Zum 70. Geburtstag George R. R. Martin: Weit mehr als nur "Game of Thrones"-Schöpfer

Die Fantasy-Saga "Das Lied von Eis und Feuer" machte ihren Schöpfer, den Schriftsteller George R. R. Martin, weltberühmt. Auch als Serie mit dem Titel "Game of Thrones" begeistert sie Millionen Menschen. Dabei schreiben mittlerweile auch andere Autoren, weil die Schreibgeschwindigkeit von Martin nicht mit dem Serienhunger der Fans mithalten konnte. Und auch diese Fakten aus dem Leben von George R. R. Martin kennt nicht jeder Fan!


Karrierestart durch Schach

Seine schriftstellerische Laufbahn hat Martin auch dem legendären Schachspieler Bobby Fischer zu verdanken. Dieser besiegte 1972 den Russen Boris Spassky in  einem spektakulären Duell. In den USA wollte plötzlich jeder Schach spielen – und Schachfan George R. R. Martin organisierte die Turniere dafür. Diese brachten Martin so viel Geld ein, dass er genügend Zeit zum Schreiben hatte. Als der Schachboom wieder abebbte, hatte er sich bereits als Schriftsteller etabliert.


Studierter Journalist

Als Schriftsteller wurde George R. R. Martin weltberühmt, dabei hat er eigentlich einen Studienabschluss in einem anderen schreibenden Fach: Als Journalist erlangte er einen Mastergrad an der Northwestern University, einer Privatuniversität im US-Bundesstaat Illinois. An der Northwestern studierten auch andere Berühmtheiten, wie das Modell Cindy Crawford, das jedoch nie einen Abschluss erlangte. Noch höhere Ehren als Martin erlangte allerdings der Absolvent Saul Bellow, der mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde.


Ich kaufe ein "R"

Ursprünglich hieß George R. R. Martin nur George Raymond Martin. Raymond ist der Name seines Vaters, der unter anderem als Hafenarbeiter tätig war. Im Alter von 13 Jahren nahm der Schriftsteller seinen Konfirmationsnamen "Richard" hinzu. Das doppelte "R" nutze er allerdings nicht als Referenz an den berühmten "Herr der Ringe"-Autor J. R. R. Tolkien. Es gab in seinem Umfeld schlicht zu viele Menschen, die George Martin hießen, und er wollte sich durch etwas Besonderes im Namen davon abgrenzen. Das ist ihm gelungen.


Schon als Kind ein Fan von Monstern

Bereits als Kind soll der Autor Monstergeschichten an die Spielkameraden in seiner Nachbarschaft verkauft haben. Und nicht nur das, das dramatische Vorlesen seiner Geschichten mit kindlicher Stimme gehörte für den späteren Schöpfer von "Game of Thrones" mit zum vereinbarten Kaufpreis. Reich wurde Martin davon nicht, er nahm nur ein paar Pennys. Aber für ein inspirierendes Eis sollte es gereicht haben.


Schlachtenschöpfer und Kriegsdienstverweigerer

Obwohl er in seinen Büchern imposante Schlachten beschreibt, war er selbst ein Kriegsdienstverweigerer. Er sagte, er hätte zwar gern im Zweiten Weltkrieg mitgekämpft, eine Beteiligung am Vietnamkrieg lehne er jedoch ab, denn er "denke nicht, dass Amerika irgendetwas in Vietnam zu suchen hätte". Stattdessen arbeitete er als Zivildienstleistender bei einer Organisation zur Armutsbekämpfung in Chicago.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 20. September 2018 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. September 2018, 04:00 Uhr