Der Sänger und Gewinner des Afrika-Sonderpreises, Eze Wendtoin
Musiker Ezé Wendtoin Bildrechte: dpa

Lied gegen Diskriminierung Dresdner Musiker landet Netzhit mit Konstantin-Wecker-Cover

In seinem Lied "Sage Nein!" von 1993 ruft der Liedermacher Konstantin Wecker dazu auf, sich gegen Diskriminierung zu wehren. Nun ist das Lied in einer neuen Version zu einem viralen Hit im Netz geworden. Der in Dresden lebende und aus dem westafrikanischen Burkina Faso stammende Musiker Ezé Wendtoin hat das Stück neu interpretiert – und bekommt dafür viel Beachtung in den sozialen Netzwerken.

Der Sänger und Gewinner des Afrika-Sonderpreises, Eze Wendtoin
Musiker Ezé Wendtoin Bildrechte: dpa

Der in Dresden lebende Musiker Ezé Wendtoin hat mit einem Konstantin-Wecker-Cover einen Internet-Hit gelandet. Das Video des Künstlers, der aus dem westafrikanischen Burkina Faso stammt, wurde allein bei Facebook schon mehr als 1,5 Millionen mal angesehen.

In dem Musikvideo sind neben zahlreichen unbekannten Männern und Frauen unterschiedlicher Hautfarbe auch mehrere Prominente zu sehen, die scheinbar die Zeilen mitsingen, während Wendtoins Stimme zu hören ist. Zu den bekannten Gesichtern zählen Komiker Atze Schröder, Schauspieler Frederick Lau und Moderator Micky Beisenherz.

Konstantin Wecker begeistert vom Cover

Konstantin Wecker
Konstantin Wecker Bildrechte: imago/Stefan M Prager

Der Liedermacher Konstantin Wecker tritt selbst in dem Video auf. Er zeigte sich begeistert von dem Cover. Sein Song sei nun schon über 20 Jahre alt, so Wecker. "Und Sie können mir glauben, ich würde das Lied gerne in die Mülltonne schmeißen, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der es nicht mehr notwendig ist, gegen Diskriminierung, Rassismus und Faschismus anzusingen." Und: "In diesen gefährliche Zeiten" müssten Künstler aber "zusammenhalten und Farbe bekennen".

Das Lied hat eine kräftige Botschaft und passt zu diesen Zeiten.

Ezé Wendtoin, Musiker

Ezé Wendtoin ist 27 Jahre alt und lebt in Dresden. Er habe das Lied in Burkina Faso aufgenommen, erzählte Wendtoin. Sein Freund Christian Suhr habe die Idee zu dem Video gehabt und "die meiste Arbeit geleistet" – zum Beispiel die Prominenten kontaktiert. Das Stück soll "spätestens in zwei Wochen" als Single erscheinen und dann im Juni auf seinem neuen Album, sagte Wendtoin.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 02. Mai 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Mai 2019, 16:30 Uhr

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