Coronavirus Großveranstaltungen bleiben bis Ende Oktober verboten

Großveranstaltungen soll es zur Eindämmung des Coronavirus laut einer Vereinbarung von Bund und Ländern bis mindestens Ende Oktober nicht geben. Die Regelung lässt allerdings auch Ausnahmen zu, die jedes Bundesland selbst auslegen kann.

Impressionen vom Rudolstadt-Festival 2019
Menschengedränge beim Rudolstadt-Festival: Großveranstaltungen wie diese sollen vorerst nicht stattfinden. Bildrechte: MDR/Holger John

Großveranstaltungen bleiben in Deutschland noch bis mindestens Ende Oktober verboten. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei einem gemeinsamen Treffen am Mittwoch in Berlin beschlossen.

Zuvor galt das Verbot für Großveranstaltungen bis 31. August. Die Verlängerung des Verbots bis 31. Oktober lässt jedoch auch Möglichkeiten für Ausnahmen zu. Das Verbot gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich sei. Die Länder behalten hier einen Spielraum. Wie genau die Regelungen für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aussehen werden, ist noch nicht klar. Auch bisher gibt es in den drei Ländern unterschiedliche Regelungen für Großveranstaltungen.

Mitteldeutschland auf Lockerungskurs?

Aktuell verbietet Sachsen Großveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1.000 Personen bis 31. August. Mit behördlichen Hygieneauflagen sollen solche Veranstaltungen in Sachsen aber bereits ab 1. September wieder stattfinden können. Auch Volksfeste sollen ab Mitte Juli eventuell wieder möglich sein. Das sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstagmorgen dem MDR. Landeskulturministerin Barbara Klepsch bekräftigte dieses Vorhaben noch einmal gegenüber der Sächsischen Zeitung.

Auch in Sachsen-Anhalt sind Großveranstaltungen aktuell mit mehr als 1.000 Teilnehmenden bis 31. August verboten. Das soll auch mit neuen Lockerungen, die voraussichtlich am 2. Juli in Kraft treten, zunächst bis Mitte September so bleiben.

Großveranstaltungen ab einer Größe von 1.000 Teilnehmenden sind auch in Thüringen aktuell bis 31. August untersagt. In Einzelfällen kann eine Ausnahme erteilt werden, wenn entsprechende Kriterien wie Art der Veranstaltung, geregelte Zu- und Abgänge, das Einhalten von Abstandsregeln und die Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden können.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 18. Juni 2020 | 07:20 Uhr