Musikszene Sachsen bekommt eigenen Jazzverband

Die Jazzlandschaft in Sachsen ist lebendig – doch eine Interessenvertretung fehlte bislang. Das wird sich nun ändern, Mitte August gründet sich ein Jazzverband. Neben einer angemessener Honorierung soll auch die Jazzszene außerhalb der bekannten Hotspots eine stärkere Aufmerksamkeit erhalten.

E-Gitarre
Die Jazzszene Sachsens soll eine lautere Stimme erhalten Bildrechte: IMAGO

Sachsen bekommt einen eigenen Jazzverband. Die Gründung soll am 14. August erfolgen, so der Sächsische Musikrat am Dienstag. Die Vereinsgründung dient dem Ziel, die Szene besser zu vernetzen, zu fördern und ihr eine eigene Stimme zu verleihen. Dadurch soll die Lücke geschlossen werden zwischen einer reichen Jazzlandschaft aus Musizierenden, Ausbildungsstätten, Konzertorten sowie Veranstaltern und einer fehlenden übergeordneten Vereinigung.

Mindesthonorare nötig

Mitinitiator Sebastian Haas sagte im Gespräch mit MDR KULTUR, dass man sich beispielsweise um ländliche Gebiete kümmern wolle und auch um eine für Berufsmusiker auskünftige Honorierung, die durch eine Mindesthonorierung vorangebracht werden könnte.

Wir wollen eben für eine bessere Vernetzung gerade auch im ländlichen Raum sorgen, dass eben nicht nur Leipzig und Dresden die Hotspots der Jazz-Szene sind - dass es eben auch in anderen Regionen die Möglichkeit gibt für junge Nachwuchsmusiker Jazz zu erleben und zu erlernen.

Sebastian Haas, Jazzverband-Mitinitiator

In Kooperation mit Musikhochschulen und Musikschulen soll auch eine bessere Förderung des Nachwuchses erreicht werden. Auch Freie Festivals oder Jazzclubs bräuchten eine ausreichende Finanzierung, damit sie "die Gagen weitergeben können an die Musiker", so Haas. Haas ist selbst Jazz-Musiker in Dresden und merkte während der Corona-Krise, wie sehr eine Interessenvertretung für Kollegen und Kolleginnen in Sachsen noch fehle.

Mehr Jazz

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 05. August 2020 | 06:30 Uhr