Ken Follett, 2017 auf der Frankfurter Buchmesse
Ken Follett hat weit inzwischen fast dreißig Romane geschrieben, viele davon sind Bestseller. Bildrechte: imago/Sven Simon

Zum 70. Geburtstag Ken Follett: Darum ist er so erfolgreich

Mit seinen historischen Romanen wie "Die Nadel" und "Die Säulen der Erde" wurde er berühmt. Seine Bücher werden von Millionen Menschen auf der ganzen Welt gelesen, seine Romane werden zuverlässig zu Bestsellern. Aber was macht Ken Follett so erfolgreich? Ein Erklärungsversuch in fünf Fakten.

Ken Follett, 2017 auf der Frankfurter Buchmesse
Ken Follett hat weit inzwischen fast dreißig Romane geschrieben, viele davon sind Bestseller. Bildrechte: imago/Sven Simon

1. Fesselnde Geschichten

Ken Follett verbindet Thriller, Spionagegeschichten und Intrigen mit historischem Hintergrund. Mit seinem Spionagethriller "Die Nadel" hatte Ken Follett 1978 riesigen Erfolg. Das Buch wurde millionenfach verkauft, in dutzende Sprachen übersetzt und mit Donald Sutherland verfilmt. Die Geschichte: Ein deutscher Spion könnte den Kriegsausgang entscheiden, doch wer kann ihn aufhalten?

Und mit seiner Romantrilogie aus "Sturz der Titanen", "Winter der Welt" und "Kinder der Freiheit" hat sich Follett nicht weniger als eine Geschichtsbetrachtung von etwa hundert Jahren vorgenommen, vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Herausgekommen sind weit über 3.000 Seiten spannendster Geschichtsschreibung in Romanform.

2. Spannung dank Folletts Faustregel

Um seine Leser zu fesseln, baut Follett gerne überraschende Entwicklungen in seine Romane ein. Nach einer von ihm aufgestellten Regel sollte alle vier bis sechs Seiten eine unerwartete Wendung kommen. "Eine gute Idee für einen populären Roman erzeugt zwischen 50 und 100 dramatische Szenen", sagt er.

3. Detailgetreue Recherche

In seine Romane fließt jede Menge Recherchearbeit ein: Für seinen letzten Roman "Das Fundament der Ewigkeit" beispielsweise nutzte Follett 250 Fachbücher und Nachschlagewerke. Sobald der erste Entwurf steht, lässt er ihn von Historikern und anderen Experten prüfen, um Fehler im zweiten Entwurf zu korrigieren. Ihm steht ein Mitarbeiterstab von zwanzig Angestellten dafür zur Seite, er nennt es das "Follett Office". "Aber die eigentliche Recherche, die Lektüre der Bücher, Interviews, Besichtigung von Kirchen und anderen Gebäuden, all diese Dinge mache ich selbst", so der Autor.

4. Schon als Kind nur gelesen

Follett stammt aus einer sehr religiösen Familie. Anstatt ins Kino zu gehen, las er als Kind die Bibel und jede Menge andere Bücher. Dabei hat er die Regeln des Schreibens gelernt, sagt er selbst.

5. Ihm gehen die Ideen nicht aus

Schon bei seinem Karrierestart wurde das klar: Denn Ken Follett hatte bereits zehn Romane geschrieben, bevor er mit "Die Nadel" den Durchbruch schaffte. Hauptberuflich arbeitete er bis dahin in einem Verlag. Der Erfolg ermöglichte es ihm, eine Villa in Südfrankreich zu mieten und sich voll dem Schreiben zu widmen. Heute lebt er in Großbritannien.

Derzeit schreibt Ken Follett seinen nächsten Roman: "Der Abend und der Morgen" soll die Vorgeschichte zu seinem Meisterwerk "Die Säulen der Erde" erzählen: Ein angelsächsisches Dorf wird von Wikingern bedroht. Aber eigentlich gehe es um die damals revolutionäre Idee, dass das Gesetz über allem stand. Das war eine der Grundlagen der modernen Zivilisation, so Follett. Im Herbst 2020 soll der Roman erscheinen.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kultur kompakt | 05. Juni 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2019, 04:00 Uhr