Ausstellungsraum " Leben und Sterben " in der Dauerausstellung im Hygienemuseum am 10.02.2017 in Dresden .
Modell eines Chromosoms und einer Fruchtfliege im Raum "Leben und Sterben" des Dresdner Hygienemuseums. Bildrechte: Oliver Killing/ Hygienemuseum Dresden

Ausstellungen Das sind die spannendsten Museen in Sachsen

Im Dresdner Zwinger die Kunstschätze des Grünen Gewölbes erkunden, in Radebeul auf den Spuren von Karl May wandeln oder in Zwickau den letzten Trabi anschauen - wie wäre es mit einem Ausflug ins Museum? Wer in Sachsen nach einem Ausflugsziel sucht, dem empfehlen wir diese spannenden Ausstellungen:

Ausstellungsraum " Leben und Sterben " in der Dauerausstellung im Hygienemuseum am 10.02.2017 in Dresden .
Modell eines Chromosoms und einer Fruchtfliege im Raum "Leben und Sterben" des Dresdner Hygienemuseums. Bildrechte: Oliver Killing/ Hygienemuseum Dresden

Annaberg-Buchholz: Manufaktur der Träume

Wer nach Annaberg-Buchholz fährt, sieht schon aus der Ferne die St. Annenkirche, eine der bedeutendsten spätgotischen Hallenkirchen Deutschlands aus dem Jahr 1519. Ganz in der Nähe, in Annabergs sehenswerter Altstadt, befindet sich die "Manufaktur der Träume". Tatsächlich entführt dieses Museum den Besucher in eine wunderbare Traumwelt aus Holzpielzeug, Bergbau-Figuren und erzgebirgischer Weihnacht.

Das Erlebnismuseum führt die Besucher auf drei Ebenen durch die Ausstellung: Sehen, Machen und Staunen heißen sie und entsprechen den Etagen des Gebäudes. Dieses Konzept ermöglicht einen sehr sinnlichen Zugang zum Kunsthandwerk. So dürfen beispielsweise einzelne Werkstücke berührt und das Holz der Schnitzkunst ertastet werden. Ein mechanischer "Weihnachtsberg" inszeniert kleine Figuren zur Musik und die berühmten Pyramiden werden mit Licht und Ton zauberhaft in Szene gesetzt.

Die "Manufaktur der Träume" lohnt sich für Familien - die Exponate sind für Kinder spannend in Szene gesetzt und können zusätzlich mit einem "Detektivblatt" erkundet werden. Im Anschluss sollten Besucher auf den Museumsbalkon treten und die Aussicht genießen: auf die Annaberger Altstadt und die Landschaft des Erzgebirges. Am Wochenende öffnet im Museum zudem das älteste Café Annaberg-Buchholz' mit eigener Schokoladen-Schaumanufaktur.

Manufaktur der Träume Annaberg-Buchholz
"Manufaktur der Träume": Das volkskünstlerische Erbe des Erzgebirges wird hier sehr modern inszeniert. Bildrechte: Dirk Rückschloss

Informationen zum Museum: Manufaktur der Träume
Buchholzer Straße 2
09456 Annaberg-Buchholz

Öffnungszeiten:
täglich 10 - 18 Uhr

Chemnitz: Museum Gunzenhauser

Allein das Haus ist eine Sehenswürdigkeit: Das ehemalige Sparkassengebäude am Falkeplatz in Chemnitz entstand in den Jahren 1928 bis 1930 als eines der ersten Hochhäuser und ist ein exemplarisches Gebäude des "Neuen Bauens". Heute befindet sich hier das Museum Gunzenhauser mit dem weltweit größten Otto-Dix-Bestand.

2007 gelang es der langjährigen Direktorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger, die legendäre, hoch angesehene Sammlung Gunzenhauser als Stiftung in die Stadt zu holen. Alle wollten den umfangreichen Bestand des Kunstsammlers Alfred Gunzenhauser damals für sich, insbesondere die 380 Otto Dix-Werke. Heute sind die Werke des Künstlers das Herzstück des Museums Gunzenhauser und nehmen eine gesamte Etage in Anspruch.

