Jetzt im Kino "Birth of the Cool": Faszinierende Doku über Miles Davis

Knut Elstermann
Bildrechte: Jochen Saupe

Miles Davis war ein musikalisches Genie: Das unentwegte Suchen nach Inspirationen, nach dem tiefsten, reinsten, musikalischen Ausdruck prägte sein Leben. Ein faszinierendes Porträt von Regisseur Stanley Nelson, in dem auch Kollegen wie Quincy Jones und Carlos Santana zu Wort kommen.

Miles Davis war einer der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts und sicher nicht nur für den Regisseur dieses hervorragenden Dokumentarfilms, Stanley Nelson, der Inbegriff der Coolness. Für seinen Film hatte er unbeschränkten Zugriff auf das Archiv von Miles Davis und kann so bisher unbekanntes, faszinierendes Material präsentieren, darunter Studioaufnahmen und Interviews. Berühmte Kollegen wie Quincy Jones und Carlos Santana kommen zu Wort. Das Bild eines außergewöhnlichen Mannes rundet sich hier, der zwar weltweit gefeiert wurde, was ihn jedoch nicht vor schmerzlichen Erfahrungen mit dem alltäglichen Rassismus bewahrte.

Regisseur Stanley Nelson, der schon seit seiner Jugendzeit von Miles Davis gefesselt ist, vermag es in seinem Film, die widersprüchliche, schwierige Persönlichkeit des großen Künstlers ebenso sichtbar zu machen wie seine bahnbrechenden Leistungen, seine geniale Begabung, sein unentwegtes Suchen nach Inspirationen, nach dem tiefsten, reinsten, musikalischen Ausdruck.

"Miles Davis" 3
Auch die widersprüchliche, schwierige Persönlichkeit des großen Künstlers wird im Film deutlich. Bildrechte: 2019 Piece of Magic Entertainment
Genre: Dokumentarfilm
Regie: Stanley Nelson
Besetzung: Ron Carter, Jimmy Cobb, Miles Davis
Im deutschen Kino ab: 02.01.2020
Produktionsland: USA
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 02. Januar 2020 | 08:10 Uhr

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