Drama "Undine": eine Unterwasser-Liebe in Berlin

Knut Elstermann
Bildrechte: Jochen Saupe

Die Stadthistorikerin Undine (Paula Beer erhielt für ihre Darstellung den Silbernen Bären bei der Berlinale 2020) verliebt sich in einen Industrietaucher (Franz Rogowski) und geht mit ihm auf gemeinsame Tauchgänge. Regisseur Christian Petzold überträgt den Mythos der Meerjungfrau überzeugend ins heutige Berlin.

Undine 2 min
Bildrechte: Piffl Medien

Mi 01.07.2020 10:42Uhr 01:45 min

https://www.mdr.de/kultur/empfehlungen/trailer-undine-104.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Endlich kommt auch der neue Film von Christian Petzold in die Kinos, "Undine", für den die Hauptdarstellerin Paula Beer bei der Berlinale 2020 hochverdient den Silbernen Bären als beste Schauspielerin erhielt. Franz Rogowski und Paula Beer, die schon in Petzolds Berlinale-Film "Transit" die Hauptrollen spielten, verlieben sich sehr glaubhaft vor unseren Augen: Sie ist eine selbstbewusste, genaue Berliner Stadtbild-Erklärerin, er arbeitet als Industrietaucher.

Tänzerische Unterwasser-Begegnungen

Wunderbar sind ihre stummen, tänzerischen, rätselhaften Begegnungen unter Wasser, denn Undine ist auch ein jahrhundertealtes Märchengeschöpf – beladen mit dem Fluch, den töten zu müssen, der sie verlässt. Der schöne Film überführt elegant den romantischen Mythos der Meerjungfrau in das heutige Berlin und spielt funkelnd-ironisch mit dem Element des Wassers, das für die Stadt so prägend ist.

Genre: Drama
Regie: Christian Petzold
Besetzung: Paula Beer, Jacob Matschenz, Franz Rogowski
Im deutschen Kino ab: 02.07.2020
Produktionsland: Deutschland/Frankreich
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 02. Juli 2020 | 08:10 Uhr

Aktuelle Filmempfehlungen