl und Zuwendung verschwunden sind.

Die Schauspielerin Samal Yeslyamova, deren verhaltene Kraft den Film tief prägt, wurde sehr zu Recht in Cannes als beste Darstellerin geehrt.

Genre: Drama
Regie: Sergei Dworzewoi
Darsteller: Samal Yeslyamova, Zhipargul Abdilaeva, David Alavverdyan
Im deutschen Kino ab: 18.04.2019
Produktionsland: Russland/Deutschland/Polen/Kasachstan/China
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 18. April 2019 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 07:34 Uhr

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