Filmszene aus "Ein Leben".
Filmszene aus "Ein Leben". Bildrechte: Film Kino Text

Filmstart "Ein Leben" - ein kühner Film voll reicher Assoziationen

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Filmszene aus "Ein Leben".
Filmszene aus "Ein Leben". Bildrechte: Film Kino Text

Ein ganzes Leben wird besichtigt, in nur zwei Kinostunden. Jeanne, eine junge Frau in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Tochter einer bescheidenen französischen Landadel-Familie, geht in ihrer Lebensspanne durch das ganze Drama der Existenz einer Frau dieser Zeit: Verrat und Betrug, schwere Verluste und verweigerte Entfaltung, ökonomische Abhängigkeit und Niedergang, aber auch Hoffnung und alltägliche Freude.

Die unendlich wandelbare Judith Chemla glänzt in dieser wunderbaren Maupassant-Verfilmung, die in der kühnen Regie von Stéphane Brizé nichts Verstaubtes hat. Die Modernität der Filmsprache, Gedankensplitter und Sprünge, versetzte Ton- und Bildebenen, reiche Assoziationen bringen uns diese Frau so nahe, als könnten wir ihr tatsächlich beim Erinnern zusehen. 

Genre: Drama
Regie: Stéphane Brizé
Darsteller: Judith Chemla, Jean-Pierre Darroussin, Yolande Moreau
Im deutschen Kino ab: 24.05.2018
Produktionsland: Land
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 24. Mai 2018 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Mai 2018, 04:00 Uhr

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