Gerhard Kurt Müller
Gerhard Kurt Müller (1926-2019 Bildrechte: dpa

Ehemaliger HGB-Direktor Leipziger Maler Gerhard Kurt Müller gestorben

Gerhard Kurt Müller
Gerhard Kurt Müller (1926-2019 Bildrechte: dpa

Der Leipziger Maler Gerhard Kurt Müller ist tot. Wie die Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung MDR KULTUR bestatigte, starb Müller am Mittwoch im Alter von 93 Jahren.

Der Maler, Bildhauer und Zeichner wurde als einer der vielseitigsten und eigensinnigsten deutschen Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesehen und galt als prägende Figur der Leipziger Schule.

Luftwaffe und Kriegsgefangenschaft

Müller, der 1926 in Leipzig-Probstheida geboren wurde, absolvierte Anfang der 40er-Jahre eine Grafikerlehre und besuchte die Gutenbergschule, bevor er sich 1943 freiwillig zur Luftwaffe meldete und dem Fallschirmjägerregiment zugeteilt wurde. Er war einer der wenigen Überlebenden des Kessels von Falaise in der Normandie.  Im März 1945 geriet Müller in der Champagne in Kriegsgefangenschaft.

Direktor der HGB

Nach seiner Rückkehr 1948 nach Leipzig, studierte Müller an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, leitete ab 1954 selbst die Klasse für Freie Grafik und war von 1964 bis 1966 Rektor der HGB.

Klare Formen

Müllers Stil zeichnete sich durch klare Formen aus. Er schuf Gemälde, Bronzegüsse und Holzskulpturen und belebte die Technik des Holzstichs neu. Zudem fertigte er monumentale Historiengemälde an.

Seine Gemälde und Skulpturen befinden sich unter anderem in der Dresdener Galerie Neue Meister, im Leipziger Museum der bildenden Künste, im Erfurter Angermuseum und im Magdeburger Kloster Unser lieben Frauen u.a. sowie in Privatbesitz.

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 17. Oktober 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2019, 18:15 Uhr