77. Ausgabe Golden Globes: "1917" und "Once Upon a Time in Hollywood" als beste Filme ausgezeichnet

Zum 77. Mal sind in Los Angeles die Golden Globes vergeben worden. Als beste Filme wurden "1917" und "Once Upon a Time in Hollywood" prämiert. Die Preise als beste Darstellerinnen und Darsteller gewannen Renée Zellweger, Joaquin Phoenix, Awkwafina und der Brite Taron Egerton.

Golden-Globe-Trophäen in Form einer goldfarbenen Weltkugel
Die Golden Globes gelten nach den Oscars als wichtigste Auszeichnung im Bereich Film und Fernsehen. Bildrechte: dpa

In Beverly Hills in Los Angeles wurden in der Nacht zum Montag zum 77. Mal die Golden Globes vergeben. Die großen Gewinner des Abends waren das Erste-Weltkriegsdrama "1917" des britischen Regisseurs Sam Mendes und "Once Upon a Time in Hollywood" von Quentin Tarantino.

Beste Filme

"1917" gewann in der Kategorie "Bestes Filmdrama". Darüber hinaus wurde der Macher des Films, Sam Mendes, auch als bester Regisseur ausgezeichnet. "Once Upon a Time in Hollywood" konnte eine Auszeichnung als beste Filmkomödie einheimsen. Quentin Tarantino, der Regisseur des Werks, durfte sich auch über einen Golden Globe für das beste Drehbuch freuen. Der dritte Preis für den Film ging an den Schauspieler Brad Pitt, der als bester Nebendarsteller prämiert wurde. Als bester fremdsprachiger Film setzte sich das südkoreanische Thriller-Drama "Parasite" durch.

Alle Gewinner im Überblick

  • Bester Film (Drama): 1917
  • Bester Film (Musical oder Komödie): Once Upon a Time in Hollywood
  • Beste Darstellerin (Drama): Renée Zellweger für "Judy"
  • Bester Darsteller (Drama): Joaquin Phoenix für "Joker"
  • Beste Darstellerin (Musical oder Komödie): Awkwafina für "The Farewell"
  • Bester Darsteller (Musical oder Komödie): Taron Egerton für "Rocketman"
  • Beste Nebendarstellerin: Laura Dern für "Marriage Story"
  • Bester Nebendarsteller: Brad Pitt für "Once Upon a Time in Hollywood"
  • Bester Regisseur: Sam Mendes für "1917"
  • Bestes Drehbuch: Quentin Tarantino für "Once Upon a Time in Hollywood"
  • Bester Animationsfilm: Mister Link
  • Bester fremdsprachiger Film: Parasite
  • Beste TV-Serie (Drama): Succession
  • Beste TV-Serie (Musical oder Komödie): Fleabag
  • Beste Mini-Serie oder TV-Film: Chernobyl
  • Bester Darsteller in einer TV-Serie (Drama): Brian Cox
  • Beste Darstellerin in einer TV-Serie (Drama): Olivia Colman
  • Bester Darsteller in einer TV-Serie (Musical oder Komödie): Ramy Youssef
  • Beste Darstellerin in einer TV-Serie (Musical oder Komödie): Phoebe Waller Bridge
  • Beste Darstellerin in einer Mini-Serie oder TV-Film: Michelle Williams
  • Bester Darsteller in einer Mini-Serie oder TV-Film: Russell Crowe

Darstellerpreise

Bei den Darstellern konnte sich Renée Zellweger über einen Preis als beste Schauspielerin in einem Filmdrama freuen. Sie gewann für ihre Rolle in dem Bopic "Judy", das von dem Leben Judy Garlands handelt. Als bester Schauspieler in einem Drama wurde Joaquin Phoenix für seine Darstellung des "Joker" ausgezeichnet. Für Komödien gewannen in den gleichen Kategorien die US-Komikerin und Musikerin Awkwafina für "The Farewell" und der Brite Taron Egerton für seine Rolle als Elton John in dem Film "Rocketman". Elton John selbst konnte sich auch über einen Golden Globe freuen – er gewann in der Kategorie "Bester Filmsong".

Renée Zellweger in Judy
Renée Zellweger wurde für ihre Rolle in "Judy" ausgezeichnet. Bildrechte: eOne Germany

Nur eine Auszeichnung für Marriage Story

Der Favorit des Abends, das Scheidungsdrama "Marriage Story" von Regisseur Noah Baumbach, konnte letztendlich nur eine Trophäe ergattern. Bei insgesamt sechs Nominierungen der Netflix-Produktion gewann nur Laura Dern einen Preis als beste Nebendarstellerin. Ganz leer ging "The Irishman" von Regie-Legende Martin Scorcese aus. In fünf Kategorien nominiert, gewann das Gangster-Epos keinen einzigen Golden Globe.

Beste Serien

Neben Filmen werden bei den Golden Globes auch Preise im Bereich Fernsehen verliehen. Als beste Drama-Serie wurde dabei "Succession" ausgezeichnet. In der Kategorie Komödie setzte sich die britische Serie "Fleabag" durch. Deren Hauptdarstellerin und Autorin, Phoebe Waller-Bridge, wurde außerdem als beste Darstellerin prämiert. Die Serie "Chernobyl", die die Ereignisse des Reaktor-Unfalls von 1986 rekonstruiert, gewann in der Kategorie "Beste limitierte Serie oder TV-Film".

Ricky Gervais zum fünften Mal Moderator

Der britische Comedian Ricky Gervais führte bereits zum fünften Mal durch die Veranstaltung. Gervais, der für seinen harten und direkten Humor bekannt ist, durchsetzte seine Eröffnungsrede mit aktuellen Themen, verschonte die anwesenden Prominenten nicht und kritisierte auch die Produktionsstudios von Apple, Amazon und Disney.

Tom Hanks für Lebenswerk ausgezeichnet

Der US-amerikanische Schauspiele Tom Hanks
Tom Hanks erhielt einen Preis für sein Lebenswerk. Bildrechte: imago/i Images

Der amerikanische Schauspieler Tom Hanks wurde bei den Golden Globes für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ihm wurde der "Cecil B. deMille Award" für seine vielfältigen und abwechslungsreichen Rollen verliehen. Hanks war darüber hinaus auch als bester Nebendarsteller im Film "Der wunderbare Mr. Rogers" nominiert – unterlag hier aber seinem Kollegen Brad Pitt. Für ihre Verdienste in der TV-Unterhaltung wurde der Moderatorin und Komikerin Ellen DeGeneres der "Carol Burnett Award" verliehen.

Auslandspresse vergibt die Golden Globes

Vergeben werden die Golden Globes von der "Hollywood Foreign Press Association" (HFPA). In dem Verband sind internationale Journalisten organisiert, die in nicht-amerikanischen Medien über das Film- und Fernsehgeschäft aus Hollywood berichten. Nach eigenen Angaben hat die HFPA momentan rund 90 Mitglieder. Die Golden Globes gelten nach den Oscars als wichtigste Filmauszeichnung in den USA.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 06. Januar 2020 | 07:00 Uhr

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