300 Werke der klassischen Moderne und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, überwiegend des Expressionismus, sind seitdem ständig auf drei Etagen des Museums zu sehen, darunter Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Paula Modersohn-Becker, Karl Schmidt-Rottluff und Gabriele Münter. Nicht nur eine der größten Otto-Dix-Sammlungen kann Chemnitz vorweisen, sondern auch die zweitgrößte Sammlung des Expressionisten Alexej von Jawlensky. In der vierten Etage des Museums finden zudem wechselnde Sonderausstellungen statt, um dem Gesamtumfang der Gunzenhauser-Sammlung von über 2.400 Werken gerecht zu werden.

Besucher in der Dauerausstellung der Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser, vorn das Gemälde "Frühlingslandschaft mit blühenden Bäumen am Untersee" (1944) von Otto Dix
Besucher im Museum Gunzenhauser betrachten das Gemälde "Frühlingslandschaft mit blühenden Bäumen am Untersee" (1944) von Otto Dix. Bildrechte: VG Bild-Kunst, Bonn 2018/Kristin Schmidt

Informationen zum Museum: Kunstsammlungen Chemnitz
Museum Gunzenhauser
Falkeplatz
09112 Chemnitz

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag, Feiertage: 11 - 18 Uhr

Dresden: Deutsches Hygienemuseum

Mit überraschenden und thematisch überaus vielseitigen Sonderausstellungen macht das Hygienemuseum in Dresden immer wieder von sich reden. So widmete sich das Museum in der Ausstellung "Rassismus. Die Erfindung der Menschenrassen" einem aktuellen Thema im historischen Kontext, und setzte sich zugleich mit seiner eigenen Geschichte als Propagandamaschine der Nationalsozialisten auseinander.

Darüber hinaus beleuchten in der Dauerausstellung sieben spannende Räume das "Abenteuer Mensch". Exponate wie die "Gläserne Frau" machen die Anatomie des menschlichen Körpers im wahrsten Sinne transparent - daneben eine frühe Röntgenanlage, die den historischen Kontext liefert. Beeindruckend sind auch die Moulagen aus Wachs, Nachbildungen krankhaft veränderter Körperteile. Eine ganze Abteilung widmet sich dem Verlauf des Lebens von der ersten Zelle bis zum Tod. Mit Hilfe von Medienstationen begegnen Besucher auch ethischen Fragen, wie vorgeburtlicher Diagnostik oder Lebensverlängerung.

Mit seiner Bandbreite an Themen hat das Hygienemuseum das wohl heterogenste Publikum der Stadt. Es ist zudem ein echtes Familienmuseum mit hohem Anspruch in Konzeption und Vermittlung. Im "Kinder-Museum" laden Experimentierstationen und Spiele zum Entdecken ein. Wer eine Pause braucht, kehrt im museumseigenen Café-Restaurant ein oder entspannt im nahe gelegenen Park, dem Großen Garten.

Ausstellungsraum " Leben und Sterben " in der Dauerausstellung im Hygienemuseum am 10.02.2017 in Dresden .
Mit den Alterssimulatoren kann man sich schon mal aufs spätere Leben vorbereiten. Bildrechte: Oliver Killing/ Hygienemuseum Dresden

Informationen zum Museum: Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1
01069 Dresden

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag, Feiertage: 10 - 18 Uhr
Montag geschlossen (an Feiertagsmontagen geöffnet)

Dresden: Grünes Gewölbe

Das Residenzschloss ist eines der architektonischen Highlights der Dresdner Altstadt - zwischen Semperoper, Zwinger und Frauenkirche. Bei der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg fast vollständig ausgebrannt, wurde das Dresdner Schloss erst vor einigen Jahren wieder aufgebaut. Heute ist es eine Art sächsischer Louvre, einer der größten Museumskomplexe Deutschlands. Das imposanteste dieser Museen ist die barocke Schatzkammer: das Grüne Gewölbe.

