Keine Hallenausstellung Wegen Coronavirus: Frankfurter Buchmesse größtenteils abgesagt

Der Hauptteil der Frankfurter Buchmesse, die klassischen Ausstellungsstände von Verlagen, soll nun pandemiebedingt doch nicht stattfinden. Reisebeschränkungen und eine neue Quarantäneverordnung würden die Teilnahme für viele nahezu unmöglich machen, begründeten die Veranstalter ihre Entscheidung.

Besucher auf der Frankfurter Buchmesse
So viel Gedränge wie in den Vorjahren hätte es in Frankfurt dieses Jahr zwar nicht gegeben, trotzdem fällt die Hallenausstellung aus. Bildrechte: dpa

Die klassische Hallenausstellung der Frankfurter Buchmesse soll nun doch nicht stattfinden. Das teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Die aktuell geltenden Reisebeschränkungen und die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung würden die Teilnahme von vielen Ausstellern oder Fachbesuchern nahezu unmöglich machen, begründeten die Veranstalter ihre Entscheidung. Buchmessen-Direktor Juergen Boos sprach von einem "ideellen und finanziellen" Verlust.

Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Verlage angekündigt, auf einen Auftritt in diesem Jahr zu verzichten. Somit hätte es ohnehin nur eine deutlich kleinere Hallenausstellung gegeben. Für die Verlage solle es als Ersatz für das traditionelle Messegeschäft eine digitale Rechtehandelsplattform geben.

Preisverleihungen finden statt

Die Verleihungen des Deutschen Buchpreises am 12. Oktober 2020 und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 18. Oktober 2020 sollen aber weiterhin wie geplant stattfinden. Hinzu kommen Leseveranstaltungen vor Ort und im Netz: "Unser Fokus liegt jetzt auf dem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt", sagte Boos.

Leipziger Buchmesse im Mai

Erst am 2. September hatte die Leipziger Buchmesse bekannt gegeben, dass sie ihren Termin im kommenten Jahr vom März auf den Mai verlegen wird.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. September 2020 | 14:30 Uhr