Szene aus Elfriede Jelineks Theaterstück Am Königsweg.
Mit Elfriede Jelineks Theaterstück "Am Königsweg" wird die euro-scene eröffnet. Bildrechte: Alexi Pelekanos

Tanzfestival vom 5. bis 10. November Parallelwelten bei der euro-scene in Leipzig

Mit dem brisanten Stück "Am Königsweg" von Elfriede Jelinek startet am Dienstag das Theater- und Tanzfestival euro-scene Leipzig. Die 29. Auflage steht unter dem Motto "Parallelwelten". Bis Sonntag werden insgesamt zehn Gastspiele aus Europa in 22 Vorstellungen aufgeführt.

Szene aus Elfriede Jelineks Theaterstück Am Königsweg.
Mit Elfriede Jelineks Theaterstück "Am Königsweg" wird die euro-scene eröffnet. Bildrechte: Alexi Pelekanos

Am Dienstag startet das Theater- und Tanzfestival euro-scene Leipzig in seine 29. Auflage. Eröffnet wird es mit dem Stück "Am Königsweg" der österreichischen Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek im Schauspielhaus. Der Wiener Puppenbauer und Regisseur Nikolaus Habjan, schon mehrfach Gast bei der euro-scene, inszenierte Jelineks hoch aktuellen Text mit sechs Schauspielern und zahlreichen Puppen am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten, als österreichische Erstaufführung. Seine Inszenierung des Geschehens um einen absolutistisch herrschenden König der Gegenwart bietet eine Mischung aus griechischer Tragödie, Königsdramen von Shakespeare und der Muppet Show.

Bis Sonntag, 10. November,  werden unter dem Motto "Parallelwelten" insgesamt zehn Gastspiele in rund 22 Vorstellungen auf sieben Leipziger Bühnen gezeigt – darunter fünf Deutschlandpremieren.  

Schlemmers "Lackballett" neu interpretiert

Ann-Elisabeth Wolff
Ann-Elisabeth Wolff hat das Festival gegründet und leitet es sei 1993 als Direktorin. Bildrechte: dpa

Passend zum 100. Bauhaus-Jubiläum wird "Das Lackballett" (1941) nach Oskar Schlemmer gezeigt. Das Theater der Klänge aus Düsseldorf hat das Tanzstück nach fast 77 Jahren Stille neu interpretiert. Auch die Mono-Oper "Diary of a madman" ("Tagebuch eines Wahnsinnigen") nach Nikolai Gogol von Marjan Nečak aus Nordmazedonien steht auf dem diesjährigen Festival-Programm.

Tanz und virtuelle Realität verbindet die Performance "VR_I" des Schweizer Choreografen Gilles Jobin. Jeweils fünf Zuschauer können im realen Raum für 20 Minuten in das virtuelle Tanzstück eintauchen. Zwei Tanzsoli kommen mit Cristiana Morganti, langjährige Tänzerin bei Pina Bausch, aus Rom und mit Jan Martens aus Antwerpen.

Wiedersehen mit Angelin Preljocaj

Für Kinder ist das Stück "Pierre et le loup" der französischen Choreografin Émilie Laland zu sehen, nach der Vorlage des Musikmärchens "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew. Zum Festivalabschluss tanzt das Ballet Preljocaj aus Aix-en-Provence drei Tanzstücke von Angelin Preljocaj, einem der wichtigsten Choreografen Frankreichs. Nach Gastspielen bei der euro-scene Leipzig 2001 und 2005 kehrt Angelin Preljocaj damit zum dritten Mal nach Leipzig zurück.

Im Rahmen des Festivals findet zudem zum 14. Mal der Wettbewerb "Das beste deutsche Tanzsolo" in der Konzeption von Alain Platel aus statt.

Die euro-scene Leipzig Die 29. euro-scene Leipzig findet vom 5. bis 10. November 2019 statt. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft von Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Das Programm wurde von Festivaldirektorin Ann-Elisabeth Wolff in Zusammenarbeit mit dem Künstlerischen Beirat ausgewählt.

Die euro-scene Leipzig wurde 1991 gegründet und gehört zu den jährlichen Höhepunkten im Kulturleben der Stadt Leipzig und zu den wichtigsten Theater- und Tanzfestivals seiner Art in Europa.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 06. November 2019 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. November 2019, 10:55 Uhr