Person mit schwarzer Maske
Bildrechte: Disney

Filmkritik "Black Panther" - der erste schwarze Marvel-Superheld

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Person mit schwarzer Maske
Bildrechte: Disney

Es ist ohne Frage ein historisches Ereignis, nicht nur für das Marvel-Imperium: Mit Chadwick Boseman als "Black Panther" betritt zum ersten Mal ein schwarzer Superhero in einer Hauptrolle die Bildfläche.

Regisseur Ryan Coogler lässt uns teilhaben am inneren Ringen des neuen Königs von Wakanda um die Idee seiner Herrschaft. Dabei ist "Black Panther" kein makelloser Film, der Einstieg erscheint zäh, so richtig los geht es eigentlich erst nach einer Stunde. Die etwas überladene Handlung schlingert zeitweise haltlos herum, manche Episoden sind umständlich und nicht immer motiviert. Doch die dramaturgischen Schwächen verblassen hinter den sehr glaubhaften, differenzierten Figuren (vor allem die Frauen sind sehr stark), der farbenfrohen, hinreißenden Ausstattung und angesichts des sehr ernsthaften Nachdenkens darüber, was heute schwarze Identität sozial und kulturell bedeutet.

Genre: Fantasy/Action
Regie: Ryan Coogler
Darsteller: Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong'o u.a.
Im deutschen Kino ab: 15.02.2018
Produktionsland: USA
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 15. Februar 2018 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2018, 01:00 Uhr

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