Fast wird einem schwindelig, wenn im Historischen Grünen Gewölbe Spiegel und Kunstkammerstücke aus Gold, Bergkristall und Diamanten um die Wette funkeln. Bewusst wird auf Vitrinen und Beschriftungen verzichtet, alles soll sich so anfühlen, wie es August der Starke damals ersonnen hat, als er 1730 dieses Gesamtkunstwerk aus Architektur und Sammlerstücken fertig stellen ließ - eine visuelle Zeitreise in den Barock. Durch das Bernsteinkabinett gelangt man ins benachbarte Elfenbeinzimmer, Weißsilberzimmer und ins Silbervergoldete Zimmer.

Übersichtlicher wird es dagegen im Neuen Grünen Gewölbe. Der Schwerpunkt liegt hier auf der modernen Präsentation besonders wertvoller und beeindruckender Einzelstücke der Sammlung. Berühmtheiten, wie der Grünen Diamant, sind weltweit einmalig. Es ist der größte, der jemals gefunden wurde.

Besucher im Silbervergoldeten Zimmer während der Wiedereröffnung des Grünen Gewölbes im Dresdner Schloss.
Im Historischen Grünen Gewölbe verschmelzen Raum und Werke der Schatzkunst zu einem barocken Gesamtkunstwerk. Bildrechte: IMAGO

Informationen zum Museum: Grünes Gewölbe
Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich 10 - 18 Uhr, Dienstag geschlossen
Aus konservatorischen Gründen ist die Anzahl der Besucher des Historischen Grünen Gewölbes täglich begrenzt. Entsprechende Zeitkarten können im Vorverkauf erworben werden.

Dresden: Gemäldegalerie Alte Meister

Der Dresdner Zwinger, eines der bekanntesten Barockbauwerke Deutschlands, beherbergt eine Gemäldegalerie von Weltruhm. Gottfried Semper plante den Bau Ende des 19. Jahrhunderts - ein Gebäude eigens für die "Alten Meister". So kann man hier eines der berühmtesten Gemälde aller Zeiten sehen: die "Sixtinische Madonna". Raffael malte sie im Jahr 1512/13.

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf italienischer Malerei der Renaissance, mit Hauptwerken der Künstler Giorgione, Tizian, Correggio, Mantegna, Botticelli und Parmigianino. Auch holländische und flämische Maler des 17. Jahrhunderts sind vertreten - darunter Rembrandt und seine Schule. Darüber hinaus ist altdeutsche und altniederländische Malerei ausgestellt, die großen Namen sind hier van Eyck, Dürer, Cranach und Holbein.

Eine Fülle an wunderbaren Gemälden - es empfiehlt sich, viel Zeit für diese Galerie einzuplanen. Unter den Eindrücken können Besucher im Anschluss in der Anlage des Zwingers lustwandeln: Innenhof, Außengalerien und Gartenanlage sind kostenfrei frei zugänglich.

Blick in die Ausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister/Skulpturensammlung im Semperbau am Zwinger
Die Ausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister im Semperbau am Zwinger. Bildrechte: SKD/David Pinzer

Informationen zum Musuem: Gemäldegalerie Alte Meister
Zwinger
Theaterplatz 1
01067 Dresden

Öffnungszeiten:
täglich 10 - 18 Uhr, Montag geschlossen

Dresden: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Am Rande der Dresdner Neustadt befindet sich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Das ursprüngliche Arsenalgebäude aus dem 19. Jahrhundert ist von einem großen Keil durchbrochen. Stararchitekt Daniel Libeskind entwarf den Bau, wie zuvor beispielsweise das Jüdische Museum Berlin und das Imperial War Museum Manchester.

