Jens (Frederick Lau) in 'Gutland' (undatierte Filmszene)
Frederick Lau flieht als zotteliger Bankräuber in ein luxemburgisches Dorf. Bildrechte: deja vu Film/dpa

Debütfilm "Gutland" – ein unheimlicher Heimatfilm mit Frederick Lau

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Jens (Frederick Lau) in 'Gutland' (undatierte Filmszene)
Frederick Lau flieht als zotteliger Bankräuber in ein luxemburgisches Dorf. Bildrechte: deja vu Film/dpa

Dieser sehenswerte Debütfilm kommt aus Luxemburg zu uns, was schon eine Seltenheit ist. Regisseur Govinda Van Maele lässt den deutschen Schauspieler Frederick Lau als fliehender Bankräuber Jens – malerisch verkommen, kaum zu erkennen mit langer Mähne – in einem kleinen luxemburgischen Dorf stranden, wo er Unterschlupf sucht und sich in die schöne Bürgermeister-Tochter Lucy (Vicky Krieps) verliebt. Zunächst hält Jens sich, aus Angst vor Entdeckung, aus dem Dorfleben heraus.

Es ist eine faszinierend-düstere, geschlossene Welt voller verdrängter Geheimnisse, in die er immer tiefer eintaucht, eine fast archaische Gemeinschaft, in der andere Gesetze gelten. "Gutland" ist ein unheimlicher Heimatfilm, bildstark in Szene gesetzt und lustvoll anarchisch gespielt.

Eine Szene des Films 'Gutland'.
Bildstark eröffnen sich nach und nach die Geheimnisse des kleinen Dorfes. Bildrechte: deja vu Film/dpa
Genre: Drama, Thriller
Regie: Govinda Van Maele
Darsteller: Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini
Im deutschen Kino ab: 3. Mai 2018
Produktionsland: Luxemburg, Belgien, Deutschland
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filme der Woche | 03. Mai 2018 | 07:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2018, 10:29 Uhr

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