"Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" Berlinale 2022: Regisseur Andreas Dresen im Rennen um den Goldenen Bären

Andreas Dresen
Regisseur Andreas Dresen wurde 1963 in Gera geboren. Bei der Berlinale 2022 darf er auf einen Goldenen Bären hoffen. Bildrechte: Knut Elstermann

Der neue Film des in Gera geborenen Regisseurs Andreas Dresen geht bei der 72. Berlinale ins Rennen um den Goldenen Bären. Dresen wird mit "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" im Hauptwettbewerb neben 17 weiteren Filmen vertreten sein, wie der künstlerische Leiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Carlo Chatrian, am Mittwoch bekanntgab.

Deutscher Filmpreis 2019 für "Gundermann"

Dresens Film "Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush" erzählt, wie die Mutter des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz um dessen Freilassung kämpft. Ihr Sohn wurde 2002 von der US-Army gefoltert und in das Gefangenenlager verschleppt. Bei der Produktion handelt es sich um die siebte gemeinsame Arbeit des Regisseurs mit Drehbuchautorin Laila Stieler. Beide wurden 2019 für den Film "Gundermann" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Zwei deutsche Filme im Berlinale-Wettbewerb

Die Berlinale ist in diesem Jahr vom 10. bis zum 20. Februar mit einem pandemiebedingt geänderten Konzept geplant. Zu sehen sein werden 256 Filme aus 69 Ländern. Im Wettbewerb der Berlinale 2022 konkurrieren 18 Beiträge um den Goldenen und die Silbernen Bären. Dabei sind Produktionen aus 15 Ländern vertreten. 17 Filme werden als Weltpremiere gezeigt, bei sieben führten Frauen Regie, wie das Leitungsteam der Berlinale weiter mitteilte.

Neben Andreas Dresen ist mit Nicolette Krebitz und ihrem Film "AEIOU - Das schnelle Alphabet der Liebe" eine weitere deutsche Regisseurin im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Die Preisverleihung des Goldenen und der Silbernen Bären ist am Abend des 16. Februar vorgesehen. Die Berlinale gilt als größtes Publikumsfilmfestival der Welt.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Kulturnachrichten | 19. Januar 2022 | 13:30 Uhr

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