Das symbolträchtige Gebäude verweist auf das Kernthema der Ausstellung: die Frage nach Ursachen und Folgen von Krieg und Gewalt. So wird der Besucher beispielsweise mit der Zerstörung durch die Atombombe konfrontiert. In einer Installation sieht man die Bombe über Hiroshima aufblitzen und findet seinen eigenen Schatten für einige Sekunden an einer Wand. Auch wer sich bisher nicht für Militärgeschichte interessierte, wird in der Auststellung viele spannende Zugänge finden, zum Beispiel Tierpräparate, die den Einsatz von Tieren im Krieg vor Augen führen. Die Exponate verweisen aber auch in die Gegenwart: So kann man hier die primitiven Leitern sehen, mit denen afrikanische Flüchtlinge versucht haben, den Grenzzaun der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla zu überwinden.

Kindern wird der Museumsbesuch mit einem Quiz erleichtert, und in den Sommerferien gibt es eine Familienführung. Eis, Café oder einen Imbiss findet man in der nahe gelegenen Dresdner Neustadt - ein echtes Szeneviertel und im Übrigen der Stadtteil mit der höchsten Galeriendichte.

Militärhistorisches Museum Dresden
Kriegerische Spielzeuge: die Ausstellung "War and Play" im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Bildrechte: David Brandt

Informationen zum Musuem: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden

Öffnungszeiten:
Montag: 10 - 21 Uhr
Dienstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr
Mittwoch geschlossen

Freiberg: Terra Mineralia

Von der Freiberger Innenstadt kann man einen schönen Spaziergang zum Schloss Freudenstein unternehmen. Einst als Burg zum Schutz des Silberbergbaus errichtet, ist es eng mit der Geschichte der Wettiner verbunden. Im Schloss befindet sich die Mineralienausstellung "Terra Mineralia".

Mehr als 3.500 Ausstellungsstücke umfasst die wertvolle Sammlung, die in eine ganz besondere Welt entführt. Besucher erkunden den Amerika-, Afrika- und Europa-Saal und können Kristalle aus aller Welt mit ihrem riesigen Farb- und Formenspektrum bewundern. In der Schatzkammer, dem Herzstück der Ausstellung, befinden sich die schönsten Objekte. Alle Exponate stammen aus der privaten Sammlung der Schweizerin Erika Pöhl-Ströher, die sie der TU Bergakademie Freiberg im Jahr 2004 als Dauerleihgabe überließ.

Wer nicht nur schauen, sondern mehr erfahren möchte, dem bietet die TU Freiberg ein großes Angebot an thematischen Führungen, die man vorab buchen kann: zum Beispiel Schmuck- und Edelstein-Geschichte, Minerale im Alltag und die Anfänge der Geologie. An den Wochenenden gibt es Führungen für Kurzentschlossene - ohne Voranmeldung.

Terra Mineralia
Der Amerikasaal der "Terra Mineralia" mit Mineralstufen vom amerikanischen Kontinent. Bildrechte: Woflgang Thieme

Informationen zum Museum Schloss Freudenstein
Schloßplatz 4
09599 Freiberg

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag: 10 - 17 Uhr
Samstag - Sonntag: 10 - 18 Uhr

Glashütte: Deutsches Uhrenmuseum

Glashütte ist eine Kleinstadt südlich von Dresden, mitten im Erzgebirge. Weltruhm erlangte die Stadt durch die Herstellung von Uhren. 1845 wurden die ersten Manufakturen gegründet, später entstand hier die Deutsche Uhrmacherschule und heute ist der Name der Stadt gleichzusetzen mit Luxusuhren, die in aller Welt verkauft werden.

Das Deutsche Uhrenmuseum lässt die Geschichte der Uhrenfabrikation mit spannenden Exponaten von Taschen-, Armband- und Pendeluhren lebendig werden. Darunter befinden sich einige Seltenheiten, wie eine Taschenuhr mit Schlüsselaufzug aus der Gründerzeit oder ein Marinechronometer, der 1911 mit auf eine Südpolarexpedition reiste. Außerdem gibt es eine der seltenen Tourbillon-Taschenuhren von 1925 zu sehen. Die Tourbillon-Technik versuchte die Wirkung der Schwerkraft aufs Uhrwerk zu minimieren - hier wird die Faszination des Uhrmacherhandwerks greifbar.

