Kacey Musgraves
Country-Star Kacey Musgraves gewann in der Königskategorie: "Album des Jahres" – Insgesamt erhielt sie vier Grammy-Musikpreise. Bildrechte: dpa

Preisverleihung in Los Angeles Country-Star Kacey Musgraves gewinnt Grammy in Hauptkategorie

In Los Angeles sind die 61. Grammy-Awards verliehen worden. Die Auszeichnung für Musiker, Musikautoren und andere Akteure des Musikgeschäfts gilt als eine der wichtigsten der Welt. Die meisten Preise holten der Rapper Childish Gambino, unter anderem für den Song des Jahres "This is America" sowie die Sängerin Lady Gaga. Als bestes Album des Jahres wurde "Golden Hour" von der Country-Star Kacey Musgraves ausgezeichnet.

Kacey Musgraves
Country-Star Kacey Musgraves gewann in der Königskategorie: "Album des Jahres" – Insgesamt erhielt sie vier Grammy-Musikpreise. Bildrechte: dpa

Die Country-Sängerin Kacey Musgraves hat in der Königskategorie der Grammy-Awards 2019 mit "Golden Hour" den Preis für das beste Album des Jahres gewonnen, die begehrteste der insgesamt 84 Auszeichnungen. Musgraves setzte sich unter anderen gegen die Rapper Drake, Kendrick Lamar, Cardi B und die Sängerin Janelle Monáe durch, die ebenfalls nominiert waren. Kacey Musgraves gewann zudem weitere drei Grammys in der Country-Sparte, für die beste Solo-Darbietung, den besten Song und das beste Album.

"This is America" ist Song des Jahres

Childish Gambino live auf dem Lovebox Festival im Gunnersbury Park.
Mit vier Grammys geehrt: Rapper Childish Gambino Bildrechte: IMAGO

Der beste Song des Jahres kommt von Donald Glover, besser bekannt als Rapper Childish Gambino – sein Titel "This is America" gewann den Grammy in der Songwriter-Kategorie sowie als beste Aufnahme des Jahres. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Grammys, dass Song- und Aufnahmenpreis für einen Rap-Song verliehen werden. "This is America" setzt sich inhaltlich mit Rassismus und Schusswaffengewalt in den USA auseinander. Auch das zugehörige Musikvideo wurde ausgezeichnet. Auf Youtube wurde es fast 500 Millionen Mal aufgerufen. Childish Gambino gewann außerdem einen Grammy-Musikpreis für die beste gemischte Darbietung aus Rap und Gesang und räumte somit insgesamt vier der begeehrten Trophäen ab. Der Preisverleihung in Los Angeles blieb er jedoch fern.

Los Angeles: Lady Gaga tritt im Rahmen der 61. Grammy Awards im Staples Center mit dem Song «Shallow» auf.
Lady Gaga gewann drei Grammy-Musikpreise und trat live bei der Gala auf. Bildrechte: dpa

Mit drei Grammys gehört auch Lady Gaga zu den Abräumern des Abends. Für ihren Song "Shallow" aus dem Musikfilm "A Star Is Born" erhielt die Künstlerin zwei Preise, sowohl als Komponistin sowie als Sängerin im Duett mit Bradley Cooper. Einen Grammy bekam sie darüber hinaus für die beste Solo-Darbietung in der Pop-Kategorie mit dem Song "Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)".

Als großer Favorit ging der Rap-Superstar Kendrick Lamar ins Grammy-Rennen. Er wurde in acht Kategorien für die bedeutendsten US-Musikpreise nominiert, unter anderem für den Soundtrack für den Superhelden-Film "Black Panther". Er gewann nur einen Grammy – für die beste Rap-Darbietung.

Newcomerin aus Großbritannien

Dua Lipa
Newcomerin des Jahres: Dua Lipa Bildrechte: imago/UPI Photo

Die 23-jährige Britin Dua Lipa wurde mit dem Grammy für den besten Nachwuchskünstler ausgezeichnet. Die Sängerin und Songwriterin hatte ihren Durchbruch mit Hits wie "Hotter Than Hell" und "Blow Your Mind (Mwah)". Dua Lipa setzte sich gegen die Sängerin Jorja Smith und die kalifornische R&B-Sängerin H.E.R. durch, die ebenfalls als beste Newcomer des Jahres nominiert waren.

Show mit Überraschungsgästen

Durch die Gala mit vielen musikalischen Live-Darbietungen führt die R&B-Diva Alicia Keys. Sie hat selbst bereits 15 Grammys gewonnen. Für eine Überraschung sorgte der umjubelte Auftritt der ehemaligen First Lady Michelle Obama, die kurz nach Beginn der Show unangekündigt auf die Bühne kam. Gemeinsam mit Alicia Keys sowie den Sängerinnen und Schauspielerinnen Lady Gaga, Jennifer Lopez und Jada Pinkett Smith, würdigte Obama die Kraft der Musik: "Musik hat mir immer geholfen, meine Geschichte zu erzählen. Und ich weiß, das trifft für jeden hier zu".

Überschattet wurde die Verleihung im Vorfeld von der kurzfristigen Absage der Sängerin Ariana Grande, wegen Steitigkeiten mit den Veranstaltern. Stattdessen erlebte das Publikum Auftritte von Lady Gaga, Cardi B, Janelle Monae und Travis Scott. Die Red Hot Chili Peppers traten gemeinsam mit Rapper Post Malone mit einem Rock-Rap-Medley auf. Country-Legende Dolly Parton sang ebenfalls ein Medley und wurde dabei von Kacey Musgraves, Miley Cyrus, Maren Morris und anderen Stars auf der Bühne begleitet.

Bayerischer Rundfunk verpasst Klassik-Grammy

In der Klassik-Sparte war der lettische Dirigent Mariss Jansons mit dem Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks für die beste Chor-Darbietung des Jahres nominiert, gewann aber keinen Grammy. Die Auszeichnung ging an US-Dirigent Donald Nally mit dem amerikanische Chor-Ensemble The Crossing und sechs weitere Musikern für eine Aufnahme des Oratoriums "Zealot Canticles" von Lansing McLoskey, wie die Veranstalter bereits im Vorfeld bekannt gaben.

Insgesamt wurden die Grammy-Awards dieses Jahr in 84 Kategorien verliehen. Das sind die Gewinner in den wichtigsten Kategorien:

  • Album des Jahres: "Golden Hour" von Kacey Musgraves
  • Song des Jahres: "This is America" von Childish Gambino
  • Aufnahme des Jahres: "This is America" von Childish Gambino
  • Beste neue Künstlerin: Dua Lipa
  • Bestes Pop-Solo: "Joanne" von Lady Gaga
  • Bestes Pop-Duo: "Shallow" von Lady Gaga & Bradley Cooper
  • Bestes traditionelles Pop-Vocal-Album: "My Way" von Willie Nelson
  • Bestes Pop-Vocal-Album: "Sweetener" von Ariana Grande
  • Bestes Rock-Album: "From the Fires" von Greta van Fleet
  • Bestes R'n'B-Album: "H.E.R." von H.E.R.
  • Bestes Rap-Album: "Invasion of Privacy" von Cardi B
  • Bestes Musikvideo: "This is America" von Childish Gambino

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 11. Februar 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 11:35 Uhr

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