"Anders – Ästhetik der Differenz" Häselburg in Gera zeigt Ausstellung über das Anderssein

In der Häselburg in Gera wird Kunst der Gegenwart zum Thema Anderssein ausgestellt. "Anders – Ästhetik der Differenz" lautet der Titel der Ausstellung, die bis zum 27. September 2020 zu sehen ist. Gezeigt werden internationale Beiträge, aber auch Werke von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, aus Leipzig, Weimar, Greiz und Erfurt. Auch Gera selbst ist durch Gino Dambrowski vertreten.

 An einer Wand hängen Fotografien der Künstlerin Tejal Shah.
Blick in die Ausstellung "Anders – Ästhetik der Differenz", rechts im Bild mit Fotografien von Tejah Shah. Bildrechte: Manuela Dix/Häselburg Gera

In der Häselburg in Gera wird die Ausstellung "Anders – Ästhetik der Differenz" gezeigt. Dort in der Neuen Galerie für Zeitgenössische Kunst wird bis zum 27. September 2020 Kunst der Gegenwart präsentiert, die sich mit dem Anderssein beschäftigt. Die Idee zur Ausstellung erklären die Initiatorinnen und Initiatoren so: "Diese Ausstellung hat den Anspruch, eine Vielfalt von Positionen zu zeigen, die ganz unterschiedlich auf ein Thema eingehen, das kulturgeschichtlich und in der Gegenwart eine große Bedeutung hat."

Das Anderssein hinterfragen

Tejal Shah Women Like Us / I Am, 2010 (2020) Fotografie
Tejal Shah: "Women Like Us / I Am", 2010, Fotografie Bildrechte: Tejal Shah

Die Frage nach der die Besonderheit, Komplexität und den Widersprüchen des Andersseins wird aus unterschiedlichen Perspektiven angegangen. Kurator Alejandro Perdomo Daniels führt aus: "Wir haben elf Positionen eingeladen. Interessant ist, wie eine Zusammenstellung von Künstlerinnen und Künstlern ganz anders auf diese Frage eingeht. Sie thematisieren das von verschiedenen Standpunkten, vor allem im Interesse der Selbstrepräsentation, Selbstermächtigung."

Eine Foto-Serie der Künstlerin Tejah Shah aus Indien zeigt etwa Personen, die maskulin oder androgyn wirken, sich aber als Frauen identifizieren. Doch nicht nur internationale Werke sind zu sehen, sondern auch Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus der Region, etwa aus Leipzig, Weimar, Greiz und Erfurt. Auch Gera selbst ist durch Gino Dambrowski vertreten.

Weil wir natürlich auch mit der Galerie einen Ort schaffen wollen, an dem nicht nur internationale Positionen gezeigt werden, sondern auch regionale. Da wir uns auch in Mitteldeutschland etablieren wollen.

Manuela Dix, kuratorische Assistenz und Projektmanagerin

Gino Dambrowski, "In Progress", 2019 (2020), Fotografie
Gino Dambrowski: "In Progress", 2019, Fotografie Bildrechte: Gino Dambrowski

Zeitgenössische Kunst in Thüringen

Der Geschäftsführer der Häselburg, Burkhard Schlothauer, rechnet damit, dass die Ausstellung zwischen 2.500 und 3.500 Besucherinnen und Besucher anzieht: "An zeitgenössische Positionen gibt es ja nicht so viel in Thüringen. Das lässt sich ja an der Hand abzählen, wo das gemacht wird."

Die Geschichte der Häselburg

Die Häselburg in Gera.
Die Häselburg in Gera Bildrechte: Thomas Müller

Die Häselburg ist eine relaltiv junge Institution, deren Geschichte 2015 Fahrt aufnahm. Manuela Dix, kuratorische Assistenz und Projektmanagerin, erklärt das Selbstverständnis: "Die Häselburg ist ein Kulturzentrum, das verschiedene Sparten in sich aufsammelt und im Prinzip ein Zentrum bilden will, wo sich viele verschiedene Menschen treffen." Die Häselburg bietet einen Veranstaltungsraum für experimentelle Musik, Lesungen oder Diskussionen und eine Kunstschule. "Wir werden dieses Jahr auch wieder eine Sommerakademie veranstalten. Diese Sommerakademie steht unter dem großen Thema des Andersseins, zu dem auch hier diese Ausstellung gehört."

"Anders – Ästhetik der Differenz" bis 27. September 2020

Neue Galerie für Zeitgenössische Kunst - Gera
Häselburg
Burgstraße 12
07545 Gera

Öffnungszeiten
Di, Mi, Fr-So 13-17 Uhr, Do 15-19 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Museums- und Ausstellungstipps in Thüringen

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 03. Juli 2020 | 06:15 Uhr