Nach dem Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch Glashütte. In der ganzen Stadt sind Infotafeln platziert, die von der Geschichte der Uhrenhochburg berichten - an alten Produktionsstätten etwa und an Wohnhäusern berühmter Perönlichkeiten.

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
In der Schatzkammer des Deutschen Uhrenmuseum Glashütte kann man dem Handwerk auf den Grund gehen. Bildrechte: René Gaens

Informationen zum Museum: Deutsches Uhrenmuseum
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte

Öffnungszeiten:
Montag - Sonntag, auch an Feiertagen: 10 - 17 Uhr

Leipzig: Museum der Bildenden Künste

Das Museum der Bildenen Künste (MdbK) in Leipzig befindet sich in einem riesigen Quader aus Beton und Glas. Das Gebäude wurde im Jahr 2004 auf dem ehemaligen Sachsenplatz eröffnet und bietet etwa 7.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Hier hat eine der umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands, mit tausenden Gemälden, Grafiken und Skulpturen ihr zu Hause.

Im MdbK kann man die Werke zahlreicher Alter Meister bewundern, wie Lucas Cranach der Jüngere, und vielen großen Namen begegnen: Caspar David Friedrich und Claude Monet zum Beispiel. Ein Schwerpunkt liegt auf Leipziger Kunst und Kunst der DDR, mit Werken von Max Beckmann und Max Klinger. Im Bereich zeitgenössische Kunst ist das MdBK zurecht stolz auf geschlossene Werkschauen der Leipziger Schule, mit Künstlern wie Bernhard Heisig und Werner Tübke. Große Bestände von Neo Rauch und Daniel Richter sind ein Höhepunkt jeden Besuchs.

Im Anschluss oder zwischendurch lohnt sich Abstecher ins Café - ein hallenartiger Raum mit meterhoher Glasfassade. Oder man erkundet Leipzigs Innenstadt, die direkt vor der Tür liegt.

Museum der Bildenden Künste Leipzig
Besucher im Neo-Rauch-Saal des Museums der Bildenden Künste in Leipzig. Bildrechte: A. Schmidt

Informationen zum Museum: Museum der Bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag, Donnerstag - Sonntag, Feiertage: 10 - 18 Uhr
Mittwoch: 12 - 20 Uhr

Leipzig: Zeitgeschichtliches Forum

In Leipzigs Fußgängerzone gelegen, erkennt man das Zeitgeschichtliche Forum gut an der ungewöhnlichen Bronzeskulptur, die vor dem Eingang steht. "Der Jahrhundertschritt" des Leipziger Künstlers Wolfgang Mattheuer hält die rechte Hand zum Hitlergruß und die linke zur Faust geballt - ein Symbol für totalitäre Systeme, die Teil der deutschen Geschichte sind. Das Zeitgeschichtliche Forum lädt ein, sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen.

In der Stadt der friedlichen Revolution geht es da vor allem um die jüngere Geschichte, um Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands. Die Dauerausstellung, die derzeit erneuert wird, will ab dem 6. November stärker die Transformationsprozesse der Wendezeit und der folgenden Jahrzehnte in den Fokus rücken. Aber auch die beliebten Ausstellungsstücke aus dem DDR-Alltag, von Haushaltsgegenständen bis zum Motorroller "Schwalbe", werden wieder zu sehen sein. Daneben gibt es eine kleine, lohnenswert Schau zum "Mosaik", dem erfolgreichen Comic aus der DDR von Zeichner Hannes Hegen. Zudem werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen angeboten, zum Beispiel mit dokumentarischen Fotografien.

