Würdigung "Gandalf" wird 80 – der lange Weg des Ian McKellen

Der britische Schauspieler Ian McKellen wurde 1939 in England geboren und begann seine Karriere am Theater. Tief verbunden mit Shakespeares Werk und viel gebucht für historische Rollen, gelang ihm als 60-Jähriger schließlich der Durchbruch in Hollywood – als "Magneto" in den "X-Men"-Filmen sowie als "Gandalf" in "Der Herr der Ringe" wurde er weltweit bekannt. Privat steht der Schauspieler seit rund 30 Jahren an der Spitze der britischen Schwulen- und Lesbenbewegung. Ein Blick auf die vielen Gesichter des Ian McKellen.


Gandalf
Ian Mc Kellen als "Gandalf" Bildrechte: imago/Cinema Publishers Collection

Mit den Hollywood-Blockbustern von Peter Jackson, "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit", wurde Ian McKellen zum internationalen Leinwandstar. Die Rolle des Zauberers "Gandalf" ist zwar seine bekannteste, doch der britische Schauspieler hat noch mehr zu bieten – bis heute wirkte er in rund 60 Spielfilmen mit.


Ian McKellen und Jessie Sutherland
Theaterstück "Their Very Own And Golden City" mit Ian McKellen Bildrechte: imago stock&people

McKellen begann seine Schauspielkarriere 1961 am Theater in Coventry, spielte schon kurz darauf im Londoner West End und wurde Mitglied der renommierten Royal Shakespeare Company. 1966 war er an der Seite von Jessie Sutherland im Stück "Their Very Own And Golden City" am Londoner Royal Court Theatre zu sehen.


Sandy Dennis und Ian McKellen
Ian McKellen in "A Touch of Love" Bildrechte: imago images / United Archives International

Einer der ersten Filme, in denen McKellen mitwirkte, war "Ein Hauch von Liebe" ("A Touch of Love") von 1968. Er spielte an der Seite von Sandy Dennis unter der Regie von Waris Hussein.


Ian McKellen
Ian McKellen als König Richard III. Bildrechte: imago/United Archives

Sowohl am Theater als auch im Film zog es McKellen immer wieder zu den Stoffen von William Shakespeare hin. Er spielte mehrfach in den großen Dramen, wie "Hamlet", "Macbeth", "Othello" oder "König Lear". Zudem war McKellen lange Zeit auf historische Rollen abonniert, verkörperte Adolf Hitler, Zar Nikolaus II., Richard II. und Edward II. in diversen Film- und Fernsehfilmen – sowie beispielsweise "Richard III." in der gleichnamigen Literaturverfilmung von 1995.


Ian McKellen
McKellen als James Whale in "Gods and Monsters" Bildrechte: imago/Prod.DB

Diese Rolle brachte ihm 1999 eine Oscar-Nominierung ein: In "Gods and Monsters" spielte McKellen den "Frankenstein"-Regisseur James Whale. Den Oscar gewann er nicht, er ist jedoch Träger eines Tony-Awards, eines Goldenen Bären für sein Lebenswerk sowie zahlreicher weiterer Theater- und Filmauszeichnungen. Die britische Königin schlug ihn bereits 1991 zum Ritter.


Ian McKellen im Film X-Men
"Magneto" aus "X-Men" Bildrechte: imago stock&people

Seit 2000 ist McKellen in "X-Men", der Verfilmung der Marvel-Comics zu sehen. Ursprünglich in der Regie von Bryan Singer, umfasst die Actionreihe inzwischen mehr als zehn Spielfilme. McKellen spielt den Superschurken "Magneto".


Ian McKellen als Cogsworth
Ian McKellen in "Die Schöne und das Biest" Bildrechte: Walt Disney Motion Pictures

In Disneys "Die Schöne und das Biest" aus dem Jahr 2017 spielt Ian McKellen die Figur "Cogsworth". Der Fantasy-Film ist mit Emma Watson, Luke Evans, Kevin Kline und Emma Thompson prominent besetzt.


Ian McKellen bei der NYC Gay Pride Parade 2015
New York City Gay Pride Parade 2015 Bildrechte: imago/Future Image

Im Alter von 48 Jahren bekannte sich der britische Schauspieler erstmals öffentlich zu seiner Homosexualität. Seither engagiert er sich stark für die Rechte von Schwulen, Lesben und Bisexuellen. Er war 1989 Mitbegründer der Organisation "Stonewall", die sich in Großbritannien gegen die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Liebe vor dem Gesetz und in der öffentlichen Wahrnehmung einsetzt.


Ian McKellen und Patrick Stewart
Ian McKellen und Patrick Stewart Bildrechte: imago/ZUMA Press

Der Schauspieler Patrick Stewart ist ein langjähriger Freund McKellens. Beide spielten schon mehrfach zusammen vor der Kamera und auf der Bühne. 2019 wird McKellen jedoch solo unterwegs sein. Der Brite tourt mit einer One-Man-Show durch sein Heimatland. Ende des Jahres kann man ihn dann wieder im Kino sehen – in einer Verfilmung des Musical-Klassikers "Cats".

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 05. September 2018 | 08:05 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2019, 04:00 Uhr

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