Wer noch mehr über Leipzigs Geschichte und die friedlichen Revolution von 1989 erfahren möchte, der sollte auch das Museum "Runde Ecke" im ehemaligen Stasi-Gebäude besuchen.

Informationen zum Museum: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Straße 6
04109 Leipzig

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 9 - 18 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 10 - 18 Uhr
Montag geschlossen

Der Eintritt ist frei.

Radebeul: Karl-May-Museum

Radebeul ist ein wunderbares Ausflugsziel nördlich von Dresden, zwischen Weinbergen und Elbe gelegen. Hier gibt es einen unerwartet exotischen Ort, denn hier steht ein Wild-West-Blockhaus namens "Villa Bärenfett". Es ist das Museum zu Ehren des Abenteuerschriftstellers Karl May, der in Radebeul seinen letzten Wohnsitz hatte und auch hier begraben wurde. Das Karl-May-Museum eröffnete 1928, heute gehört seine ethnologische Indianersammlung zu den wertvollsten in Europa.

Besucher können das Wirken und Leben der nordamerikanischen Indianer kennenlernen: Die Exponate reichen von Mokassins und Tomahawks über Adlerfederhauben bis zu Totempfählen und Zeremonialpfeifen. Lebensgroße Indianer-Kostümfiguren machen diese Welt lebendig. Im angrenzenden ehemaligen Wohnhaus von Karl May, der Villa "Shatterhand", befindet sich die Ausstellung zum Leben und Schaffen des Schriftstellers, der bis heute zu den meistgelesenen Autoren der Welt zählt.

Das Karl-May-Museum ist besonders bei Kindern beliebt. Dementsprechend groß ist das museumspädagogische Angebot mit Bastel- und Spielideen. Im Freien gibt es einen Abenteuerspielplatz mit Goldwaschanlage und begehbarem Tipi.

Informationen zum Museum: Karl-May-Museum
Karl-May-Str. 5
01445 Radebeul

Öffnungszeiten:
März bis Oktober, Dienstag - Sonntag: 9 - 18 Uhr
November bis Februar, Dienstag - Sonntag: 10 - 17 Uhr

Zwickau: August Horch Museum

Wo einst das Zwickauer Audi-Werk stand, befindet sich heute das August Horch Museum. Ein altes Kontorgebäude wurde dafür renoviert und die Villa des Fabrikanten August Horch, dem Gründer von Audi, für Besucher geöffnet. Das Museum veranschaulicht mehr als 100 Jahre Automobilbautradition in Zwickau und bietet mit seiner Fahrzeugausstellung auch wenig technikinteressierten spannende Einblicke in den Pioniergeist der Automobilbauer.

Auf rund 6.500 Quadratmetern sind Automobile von Horch, Audi, Volkswagen, Wanderer, DKW sowie der Auto Union ausgestellt. Trabant-Modelle, die in der DDR entwickelt, aber nie in Serie produziert wurden, sind ebenso zu sehen wie das letzte Exemplar, welches am 30. April 1991 vom Band lief. Die Oldtimer-Modelle werden richtig in Szene gesetzt, zum Beispiel geparkt an einer Tankstelle von 1930 oder ein Straßenzug im Stil der 1930er-Jahre mit Laden und Schaufenstern.

Wer Zwickau noch nicht kennt, sollte nach dem Museumsbesuch einen Abstecher in die Stadt unternehmen. Das Robert-Schuhmann-Haus, die Priesterhäuser und die Marienkirche sollte man gesehen haben. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zur eindrucksvollen Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.

August Horch Museum Zwickau
Auch nur für Autofans spannend: die Fahrzeugausstellung im August Horch Museum Zwickau. Bildrechte: Annett Kannhäuser

Informationen zum Museum: August Horch Museum Zwickau
Audistraße 7
08058 Zwickau

Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 9:30 bis 17 Uhr
Montag geschlossen

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturtipps | 27. Juli 2018 | 09:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Juli 2018, 04:00 Uhr

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